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Bist Du HX oder GO? Die neuen Gigaset Telefonlösungen

11. Januar 2016 Veröffentlicht von Sina Lenz

Auch im Bereich der Schnurlostelefonie halten konstant neue Technologien Einzug, die für mehr Komfort und neue Anwendungsmöglichkeiten für den Benutzer sorgen. Doch mit neuen Möglichkeiten kommen auch neue Fragen auf, denn ganz so einfach wie früher, wo man lediglich ins Regal greifen musste, um sich für ein analoges oder ISDN-basiertes Telefon zu entscheiden, ist es heute nicht mehr. Bei Gigaset heißt die neue Wahlmöglichkeit HX oder GO. Grund genug für ein Interview mit Frank Zillikens, Leiter Produktportfolio & Produktmarketing bei Gigaset, zu einem kurzen Hintergrundgespräch zu treffen, bei dem es um die Frage geht welche Kunden sich für ein HX-Handset und welche sich für ein GO-System entscheiden sollten.

Gigaset:
Hallo Herr Zillikens, vielen Dank, dass Sie Zeit für das Gespräch haben. Die Überschrift verrät es ja schon, die neue Wahlmöglichkeit für Kunden, die sich für ein Gigaset entscheiden, heißt im Wesentlichen HX oder GO. Fangen wir doch kurz mit HX an – was ist das, wofür steht HX?

Frank Zillikens

Frank Zillikens

Frank Zillikens:
Inzwischen hat nahezu jeder Haushalt einen Router bei sich zu Hause. Über einen Router wird im Internet gesurft, ferngesehen und im Falle der neuen HX Mobilteile auch telefoniert. Die neue Gigaset HX-Serie ist zur direkten Anbindung an Router mit integrierter schnurloser Telefonie entwickelt worden. Dank der Universal-Mobilteil-Technologie der HX-Serie, können sowohl Router wie die AVM FRITZ!Box, die auf DECT-Basis arbeitet, oder der Telekom Speedport, welcher den CAT-iq-Standard nutzt, unterstützt werden.

Gigaset:
Ich verstehe. Der kürzeste und einfachste Weg quasi. Anschluss direkt am Router, ohne zusätzliche Basisstation oder ähnliches. Wird das nicht aber von AVM mit dem FRITZ!Fon oder der Telekom mit dem Speedphone auch angeboten?

Frank Zillikens:
Das ist richtig. Beide Hersteller bieten eigene Telefone an. Allerdings unterscheiden sich die angebotenen Telefone grundsätzlich von unserem Anspruch Design, Qualität, und Produkte „Made in Germany“ zu verkaufen.

Gigaset:
Das klingt einleuchtend – das Telefon soll sich natürlich besonders gut in das individuelle Wohnumfeld einpassen. Was viele AnwerderInnen ebenfalls interessieren dürfte – wie steht es um die Funktionalität? Man kennt das ja, das Komplettsysteme gut funktionieren aber für andere Anbiete die eine oder andere Tücke parat haben.

Frank Zillikens:
Damit haben wir uns lange Zeit während der Entwicklung beschäftigt und auch den zugrunde liegenden Standard mit beeinflusst. Beim Betrieb eines HX-Mobilteils direkt an einem Router sind zahlreiche Komfortfunktionen verfügbar. Vor allem der Zugriff auf das interne Telefonbuch der Router, auf Wahllisten eingehender, abgehender oder verpasster Anrufe und die Bedienung des Router-eigenen Anrufbeantworters hat für Kunden höchste Priorität. Nicht weniger wichtig das Thema Sprache: Die Mobilteile der HX-Linie sind HD-Voice (High Definition Voice) zertifiziert und übertragen die IP-basierten Gespräche mit glasklarer Breitband-Sprachqualität. So ergibt sich für den Kunden eine besonders natürliche Sprachqualität und brillanter Klang und eine quasi lückenlose Funktionalität am Router, auch wenn AVM und die Telekom sich einige Spezialitäten vorbehalten, die wir mit unseren Geräten nicht abbilden, wie zum Beispiel die Haussteuerung bei AVM vom Telefon aus, wenn man das System so umfänglich nutzt.

Gigaset:
Klingt so als wäre HX perfekt. Für wen ist nun also Gigaset GO geeignet?

