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Gigaset steigert EBITDA und bestätigt Ausblick

7. August 2013 Veröffentlicht von Sina Lenz
  • Konzernumsatz aus fortzuführendem Geschäft im zweiten Quartal bei EUR 96,8 Mio. (Q 2 2012: EUR 93,4 Mio.)
  • EBITDA aus fortzuführendem Geschäft im zweiten Quartal bei EUR 6,4 Mio. (Q2 2012: EUR 0,3 Mio.)
  • Geschäftsbereich Business Customers erzielt 47 Prozent Umsatzzuwachs im Vergleich zum zweiten Quartal 2012.
  • CEO Charles Fränkl: „Das zweite Quartal ist ein positives Signal für die Gigaset. Das Effizienzprogramm greift. Neue Produkte sind fertiggestellt und stehen kurz vor dem kommerziellen Start. Wir werden die Strategie ‚Gigaset 2015‘ weiter konsequent und erfolgreich umsetzen.“ Gigaset steigert EBITDA

In einem weiter rückläufigen Gesamtmarkt steigerte die Gigaset AG im fortzuführenden Telekommunikations-Geschäft erstmals seit Bestehen des Konzerns den Umsatz gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres um rund EUR 3,4 Mio. Dank des Sales-Push-Programms konnte der Vertrieb Verkaufskanäle vorzeitig befüllen und damit den Mittelzufluss besser an die saisonal bedingten Liquiditätsanforderungen anpassen. Das EBITDA kletterte im zweiten Quartal 2013 auf EUR 6,4 Mio. (Q2 2012: EUR 0,3 Mio.).

Zudem konnte Gigaset seinen Marktanteil im Kerngeschäft erneut ausbauen. Sowohl bei den abgesetzten Einheiten als auch beim Umsatz stieg der Marktanteil im Vergleich zum Vorjahr um jeweils einen Prozentpunkt an. Der Marktanteil im Umsatz von Gigaset in Europa stieg im zweiten Quartal des Jahres von 33,9 Prozent im zweiten Quartal 2012 auf nunmehr 34,7 Prozent. Damit entwickelt sich Gigaset seit mehr als fünf Quartalen besser als der Markt, ist aus Sicht der Gesellschaft klarer Gewinner der Marktkonsolidierung und konnte seine Marktposition in Europa weiter ausbauen. Als Premium-Marke erzielte Gigaset ferner um 31 Prozent höhere Preise als der durchschnittliche Marktpreis. Der Gesamtmarkt bleibt jedoch stark unter Druck. Er ging im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahresquartal bei den verkauften Einheiten um etwa 14 Prozent zurück und verlor 15 Prozent an Umsatz.1

Gigaset-CEO Charles Fränkl sagte anlässlich der Quartalszahlen: „Das zweite Quartal ist ein positives Signal für die Gigaset. Das Effizienzprogramm greift. Neue Produkte sind fertiggestellt und stehen kurz vor dem kommerziellen Start. Wir werden die Strategie ‚Gigaset 2015‘ weiter konsequent und erfolgreich umsetzen.“

Die Zahlen der Gigaset AG im zweiten Quartal 2013, fortzuführendes Geschäft:

  • Konzernumsatz: EUR 96,8 Mio. (Q2/2012: EUR 93,4 Mio.)
  • EBITDA: EUR 6,4 Mio. (Q2/2012: EUR 0,3 Mio.)
  • EBITDA-Marge: 6,6 Prozent (Q2/2012: 0,3 Prozent)
  • Konzernfehlbetrag: minus EUR 9,4 Mio. (Q2/2012: minus EUR 3,6 Mio.)
  • Free Cash Flow: minus EUR 10,9 Mio. (Q2/2012: minus EUR 11,7 Mio.)

Bezogen auf das erste Halbjahr 2013, fortzuführendes Geschäft:

  • Konzernumsatz: EUR 183,6 Mio. (H1/2012: EUR 205,7 Mio.)
  • EBITDA: EUR 11,0 Mio. (H1/2012: EUR 11,3 Mio.)
  • EBITDA-Marge: 6,0 Prozent (H1/2012: 5,5 Prozent)
  • Konzernfehlbetrag: minus EUR 12,7 Mio. (H1/2012: Konzernüberschuss EUR 0,6 Mio.)
  • Free Cash Flow: minus EUR 34,9 Mio. (H1/2012: EUR minus 28,3 Mio.)

Der Kassenbestand zum 30.06.2013 belief sich auf EUR 18,9 Mio.

Finanzielle Basis in saisonal absatzschwachen Sommermonaten stabilisiert
Am 1. Juli 2013 schloss die Gigaset Communications GmbH, eine Konzerntochter der Gigaset AG, mit einem von der Deutschen Bank AG geführten Konsortium einen Vertrag über eine Brückenfinanzierung in Höhe von EUR 10,4 Mio. Weitere Maßnahmen trugen dazu bei, eine für die Sommermonate mögliche Phase angespannter Liquidität erfolgreich abzuwenden:

  • Aus dem bereits 2012 angekündigte Kosten- und Effizienzprogramm werden die Einsparungen im Geschäftsjahr 2013 voraussichtlich EUR 24 Mio. betragen. Insgesamt sollen ab dem Jahr 2014 nachhaltig EUR 30 Mio. eingespart werden.
  • Dank eines Sales-Push-Programms konnte der Vertrieb Verkaufskanäle vorzeitig befüllen und damit den Mittelzufluss besser an die saisonal bedingten Liquiditätsanforderungen anpassen.
  • Um sich auf Märkte mit hoher Profitabilität zu konzentrieren, setzt Gigaset die Überprüfung der außereuropäischen Aktivitäten fort. Ein erstes Ergebnis ist der Ausstieg aus dem unrentablen Schnurlostelefon-Geschäft in Brasilien. Die für die Region Mittlerer Osten und Afrika zuständige Tochtergesellschaft wird derzeit an das dortige Management verkauft. Über eine Strukturvereinfachung wird der effiziente Marktzugang in der Region weiterhin garantiert. In der Türkei gelang dem Unternehmen durch eine strategische Neupositionierung der Turnaround.

