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Gigaset veröffentlicht Bericht zum ersten Halbjahr 2018

22. August 2018 Veröffentlicht von Raphael Doerr

Die Gigaset AG (ISIN: DE0005156004), ein international agierendes Unternehmen im Bereich der Kommunikationstechnologie, hat heute die Geschäftszahlen für das zweite Quartal und das erste Halbjahr 2018 veröffentlicht. Bezogen auf das zweite Quartal 2018 konnten die neuen Geschäftsfelder Smartphones (ehem. Mobile Devices), Smart Home (ehem. Home Networks) und Professional (ehem. Business Customers) den Umsatzrückgang im Bereich Phones (ehem. Consumer Products) kompensieren. Der Konzernumsatz lag mit EUR 69,9 Mio. über Vorjahresniveau (EUR 69,8 Mio.).

Im ersten Halbjahr 2018 erreichte das Unternehmen demnach einen Konzernumsatz von EUR 121,0 Mio. (Vj. EUR 128,3 Mio.). Die Geschäftsfelder Professional, Smartphones und Smart Home konnten auf Halbjahresbetrachtung zweistellige Wachstumsraten erreichen, wenngleich der einkalkulierte Rückgang im Bereich Phones nicht vollständig kompensiert werden konnte.

„In den definierten neuen Geschäftsfeldern konnten wir deutlich zweistelliges Wachstum erzielen. Ein klares Zeichen, dass wir mit der Transformation von Gigaset und der Erweiterung unseres Produktportfolios auf dem richtigen Weg sind. Perspektivisch können wir unser Kerngeschäft Phones mit neuen innovativen Produkten immer stärker ausgleichen“, so Klaus Weßing, CEO von Gigaset. „Wir werden im Rahmen der Digitalisierung neue Geschäftsmodelle entwickeln und Gigaset zu einem integrierten Hardware-, Software- und Servicedienstleister ausbauen. Durch die Modularisierung der Produktplattform können wir unsere Effizienz steigern und Synergien heben.“

Neue Markenarchitektur eingeführt

Zur Stärkung der Dachmarke Gigaset wurde die Markenarchitektur neu definiert und die einzelnen Geschäftsfelder (s.o.) umbenannt. Gigaset operiert ab sofort mit der neuen Architektur, die sukzessive auch auf Produktebene implementiert und umgesetzt werden wird. Die ehemaligen Produktmarken „Gigaset pro“ und „Gigaset elements“ entfallen.

„Wir versprechen uns durch dieses Vorgehen eine Stärkung der Marke Gigaset“, so Stephan Mathys, CFO der Gigaset AG. „Insgesamt sind wir von einer markt- und kundenseitigen Betrachtung ausgegangen. Entsprechend war auch eine Umbenennung der Geschäftsbereiche notwendig. Langfristig schärfen wir damit unser Geschäftsmodell nach innen und nach außen – im Einklang mit unseren strategischen Zielen.“

Entsprechend ändern sich ab sofort die Benennungen der Geschäftsbereiche in den Quartals-, Halbjahres und Jahresabschlussberichten sowie auf der Gigaset Homepage. Die bislang genutzten Bezeichnungen Consumer Products, Mobile Devices, Home Networks und Business Customers werden fortan durch Phones, Smartphones, Smart Home und Professional ersetzt.

Bessere Margen bei EBITDA und Rohertrag

Das Ergebnis aus Kerngeschäft vor planmäßigen Abschreibungen (EBITDA) erreichte im ersten Halbjahr 2018 EUR 7,7 Mio. (Vj. EUR 7,9 Mio.), die EBITDA-Marge erhöhte sich von 6,1 % auf 6,3 %. Durch die Restrukturierung konnte vor allem der Personalaufwand deutlich um über 10 % gesenkt werden, wohingegen die Marketing- und Repräsentationskosten durch höhere Ausgaben vor allem für neue Produkte zunahmen.