Frank Zillikens:
Bei Gigaset GO geht es aus technologischer Sicht um All-IP. Das Thema wurde hier im Blog glaube ich schon einmal behandelt. Die Telekom wird bis Ende 2017 mehrheitlich auf ALL-IP in der Telefonie umgestellt haben – sprich analoge Telefone werden dann nicht länger nutzbar sein. Laut Statista sind von dieser Umstellung alle 21 Millionen Kunden der Telekom in Deutschland betroffen, die noch analoge Telefone verwenden. Mit Gigaset GO möchten wir diesen Kunden helfen und ein Angebot für sie schaffen.

Gigaset:
Die Gigaset GO Systeme bieten also eine zukunftssichere Alternative für den unausweichlichen ALL-IP Wechsel?

Frank Zillikens:
Richtig. Sie können sowohl an einer herkömmlichen analogen Telefonbuchse als auch später über ein LAN-Kabel dank der Integration der Internet-Telefonie (VoIP) hinter jedem Internet-Router betrieben werden. Einfach das LAN-Kabel in die entsprechende Buchse und los.

Gigaset:
Sprich ein Kauf lohnt sich schon heute, weil das Telefon analog betrieben werden kann und später dann auf ALL-IP (VoIP) umgestellt werden kann. Welche weiteren Vorteile gibt es – innerhalb der Telefonie?

Frank Zillikens:
Sobald das LAN Kabel in den Router gestöpselt wird, können unsere Kunden folgende Vorteile erleben:

  • Bis zu sechs Telefonnummern mit zwei gleichzeitigen Gesprächen stehen zur Verfügung
  • Drei integrierte Anrufbeantworter mit einer Aufnahmedauer von bis zu 55min
  • Kostenlosen Anrufe zwischen GO Systemen weltweit
  • Anzeige der Namen aller eingehenden Anrufer durch eine blitzschnelle Online Rufnummernsuche im Hintergrund
  • Kostenersparnis durch Verzicht auf eventuell notwendigen DECT-Repeater beim Routerbetrieb durch die Leistungsstärkere Gigaset GO-Box
  • Durch die Anzeige des Wetterberichtes auf dem Standby-Bildschirms mit einem Blick sehen, ob der Regenschirm mit sollte oder nicht

Gigaset:
HX oder GO – beides eine clevere Wahl. Aber fassen wir noch einmal zusammen. Welchen Kunden, in welcher Lebenssituation, würden Sie welches Produkt empfehlen?

Frank Zillikens:
Unser reichhaltiges Gigaset GO Portfolio bietet zukunftssichere Telefone für die unterschiedlichsten Kundenbedürfnisse. Das Portfolio reicht von einem robusten, zuverlässigen Telefon, wie dem E630A GO, welches durchaus auch in einer Werkstatt eingesetzt werden kann, bis zu einem Design-Telefon, wie dem CL750A GO, auch bekannt als Sculpture, oder unserem High-Performance Telefon SL450A GO. Entscheidend hier ist, das unser GO Portfolio eine zukunftssichere Perspektive bietet, da die Kunden sowohl an einer herkömmlichen Telefonbuchse oder an ein das LAN Kabel im Router anschließen können. Unsere Kunden sind somit bestens für die Umstellung auf ALL-IP gerüstet. Und beim Anschluss des LAN Kabels erhalten die Kunden zusätzlich Online-Dienste, wie das kostenlose Telefonieren zwischen GO-Systemen.

Unsere HX-Serie wiederum ist für solche Kunden interessant, die einen Router mit integrierter schnurlos Telefonie besitzen, wie z.B. die AVM FRITZ!Box oder den Telekom Speedport. Hier bieten wir seid der Einführung der HX-Serie im November 2015 unseren Kontaktmanager S850HX oder das Premium-Mobilteil SL450HX mit Aluminiumrahmen an. Beide sind wahre Organisationstalente und fügen sich hervorragend in moderne Wohnumfelder ein.

Gigaset:
Herr Zillikens, vielen Dank für das Gespräch.

Begriffs-Glossar:

DECT:
Die Abkürzung DECT steht für Digital Enhanced Cordless Telecommunications und ist ein internationaler Standard für Telekommunikation mittels Funktechnik. Dieser internationale DECT Standard nutzt einen geschützten Frequenzbereich und kommt vorwiegend bei Schnurlostelefonen und kabelloser Datenübertragung zum Einsatz.