Gigaset erwartet, dass sich die Liquiditätslage im zweiten Halbjahr ebenfalls saisonal bedingt entspannt.

Konsequente Umsetzung und Weiterentwicklung der neuen Strategie „Gigaset 2015“
Die auf der Hauptversammlung 2012 vorgestellte und zum zweiten Quartal 2012 konkretisierte Strategie „Gigaset 2015“ wird konsequent und erfolgreich umgesetzt.

Home Networks – ‚Gigaset elements‘
Im zweiten Quartal 2013 hat das Unternehmen seine neue Lösung für ein vernetztes zu Hause ‚Gigaset elements‘ fertiggestellt. Derzeit wird mit ausgewählten Nutzern Schritt für Schritt die Last auf das System erhöht, bevor es im dritten Quartal in den freien Handel kommen soll. Mit ‚Gigaset elements‘ erweitert Gigaset das Geschäftsmodell als Hardware-Hersteller um die Dimension eines Internet-Dienstleisters und eröffnet sich damit Möglichkeiten für neue Geschäftsmodelle. ‚Gigaset elements‘ ist eine sensorgestützte und cloud-basierte Lösung für das vernetzte Zu Hause. Modernste Sensoren verknüpfen sich dabei mit einer internetfähigen DECT-ULE-Basisstation und einem sicheren Web-Server. Dies ermöglicht eine Vielzahl von Anwendungen im häuslichen Umfeld. Das intelligente und lernfähige System wird modular erweiterbar sein. Mit einem Preis von weniger als EUR 200,- für ein ‚starter kit‘ eignet sich das System für den Massenmarkt.

Consumer Products – ‚Gigaset‘
Im Kerngeschäft Schnurlostelefone wurden trotz schwieriger Rahmenbedingungen konstant Marktanteile gewonnen. Dank der neuen Plattformstrategie, die kürzere Produktentwicklungs- und Innovationszyklen ermöglicht, wurde die Produktoffensive beschleunigt. Seit August 2012 hat Gigaset zehn Modelle fertiggestellt, die zum Teil bereits auf dem Markt sind. Zudem wurden mit einer Babyphone-Reihe erste Produkte des im Aufbau befindlichen Ergänzungsportfolios telefonnaher Produkte entwickelt und im August vorgestellt. Darüber hinaus hat in Großbritannien die Verbraucherorganisation „Which?“ das SL910A und das S820A mit der Auszeichnung „Best Buy“ ausgezeichnet.
Das android-basierte neue full-touch Schnurlostelefon SL 930 wird im August 2013 erstmalig an einen großen Netzbetreiber ausgeliefert.

Business Customers – ‚Gigaset pro‘
Der Bereich „Business Customers“, zu dem unter anderem die Produktlinie ‚Gigaset pro‘ gehört, wächst stark und verzeichnete in Q2 2013 einen Umsatzzuwachs von 47 Prozent im Vergleich zum zweiten Quartal des Vorjahres. Auf Halbjahresbasis beträgt der Zuwachs 37 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dies gelang insbesondere aufgrund der erfolgreichen regionalen Expansion mit der Einführung der Produktreihe ‚Gigaset pro‘ in Großbritannien, der Schweiz, Dänemark, Schweden und Spanien. Dank neuer Produkte erzielte der Geschäftsbereich weiteres Wachstum im OEM-Geschäft. Die Absatzerfolge sind zudem auf ein neues Partnerprogramm zurückzuführen, das in Deutschland, den Niederlanden und Frankreich gestartet wurde. Darüber hinaus konnten neue Vertriebs-Partnerschaften geschlossen werden. Zum Jahreswechsel soll – wie angekündigt – das innovative, android-basierte Business-Telefon Maxwell eingeführt werden.

Ausblick bestätigt
Die Gigaset AG hält weiter an ihrem zur Bilanzpressekonferenz am 28. März 2013 gegebenen Ausblick fest. Die notwendigen Maßnahmen für langfristiges Wachstum wurden im Jahr 2012 eingeleitet. Um der anhaltend schwierigen Entwicklung des Kernmarktes zu begegnen, sind Investitionen in den Aufbau neuer zukunftsträchtiger Geschäftsfelder und Produktgruppen nötig. Die Gigaset AG erwartet daher für das laufende Geschäftsjahr im fortzuführenden Geschäft:

  • Einen weiter rückläufigen Umsatz im Kerngeschäft im hohen einstelligen bis niedrigen zweistelligen Prozentbereich
  • Ein gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessertes und voraussichtlich wieder positives EBITDA aufgrund der zu erwartenden positiven Einflüsse des Effizienzprogramms
  • Einen negativen Free Cash Flow im etwa mittleren zweistelligen Millionenbereich aufgrund der notwendigen Investitionen

Für das Jahr 2014 erwartet die Gigaset AG erstmals signifikant positive Einflüsse auf Umsatz, Ergebnis und Cash Flow aus dem Aufbau der neuen Geschäftsfelder. Das Unternehmen geht daher davon aus, im Laufe des Jahres 2014 im fortzuführenden Geschäft wieder im Umsatz zu wachsen und das EBITDA weiter zu verbessern.

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