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Wegwergesellschaft

In jedem Smartphone steckt viel Umwelt

3. September 2018 Veröffentlicht von Raphael Doerr

Zunächst mag diese Zahl nicht weiter verwunderlich klingen: 63% der Deutschen besitzen ein Smartphone, das nicht älter als ein Jahr ist (Quelle). Wenn man jedoch genauer darüber nachdenkt, was das eigentlich bedeutet, dann ist diese Zahl alarmierend – denn das heißt, dass die Geräte wohl schnell durch neue ersetzt werden. Jedes Jahr präsentieren die Hersteller zur gleichen Zeit ihre neuesten Smartphone-Generationen. Von Verbrauchern werden diese Termine sehnlichst erwartet, schließlich entscheidet sich dann, ob man schon dieses Jahr zu einem neuen Smartphone greift – oder lieber doch noch ein Jahr wartet. In Deutschland werden Handys und Smartphones im Durchschnitt nach bereits 1,5 Jahren gegen ein neues Modell ausgetauscht, trotz erheblicher Konsequenzen für die Umwelt (Quelle). Denn für die Produktion benötigt es viele wertvolle Ressourcen, aber auch die Entsorgung von Altgeräten ist eine Belastung für die Natur. Technologisch gesehen gibt es schon seit einigen Jahren keine wirklichen Quantensprünge mehr. Gekauft wird trotzdem.

Konkurrenz in einem hart umkämpften Markt

Der Markt ist Milliarden schwer. Von Discount-Smartphones bis zu Luxus-High-End-Modellen – jede denkbare Nische ist bereits besetzt und jede vermeintliche Zielgruppe erschlossen. Es wird um jeden Kunden gekämpft. Viele Hersteller setzen auf die Strategie, durch schnelle Produktionszyklen und diversifizierte Produktlinien den Kunden stetig neue Kaufanreize und Gründe zu bieten, sich doch für ein neues Smartphone zu entscheiden. Dass die Nutzungsdauer von den Geräten dann nicht sonderlich lang ist, mag nicht mehr verwundern. Einige Experten gehen sogar so weit, dass sie Herstellern unterstellen, dass die Produkte eine gewollte Kurzlebigkeit aufweisen und die exakte Lebensdauer genauestens geplant und kalkuliert ist (Quelle). Zudem ist es oftmals sehr aufwendig und vor allem kostspielig Smartphones reparieren zu lassen bzw. einfach nur den Akku auszutauschen. Nochmal in sein altes Smartphone zu investieren erscheint oftmals nicht lohnenswert, für ein paar Euro mehr bekommt man schließlich ein neueres Modell. Mobilfunkanbieter verstärken dieses Kaufverhalten: Alle zwei Jahre zur Vertragsverlängerung gibt es ein neues Smartphone, denn damit verdienen auch sie gutes Geld.

Die Zeche zahlt die Umwelt

Wie so oft, ist es einmal mehr die Umwelt, die darunter leidet: Seitdem Steve Jobs das erste iPhone im Jahr 2007 eingeführt hat, wurden inzwischen mehr als 7 Milliarden Smartphones produziert. Diese gigantische Menge an Smartphone will erst einmal hergestellt werden. Doch gerade die Produktion kann alles andere als nachhaltig beschrieben werden – das genaue Gegenteil ist der Fall: Für die Herstellung werden seltene Erden und Edelmetalle benötigt. Diese Stoffe sind nur in begrenzter Menge auf unserem Planeten verfügbar. Schon die Erschließung dieser Rohstoffe fügt der Natur großen Schaden zu. Die Gewinnung erfolgt zumeist im Tagebau, sodass für den Abbau ganze Landstriche umgegraben werden müssen. Zudem werden zur Förderung und Anreicherung der Rohstoffe gesundheitsschädliche Chemikalien eingesetzt. Ein sehr hoher Energieaufwand ist ebenfalls mit der Produktion verbunden.

Diese Zahl von über 7 Milliarden hergestellten Smartphone beinhaltet aber auch eine gigantische Menge Elektroschrott. Recycling findet bis heute kaum statt – schließlich ist es billiger, Altgeräte zu verschrotten als aufwendig zu recyceln. Auch der Verkauf alter Geräte erscheint nicht reizvoll, da er mit Aufwand verbunden ist und Verbraucher neue Smartphones älterer Generationen sehr preiswert bekommen. So kommt es, dass ausgediente Smartphones meist in den Schubladen ihrer Besitzer verstauben. Mittlerweile lagern in deutschen Haushalten mehr als 100 Millionen Geräte – und damit auch 765 Tonnen Kupfer (Quelle). Immer mehr Rohstoffe werden dem Kreislauf entzogen, folglich müssen diese wieder in frischer Form gefördert werden, um der Smartphone-Nachfrage nachkommen zu können. Es findet jedoch langsam ein Umdenken statt – bei Herstellern wie auch bei Kunden.

Von Wegwerfgesellschaft zur Werterhaltung

Eine längere Nutzung des eigenen Mobiltelefons könnte helfen dieser Entwicklung entgegenzuwirken um so nicht nur den eigenen Geldbeutel, sondern auch die Umwelt zu schonen. Wenn man mit den Funktionen seines Mobiltelefons zufrieden ist spricht ja grundsätzlich nichts gegen eine längere Nutzung auch wenn es bereits neuere Geräte auf dem Markt gibt. Dieses nachhaltigere Denken setzt ein qualitativ hochwertiges Produkt voraus welches auch einfach zu reparieren ist. Mit seinen Mobiltelefonen und durch seine Produktionsstätte für Smartphones in Bocholt spricht Gigaset diese Entwicklung direkt an. Im Besonderen bringt das nämlich entscheidende Vorteile für die Nutzer in den Bereichen Service und Reparaturen der Handys. Durch den Standort in Deutschland, an dem neben der Produktion des Gigaset GS185 auch Reparaturen vorgenommen werden, ist es möglich besonders kurze Reparaturzeiten umzusetzen. So können 80% der retournierten Smartphones noch am selben Tag des Eingangs repariert werden und direkt wieder an den Kunden zurückgeschickt werden. Die Zeit, die der Nutzer ohne sein Smartphone auskommen muss wird also auf ein Minimum reduziert. Außerdem fallen lange und komplizierte Transportwege weg, was die Reparatur zudem kostengünstig macht. Bei einigen Smartphone Modellen kann man sogar selbst bequem den Akku austauschen und dafür bei Gigaset einen neuen Original Akku bestellen. So unterstützt Gigaset seine Kunden und hilft ihnen dabei nachhaltig mit Ihrem Smartphone umzugehen.

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