CAT-iq:
CAT-iq (Cordless Advanced Technology – internet quality) vereint breitbandige Datenübertragung und Festnetztelefonie, indem der herkömmliche DECT (Digital Enhanced Cordless Telecommunications) Standard um VoIP und andere Internet-basierte Dienste erweitert wird. Vorteile von CAT-iq sind unter anderem:

  • die brillante Sprachqualität (mit Breitband-Audio können Gespräche in deutlich hörbarer besserer Klangqualität wie bei herkömmlichen Schnurlostelefonen geführt werden)
  • Produkt-Interoperabilität (durch ein Zertifizierungsprogramm sichergestellte reibungslose Kompatibilität unter allen CAT-iq Geräten unterschiedlicher Hersteller)
    Voraussetzung für CAT-iq sind ein Breitband-Interzugang sowie ein CAT-iq-fähiges Telefon und ein CAT-iq-fähiger Router, um Dienste wie die Breitband-Audio-Technologie nutzen zu können.

9 Kommentare

  • Dirk Müller 17.10.2016

    Leider leiden die HX Telefone immer noch an Verbindungsproblemen, wenn mal neben einer FritzBox auch noch die Fritz DECT Repeater einsetzt. Daher führt bei Gigaset Endgeräten kein Weg um den Paralleleinsatz einer Go Box herum. Dies gilt leider wenn auf allen Geräten die aktuellste freigegebene SW installiert ist.

  • Günther Bsteh 13.02.2017

    Leider leiden die HX Telefone immer noch an Verbindungsproblemen. Mein S 850 HX kann an einer Fritzbox 7490 von der Türsprechstelle (Ritto) Gespräche annehmen, ist aber nicht mehr in der Lage, eine Wahl vom Rufnummernblock für den Türöffner zu realisieren. Die lokonischen Antworten der Hotline verweisen auf die Unfähigkeit von Gigaset, die Zusammenarbeit mit Fremdgeräten zu kommentieren. Auf die fehlende Fähigkeit der HX- Geräte, bei neuester SW, über bluetooth mit Plantronics- Headsets zu kommunizieren, geht der Kundenservice gar nicht erst ein.

    • Hallo und danke für Ihre Nachricht.

      Es ist eine Tatsache, dass die Türöffnerfunktion leider durch FRITZ!Boxen für Gigaset Geräte unterstützt wird. Aktuelle Gigaset Basen hingegen unterstützen die Türoffener-Funktion mit der HC450 unverändert weiterhin.
      Zu der Plantronics-Thematik sind uns keine Fehler bekannt. Wir würden Sie bitten, sich hier an unseren Kundendienst zu wenden, den Fehler zu reporten und uns so die Möglichkeit zu geben ihm genauer nachzugehen.

      Beste Grüße, ^RD

  • Georg W. 20.02.2017

    Ich hätte mir ja fast ein SL450HX (besser gesagt drei) gekauft, aber gottseidank erstmal einen Recherchemarathon eingelegt.

    Ich habe eine Fritzbox 6490 cable mit FritzOS 6.50. Soweit ich das auf der Seite von AVM herausfinden konnte wird CAT-iq 2.0 erst mit 6.80 unterstützt. Wann eine Version für die 6490 cable erscheint und wann dann der Kabelbetrieber sich bequemt diese zu veröffentlichen kann ja noch sehr sehr lange dauern.

    Damit dürfte nicht viel vom gepriesenen Funktionsumfang übrigbleiben, oder? Kann ich trotzdem auf das zentrale Telefonbuch des Routers zugreifen? Würden gar die dort hinterlegten Kontaktbilder angezeigt?

    Was denn nun geht und was nicht soll der Kunde nach dem Kauf selbst herausfinden. Clever?

