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Bildquelle: https://www.tvtoday.de/entertainment/kino/der-hund-der-herr-bozzi-hiess_1329889.html

„Der Hund, der Herr Bozzi hieß“ oder „Alexa, ich gehe…“

3. Dezember 2018 Veröffentlicht von Raphael Doerr

Die Geschichte ist schnell erzählt: Herr Bozzi ist ein hartherziger Mensch, zudem Hausbesitzer und lebt in Brooklyn. Er mag keine Mieter und keine Bettler. Und immer wenn diese an seiner Tür läuten, macht er einen auf „Wachhund“. Er bellt laut und wütend, um sie zu verjagen. Die Strafe für sein gemeines Verhalten kommt in Form einer Märchenverkäuferin, sie verwünscht ihn. Bozzi wird ein großer, hässlicher Hund, vor dem alle Angst haben. Und als Hund erfährt er, hungernd und frierend, dass das Leben kein Zuckerschlecken ist. Zurückverwandeln kann er sich erst wieder, wenn ihn jemand liebt. Die Moral von der Geschichte, ein kleiner Junge liebt den „Hund Bozzi“ so wie er ist. Sie werden Freunde und sie helfen sich gegenseitig. Am Ende des Films ist Bozzi wieder Mensch.

Der Film kam 1958 ins deutsche Kino. Damals gab es kein Internet, kein Smart Home und natürlich auch keine smarte Sprachassistentin mit dem Namen Alexa. Würde der Film heute spielen, hätte Bozzi es sehr viel leichter. Er müsste nicht wie ein Hund hinter der Tür bellen, um Mieter oder Bettler zu vertreiben. Er würde einfach zu Alexa den Befehl geben: „Alexa, mach den Wachhund“ und das wäre es.

Den Rest würde Alexa erledigen – selbstständig. Dank neuer Updates und dem „Alexa Guard“-Feature kann der Amazon VPA das. Das Szenario könnte möglicherweise so aussehen. Beim ersten Klingeln schwaches Knurren, das langsam aber deutlich hörbar, lauter wird. Beim wiederholten Klingeln, markerschütterndes, tiefes Grollen – Marke Rottweiler oder Bulldogge. Und wenn es dann nochmal Klingeln sollte, das volle Programm aus allen verbundenen Amazon Echo-Lautsprechern und vernetzten Devices: Bellen und Knurren. Dazu das Geräusch von umfallenden Stühlen, zu Bruch gehenden Vasen, lautem Jaulen und Hundegetrampel auf Parkettboden. Je nach Wunschszenario erhöht sich automatisch der Pegel bis max.120 db. Ein wahres Inferno würde so hinter der Eingangstür ablaufen. Und Bozzi würde auf seinem Smartphone die Message bekommen: „Alles ok, keine Fremden mehr vor der Tür, Hunde im Stand-By-Modus. Alles safe.“ Zwar würde Bozzi dann auch keine Läuterung durch seine Mensch-Hund-Mensch-Metamorphose erfahren, aber das wäre vermutlich ok für ihn.

Zugegeben. Wir haben mit dem Beispiel etwas übertrieben. Alexa kann noch keinen echten Wachhund-Modus, das mag kommen, wann ist aber noch nicht sicher. Was aber Amazon Alexa schon recht bald kann ist der „Guard-Modus“. Amazon hat nämlich angekündigt, dass seine Echo-Lautsprecher nun in der Lage sein werden, den Wachhund im Haus zu spielen. Wenn der Bewohner nicht da ist, kann Alexa die Lautsprecher spitzen und sich nach jedem verdächtigen Geräusch umhören.

„Alexa, ich gehe…“

Wird dieser Befehl gesprochen, aktiviert Alexa automatisch den „Guard-Modus“ in allen Echo-Geräten, Smart Lights oder anderen Smart Devices von Partnersystemen. Möglich macht das eine neue Funktion namens „Alexa Guard“, die sich laut Amazon mit dem Sprachbefehl „Alexa, ich gehe“ (englisch: „Alexa, I’m leaving“) aktivieren lässt. Ist das Sprachkommando erteilt, protokolliert Alexa alle ungewöhnlichen Geräusche und versendet automatisch Hinweise an den Anwender, wenn verdächtige Geräusche wahrgenommen werden.

Mit „Alexa Guard“ wird das gesamte Amazon-Echo-Ökosystem zur Alarmanlage. Angebundene Echo-Lautsprecher werden dann zu Sicherheitsbeauftragten und lauschen dabei auf Glasbruch-Geräusche oder der Alarmsirene des Feuermelders. Bei verdächtigen Geräuschen wird der Besitzer automatisch per App informiert. Zudem schaltet Alexa dann auch die Beleuchtung im Haus (entsprechende Komponenten vorausgesetzt) intuitiv ein und aus, um Eindringlinge abzuschrecken. „Alexa Guard“ soll kein professionelles Sicherheitssystem ersetzen, sondern Geräusche oder Warnmeldungen aus unterschiedlichen Devices so miteinander verknüpfen, damit Alexa besser lernen und verstehen, ob die Sicherheit des Hauses gefährdet ist. Und da wir es hier ja mit einem Smart Home Produkt zu tun haben, verbindet sie sich auch mit kompatiblen Alarmsystemen.

„Alexa, sag Gigaset ich gehe jetzt“

Die Einführung der „Alexa Guard“ ist ein komfortables Feature. Da sich die Funktion jedoch rein auf akustische Überwachung stützt, sind die Einsatzmöglichkeiten begrenzt. Deutlich weitreichender sind die Vorteile in Punkto Sicherheit, wenn sich Alexa mit einer kompatiblen Sicherheitslösung wie dem Gigaset Smart Home Alarmsystem verbindet.

Auch hiermit lässt sich Alexa steuern. „Nichts ist so einfach und gleichzeitig eindeutig wie Sprachbefehle“, erläutert Dirk Kelbch, Head of Smart Solutions bei Gigaset. „Deshalb ist die Verbindung des Gigaset elements Alarmsystems mit Amazon Alexa ein großer Vorteil für den Kunden. Aus dieser Synergie und der Möglichkeit das Alarmsystem nun über seine Stimme zu steuern, entsteht ein neuer Komfortfaktor.“

Oftmals ist die Kombination von unterschiedlichen Systemen sicherer und zielführender, als die stoische Verwendung nur einer einzigen Lösung…

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