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Wenn die Nase schläft übernimmt der intelligente Rauchmelder

16. April 2018 Veröffentlicht von Raphael Doerr

Rund 200.000 Mal brennt es im Durchschnitt jedes Jahr in Deutschland. Genau 347 Tote durch „Rauch, Feuer und Flammen“ zählte das Statistische Bundesamt in Deutschland 2014.1 6.000 Brandverletzte mit Langzeitschäden kommen, so die Schätzung, pro Jahr dazu. Der Schaden durch Brände beziffert sich auf über 1 Milliarde Euro allein im Privatbereich.2

Häufigste Ursachen sind Defekte in elektrischen Geräten

IFS_Schadendatenbank

Quelle: IFS 2016

Seit Juli 2016 haben alle 16 Bundesländer die allgemeine Rauchmelderpflicht für privaten Wohnraum gesetzlich festgelegt.3&4 Rauchwarnmelder sind verpflichtend in Schlaf- und Kinderzimmern, sowie im Flur- und Eingangsbereich anzubringen. In Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg und Sachsen müssen zudem auch Wohn- und Arbeitszimmer mit einem Rauchmelder ausgestattet sein. Für Küchen besteht keine verbindliche Pflicht, da es hier durch Dämpfe bzw. erhöhter Hitze beim Kochen zu Fehlalarmen kommt.5 In diesen Räumen sind Hitzemelder die bessere Wahl. Sie reagieren entweder auf eine Maximal-Temperatur (Thermomaximalmelder) oder auf einen schnellen Anstieg der Temperatur (Thermodifferentialmelder), durch die der Alarm ausgelöst wird.6

Gigaset_Grafik_Verteilung_Rauchwarnmelder

Auch die Nase schläft nachts

Rauch weckt nicht auf. Wenn man schläft, schläft auch die Nase. Deswegen sterben rund 80 Prozent der Brandtoten im Bett an den Folgen einer Rauchvergiftung durch die geruchlosen Gase Kohlenmonoxid und Kohlendioxid. Eine Rauchvergiftung kann bereits nach zwei Minuten tödlich sein. Das Gefährliche ist tatsächlich der Rauch, den man im Schlaf einfach nicht bemerkt. Bis zu 5000 giftige Substanzen können in ihm enthalten sein. Schon nach wenigen Atemzügen kann man das Bewusstsein verlieren und nach weiteren Atemzügen zu Tode kommen.

Rauchmelder_Lebensretter_Brandschutz

Quelle: www.rauchmelder-lebensretter.de/brandschutz

Unter dem Begriff Polyurethan kann sich kaum jemand etwas vorstellen. Er steht für Kunststoffe oder Kunstharze. Meistens wird er als Schaum verwendet und findet sich in sehr vielen Polstermöbeln, Matratzen oder selbst Schwämmen wieder. Bereits 100 Gramm Polyuretanschaum (PU) reichen bei einem Brand aus, um über 200 m³ (200 Kubikmeter entsprechen einer Menge von 200.000 Litern Wasser)) Rauch zu produzieren. Diese kleine Menge reicht aus, um eine 80 m² große Wohnung total verqualmen zu lassen. Entzündet eine brennende Zigarette im Bett die Schaumstoffmatratze, entwickelt sich eine Rauchmenge von etwa 25.000 Kubikmetern. Dies entspricht dem Volumen von 30 Einfamilienhäusern. Unter Einwirkung von Hitze verwandeln sich also selbst harmlos wirkenden Gegenstände in gefährliche Rauchbomben. Bei einem Zimmerbrand werden Einrichtungsgegenstände aus Holz, Polstern, Baumwolle, Pflanzen, Leder usw. aber auch die verschiedensten Kunststoffe thermisch zersetzt. In den entstehenden Brandgasen kennt man bereits mehr als 5.000 verschiedene, für den Menschen schädliche Stoffe.7

Deshalb sind nachts Brände besonders gefährlich: Viele Opfer nehmen die gefährlichen Rauchgase nicht wahr und werden im Schlaf bewusstlos. Der Gesetzgeber hat darauf reagiert und in den meisten Bundesländern Rauchwarnmeldern in Schlafräumen und Kinderzimmern sowie Fluren, die zu den Aufenthaltsräumen führen oder als Fluchtwege dienen, vorgeschrieben.8

