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Senioren im Verbraucheralltag: Baby Boomer beraten die „Generation Silent“

22. Oktober 2021 Veröffentlicht von Jana Greyling

Senioren kaufen Haushaltsgeräte, Medikamente, Büroutensilien, Hobby-Zubehör und sogar Lebensmittel online und geben für jede Bestellung im Schnitt mehr aus als jüngere Verbraucher. Doch treffen sie dabei alle Entscheidungen selbstständig oder lassen sie sich beraten? Und wenn ja von wem? Die aktuelle Ausgabe des “Trendmonitor Deutschland” des Marktforschungsinstituts Nordlight Research zum Schwerpunktthema “Junge und Alte Senioren: Wie erwachsene Kinder ihre alternden Eltern im Verbraucheralltag und bei Konsumentscheidungen unterstützen und beeinflussen”, zeigt: Zwei von drei Senioren werden von ihren Kindern bei der Bewältigung ihres Verbraucheralltags aktiv beraten und begleitet. Doch die Kinder sind selbst bereits Senioren  im Alter zwischen 65 und 74 Jahren. In der Untersuchung werden sie daher als „Junge Senioren“ bezeichnet.

Wer berät die jungen Senioren?

Junge Senioren beraten also alte Senioren, und das vor allem bei komplexen Themen, wie z.B. bei Telekommunikationsverträgen, beim Smartphonekauf oder bei Kaufentscheidungen, die elektronische Geräte betreffen, wie Laptops, Tablets oder Computer. Ob sich die Gruppe der jungen Senioren selbst von ihren Kindern oder Enkelkindern beraten lässt, geht aus der Untersuchung nicht hervor. Man kann aber davon ausgehen, wenn man die Berichte in den Medien liest. „Viele ältere Menschen weigern sich vehement gegen digitale Produkte. Warum? Sie wollen sich mit der Materie nicht auseinandersetzen. Dass Smartphones für Senioren aber klare Vorteile haben, solltest du deinen (Groß-)Eltern oder liebsten Senior:innen klarmachen,“ schreibt etwa futurezone.de in einem aktuellen Beitrag über „Smartphones für Senioren“.

Nun sollte man wissen, dass die Generation der jungen Senioren, im Englischen heißen sie „Baby Boomer“, gerade in technologischen Fragen teilweise recht fit und gut informiert sind. „Boomer sind viel online. Baby Boomer verbringen 27 Stunden pro Woche online, das sind zwei Stunden mehr pro Woche als die zwischen 16 und 34 jährigen. Sie wollen in Verbindung bleiben und sind praktisch. Die Mehrheit der Boomer verwendet Smartphones, und sie werden sicherlich Tablets verwenden. Während sie mobil sind, ist die Desktop-Erfahrung auch wichtig und kann für Boomer nicht ignoriert werden. Auf Social Media nutzen Boomer Facebook weit mehr als jede andere Social-Media-Plattform – um mit Freunden und Familie in Kontakt zu bleiben, ihre Meinungen zu verbreiten und um Empfehlungen oder Ratschläge zu bitten […]. Als Verbraucher nutzen Boomer Technologie, um Kaufentscheidungen zu treffen, neigen jedoch dazu, mehr Preisvergleiche durchzuführen, als Bewertungen zu lesen. Boomer kaufen genauso häufig online ein wie Millennials und geben sogar mehr aus, da sie dazu neigen, zu einem höheren Preis einzukaufen.“ Liest man das, so ist es schwer nachzuvollziehen, dass oftmals die Informationsvermittlungen, gerade was technische Themen betrifft, diese Erkenntnisse nicht berücksichtigen.

„Für Ältere sind Smartphones oft Bücher mit sieben Siegeln. Sie wissen nicht, welche Geräte sich für sie eignen und kommen mit zu viel Schnickschnack nicht gut klar. Deshalb brauchen sie geeignete Geräte. Wir zeigen euch die besten Senioren-Smartphones für Oma und Opa,“ heißt es im Netz bei curved.de. Die Tipps, Kaufempfehlungen und Fragen zu den digitalen Geräten, die für Oma und Opa in Frage kommen, richten sich nicht an die alten Senioren, sondern an die Kinder oder Enkelkinder. „Unser Leben wird immer mobiler und Smartphones helfen uns, mit unserer Umwelt, unserer Familie und unseren Freunden in Kontakt zu bleiben […] Vielleicht haben deine Großeltern schon selbst über den Kauf eines Handys nachgedacht, aber zögern nun, weil ihnen das Thema nicht so vertraut ist wie dir. Oder sie wissen nicht, welches Gerät zu ihnen passen könnte. Du kannst sie bei der Suche nach dem passenden Senioren Smartphone unterstützen. Dazu solltest du mit deinen Eltern oder Großeltern besprechen, welche Features bei einem Gerät für sie wichtig sind und natürlich auch darüber, ob es Besonderheiten für sie gibt,“ heißt es bei o2online. In diesem Kontext macht es durchaus Sinn zu wissen, dass das „Du“ manchmal selbst bereits ein junger Senior ist, wie das Marktforschungsinstitut herausgefunden hat. Und der hat selbst wieder ein „Du“, das ihn berät.

Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen, dass zwei Drittel (66%) der erwachsenen Kinder in Deutschland ihre alternden Eltern im Verbraucheralltag unterstützen. Beispielsweise bei Vertragsangelegenheiten oder bei geplanten Neuanschaffungen. Unmittelbar beeinflusst werden davon auch die Kaufentscheidungen der Elterngeneration. Besonders angewiesen auf die Alltagshilfen ihrer Kinder ist die wachsende Zahl älterer, alleinlebender und pflegebedürftiger Seniorinnen und Senioren. Über 500 Bundesbürger – mit zumindest noch einem lebenden Elternteil aus den Altersgruppen “Junge Senioren” (65 bis 74 Jahre) und “Alte Senioren” (75plus) – wurden ausführlich zur Lebenslage ihrer Eltern und zu deren Unterstützung und Begleitung im Verbraucheralltag befragt.

Zu den Alltagsbereichen, in denen erwachsene Kinder ihre “senioren” Eltern am stärksten beraten und aktiv unterstützen, zählen demnach neben allgemeinen und erkrankungsbezogenen Hilfen insbesondere: Telekommunikationsverträge (45%), Versicherungsangelegenheiten (35%), Banking (32%), Instandhaltung von Wohnung / Haus (32%), Geldanlagen & Vermögensverwaltung (31%), Energieversorgung (31%), Krankenkassenangelegenheiten (30%) sowie alltägliche Einkäufe (30%). Die Art der Hilfen reicht dabei von aktiver Beratung (Gespräche) über gelegentliche tatkräftige Unterstützung bis hin zu regelmäßiger Betreuung und Begleitung. Mit steigendendem Alter der Eltern nimmt die durchschnittliche Häufigkeit und Intensität der Unterstützungsleistungen erwartungsgemäß zu. Bei geplanten Neuanschaffungen und Kaufentscheidungen fragen die Senioren ihre erwachsenen Kinder besonders häufig um Rat und Tat in folgenden Konsumbereichen: Smartphone, Tablet, Computer (49%), Unterhaltungselektronik (46%), Elektrogroßgeräte (35%), Versicherungsabschlüsse (30%), Abschluss von Energieverträgen (30%), Autokauf (25%) sowie bei Geldanlagen zur Eigenvorsorge oder zur Vorsorge der Angehörigen (jeweils 25%).

Das generelle Konsum- und Kaufverhalten ihrer ´senioren` Eltern wird von den erwachsenen Kindern überwiegend als überlegt (44%) und sparsam (46%) beurteilt. Weit seltener als ausgabefreudig (9%) oder spontan (8%). In puncto Markenbewusstsein der älteren Generation zeigt sich: 18 Prozent der Seniorinnen und Senioren werden von ihren Kindern in stärkerem Maße als markenbewusst beschrieben; 25 Prozent als teilweise markenbewusst. Das Thema “Nachhaltigkeit & Klimaschutz” spielt im Alltagshandeln der Eltern aus Sicht ihrer Kinder in jedem zweiten Fall (54%) zumindest teilweise eine wichtige Rolle; zu etwa einem Viertel (23%) auch in stärkerem Maße. Einem Drittel der Senioren (34%) ist das Thema nach Einschätzung ihrer Kinder hingegen nur weniger oder gar nicht wichtig (Junge Senioren: 28%; Alte Senioren: 39%).

Die generelle Kompetenz ihrer ´senioren` Eltern im Umgang mit digitalen Medien wird überwiegend als eingeschränkt oder als wenig kompetent eingeschätzt. Lediglich 27 Prozent beurteilen das digitale Medienverhalten ihrer ´senioren` Eltern als (eher) kompetent (Junge Senioren: 37%; Alte Senioren: 17%).

Damit den jungen Senioren die Beratung ihrer Eltern im Alltag was z.B. die Bereiche Telefonie, Smart Home oder Smartphone betreffen leicht fällt, bemüht sich Gigaset in allen Bereich immer um beste Qualität und  besten Service. So gibt es auf ausgewählte Smartphones jetzt automatisch das attraktive Gigaset Serviceversprechen. Kunden genießen damit neben der generellen 24 Monate Herstellergarantie sorglos und einfach gute Qualität: 24 Monate Herstellergarantie, 3 Monate kostenfreie Absicherung gegen Bruch- und Feuchtigkeitsschäden, 3 Monate Zufriedenheitsversprechen.

Mehr als 550 Mitarbeiter entwickeln, designen und produzieren innovative Telefone, Smart Home Systeme und seit 2018 auch Smartphones. Damit ist Gigaset das einzige europäische Unternehmen, das solche Kommunikationsprodukte in Deutschland herstellt. Für diese Beständigkeit erhielt Gigaset 2019 die Sonderauszeichnung „Deutsche Traditionsmarke“. Gigaset reiht sich damit ein in das Who’s who der deutschen Wirtschaft, die Firma übernimmt Verantwortung für Kunden, Partner und Mitarbeiter. Auch dieser Erfolg ist „Made in Germany“.

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