    • Hallo und danke für die Frage.
      AVM und die Updatepolitik des Hauses können wir natürlich nicht beeinflussen und die volle CAT-iq-Funktionalität erscheint erst mit 6.80. AVM ist jedoch relativ schnell was Updates angeht.
      Dennoch können Sie heute schon auf das zentrale Telefonbuch im Router zugreifen – Bildanzeige würde nicht funktionieren. Eine Übersicht zu diesen und anderen Fragen findet sich auf: http://www.gigaset.com/de_de/cms/home/kundenservice/privatkunden/kompatibilitaet.html

      VG, ^RD

  • Stephan Z. 25.11.2017

    Das ist alles schön und gut, aber die Bezeichnungen Go und HX mit ihren Features Cat-iq DECT All-IP verwirren, denn bisher funktionierten an den DSL-Routern mit integrierten DECT Stationen auch sämtliche uralten analogen Mobilteile, ob nun mit oder ohne Basisstationen, also per direkter Anmeldung am Router oder über die Basis, die ihrerseits am Router per TAE Stecker angeschlossen wurde.

    Warum also funktioniert das plötzlich nicht mehr und man braucht zwei Modellserien eine für den sog. Übergang (analog / IP-Telefonie GO-Variante) und eine für die Zukunft (nur IP basiert HX Variante), wenn doch selbst die DSL-Anschlüsse längst voll umfänglich digital laufen bei den etlichen Providern (sog. Komplettanschlüsse, die gar nicht mehr analog funktionieren).

    Die DSL-Router sind hier doch schon Schnittstelle und können mehrere Mobilteile direkt nutzen oder wenn gewünscht auch eine Basisstation am TAE Stecker (Fon1-Anschluss des Roters) aufnehmen, worüber dann die Mobilteile angemeldet werden und telefonieren, egal ob analog, ISDN oder IP Telefon.

    Ich vesrtehe also nicht, warum man hier sagt, dass man zwingend mit Umstellung auf rein IP-basierte Anschlüsse, auch neue Telefone benötigt, wie eben ein HX oder zum Übergang eine Go Variante. Zumal eine FritzBox mit neuster Update-Version 6.90 laut Kompatibilitätsliste überhaupt nicht mehr mit alten Telefonen zusammenarbeiten kann sondern man nur noch auf die HX serie ohne eigene Basis zurückgreifen muss. Warum ist das so und wird hier nicht wieder der Kunde absichtlich zum Kauf neuerer Technik gezwungen obwohl es auch anders ginge und jahrelang funktionierte?

  • Schroth Wolfgang 18.01.2018

    Ich habe eine S850A Go mit Mobilteil S859H und fünf S850HX erworben. Zur Zeit laufen die Telefone am bisgerigen ISDN EUMEX 504 PC USB wie meine vorherigen Gigaset A120. Leider kann ich nicht einen Anruf der 2ten TelefonNr. mit dem neuen Gigaset 850 heran holen auf die HauptNr.
    1. Nr. Gigaset 850 Serie & Mobile im Haus verteilt
    2. Nr. Gigaset A120 im Arbeitszimmer.

    Den Schritt auf VoIP traue ich mich nicht, weil ich nicht weiß, ob ich bei versagen den alten Zustand wieder herstellen kann. Die Fritzbox ist schon mit Ethernetanschlüssen voll, Phone 1,2 3 sind frei. Wenn ich das Telefon LANkabel der Gigaset 850 GO Box in den Phone 1 der Fritzbox 7390 stecke, was passiert dann? Muss ich dann die TAE Leitung aus der GO-Box dann aus demTAE-Anschluss der EUMEX abmachen?

  • Schroth Wolfgang 18.01.2018

    Ich habe eine S850A Go mit Mobilteil S859H und fünf S850HX erworben. Zur Zeit laufen die Telefone am bisgerigen ISDN EUMEX 504 PC USB wie meine vorherigen Gigaset A120. Leider kann ich nicht einen Anruf der 2ten TelefonNr. mit dem neuen Gigaset 850 heran holen auf die HauptNr.
    1. Nr. Gigaset 850 Serie & Mobile im Haus verteilt
    2. Nr. Gigaset A120 im Arbeitszimmer.

    Den Schritt auf VoIP traue ich mich nicht, weil ich nicht weiß, ob ich bei versagen den alten Zustand wieder herstellen kann. Die Fritzbox ist schon mit Ethernetanschlüssen voll, Phone 1,2 3 sind frei. Wenn ich das Telefon LANkabel der Gigaset 850 GO Box in den Phone 1 der Fritzbox 7390 stecke, was passiert dann? Muss ich dann die TAE Leitung aus der GO-Box dann aus demTAE-Anschluss der EUMEX abmachen?
    Ich würde mich über eine Hilfe freuen.
    Danke
    Wolfgang

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