Rauchalarm per App auf das Handy

Rauchmelder melden sich meist mit einem lauten Signalton, der in der Regel um die 85 dB (Dezibel) misst. Das ist in etwa so laut, als würde im Schlafzimmer jemand Saxophon oder Klavier spielen. In der Nacht und schlafend ist dieser Ton nicht zu überhören. Was aber, wenn es tagsüber zu einer kritischen Rauchentwicklung oder einem Schwelbrand kommt, niemand zu Hause ist und auch der Nachbar den lauten Signalton nicht hört? Intelligente Rauchmelder, wie der Gigaset elements smoke sind auf so etwas vorbereitet und reagieren entsprechend. Parallel zum akustische Alarm vor Ort wird dank der Vernetzung in die Cloud gleichzeitig eine Nachricht per App auf das Smartphone des Nutzers gesendet. Der Besitzer weiß sofort Bescheid und kann rechtzeitig reagieren, indem er Nachbarn informiert oder direkt die Feuerwehr alarmiert. Zudem wird über die App angezeigt, von welchem Rauchwarnmelder der Alarm ausgeht, sofern der Nutzer mehrere Rauchmelder installiert hat.

Intelligent vernetzt

Gigaset elements smoke ist ein intelligenter Rauchwarnmelder der mitdenkt und Verantwortung übernimmt. Im Brandfall aktiviert er nicht nur seine eigene Sirene, sondern auch weitere elements Sirenen über DECT. Brennt es zum Beispiel im Arbeitszimmer, gehen auch eventuell verbaute Alarmsirenen in anderen Räumen an. So wird der Alarm auch dann nicht überhört, wenn er in einem entfernten Raum oder einer anderen Etage ausgelöst wird. Der Rauchmelder steht in Verbindung mit dem Gigaset Alarmsystem. Die Steuerung erfolgt per kostenloser Gigaset-App, die auf ein Smartphone und Tablet heruntergeladen werden kann. Auf dem Startbildschirm wird immer der aktuelle Status der Sensoren angezeigt. Wenn das System um weitere Sensoren von Gigaset erweitert wird – zum Beispiel Tür-, Bewegungs-, Fenster-, Kamera- oder Alarmsensoren – lassen sich diese einfach im Menü hinzufügen, da sie nach Inbetriebnahme vom System automatisch erkannt werden. So ist eine Systemerweiterung jederzeit einfach und unkompliziert möglich.

Die Vorteile des Rauchwarnmelders auf einem Blick

  1. Lautes, alarmierendes Warnsignal > 85 db
  2. Batterie mit 10 Jahren Lebensdauer
  3. 60 m2 Überwachungsfläche bis zu einer Höhe von 6 Metern
  4. Integrierte Verschmutzungserkennung
  5. LED-Anzeige für Alarm und Störungsmeldungen
  6. Kabellose Anbringung ohne Bohren (plug & play)
  7. Kompatibel mit den Gigaset Alarmsystemen
  8. Kompatibilität mit Google Home Assistant und Philips Hue

Quellenverzeichnis:

1 https://www.feuertrutz.de/statistik-der-brandtoten-in-deutschland-2015/150/52637/
2 https://www.abus.com/ger/Ratgeber/Brandschutz/Rauchtote-Statistik
3 https://www.ifs-ev.org/schadenverhuetung/ursachstatistiken/brandursachenstatistik/
4 https://www.rauchmelder-lebensretter.de/rauchmelderpflicht
5 http://www.rauchmeldertest.net/rauchmelder-in-der-kuche/
6 https://www.vergleich.org/rauchmelder
7 http://www.rauchmelderpflicht.eu/gefahrenquelle-brandrauch/brandrauch-zusammensetzung/
8 Anmerkung der Redaktion: Jeder Brand in einer Wohnung erzeugt Rauchgas, das nach oben steigt und vom Rauchwarnmelder an der Zimmerdecke schnell festgestellt werden kann. Kohlenmonoxid entsteht bei einem Brand nicht zwingend in der Entstehungsphase des Brandes. Bevor also ein CO-Melder den Alarm auslöst, könnte es für die Bewohner im Falle eines Brandes bereits zu spät sein.

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