Umsatz nach Geschäftsbereichen

Im Geschäftsbereich Phones lag der Umsatz im ersten Halbjahr 2018 bei EUR 85,8 Mio. (Vj. EUR 98,1 Mio.). Der eingeplante Umsatzrückgang folgte dabei der allgemeinen Marktentwicklung im EU4-Raum. Es gelang dem Unternehmen jedoch erneut, seine Marktposition durch den Gewinn von Marktanteilen zu stärken und besser als der Markt zu performen.

Mit Smartphones wurde im ersten Halbjahr 2018 ein Umsatz von EUR 5,4 Mio. (Vj. EUR 3,7 Mio.) und damit eine Steigerung von 45 % erzielt. Mit den Modellen GS100, GS180 und GS185 konnte Gigaset sein Smartphone-Portfolio im Mai 2018 deutlich ausbauen und erwartet hieraus weitere positive Wachstumsimpulse in diesem Bereich. Das Gigaset GS185 ist zudem das erste in Deutschland produzierte Smartphone. Durch dieses Alleinstellungsmerkmal will das Unternehmen neue Umsatzpotenziale heben.

Smart Home erzielte einen Umsatz von EUR 1,4 Mio. (Vj. EUR 1,1 Mio.), Gigaset schätzt den Markt für Smart Home Systeme und Dienste weiter als zukunftsträchtig ein und adressiert diesen sei Mai 2018 mit vier Aktions-Bundles, die jeweils ein konkretes Sicherheitsbedürfnis bedienen: Schutz vor Feuer, Wasser, Einbrechern und Komfort.

Im Geschäftsfeld Professionals konnte Gigaset ein deutliches Umsatzplus von 12 % auf EUR 28,4 Mio. (Vj. EUR 25,4 Mio.) verbuchen. Hierbei wirkten sich vor allem Umsatzsteigerungen in Deutschland, Frankreich und Italien positiv aus. Produktseitig trugen insbesondere die IP-basierten Systeme der N-Serie hierzu bei.

Ausblick unverändert positiv

Auch im Jahr 2018 setzt Gigaset seinen Fokus auf die Neuausrichtung des Unternehmens. Dies bedeutet, Gewinnung von Marktanteilen im Bereich Phones, Ausweitung des Umsatzes des Bereiches Professionals, weiterer Ausbau des Smartphone-Geschäfts und den Ausbau von Smart Home sowie weiterer neuer Geschäftsbereiche, wie z. B. Smart Care. Die Ausgaben im Bereich Marketing und für Investitionen werden auch in 2018 wieder eine wesentliche Rolle spielen. Der Konzern erwartet daher für das laufende Geschäftsjahr:

  • Eine Steigerung des Umsatzes gegenüber 2017 in Höhe eines hohen einstelligen Millionenbetrages durch das Smartphone Geschäft und den Ausbau der neuen Geschäftsbereiche. Dabei wird in dem Segment Deutschland eine Umsatzsteigerung in Höhe eines mittleren bis hohen Millionenbetrages, in dem Segment Europa ein rückläufiger Umsatz in Höhe eines mittleren Millionenbetrages und in dem Segment Rest der Welt wiederum eine Steigerung in Höhe eines mittleren bis hohen Millionenbetrages erwartet.
  • Die Gesellschaft erwartet ein Ergebnis aus Kerngeschäft vor Abschreibungen zwischen EUR 20 Mio. und EUR 28 Mio. Die operative Entwicklung ist durch weiter rückläufige Rohergebnisse im Bereich Phones, steigende Rohergebnisse im Bereich Smart Home und Professional sowie eine Ausweitung der Ausgaben für Entwicklung und Marketing geprägt.
  • Ein aufgrund der erheblichen Investitionen sowie nachlaufende Ausgaben für Sozialplan und zurückgestellte Beträge für Risiken aus zurückliegenden Betriebsprüfungen der Vorjahre erwartet die Gesellschaft einen negativen Free Cashflow in Höhe eines mittleren einstelligen Millionenbetrages.

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