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Charles Fränkl

Gigaset CEO Charles Fränkl sagt "Schluss mit dem Katzenjammer" – Ein Bericht von der DECT & CAT-iq World Conference

6. Februar 2013 Veröffentlicht von Sina Lenz

In der vergangenen Woche war ich auf dem jährlichen Zusammentreffen unserer Industrie, der DECT & CAT-iq World Conference in Barcelona. Es wurde heiß über die Zukunftsthemen DECT ULE und Home Automation diskutiert. Doch die allgemeine Stimmung wurde von den Kopfschmerzen dominiert, die der Markteinbruch des vergangenen Jahres hinterlassen hat. Ich habe viele hängende Köpfe gesehen. Mir war das zu viel Niedergeschlagenheit.

Charles Fränkl, CEO der Gigaset AG

Charles Fränkl, CEO der Gigaset AG

Der radikale Marktrückgang des vergangenen Jahres mag viele Gründe gehabt haben: Die Staatsschulden- und Wirtschaftskrise in Europa, den daraus resultierenden schlechten Kurs des Euro zum Dollar und das rückläufige Konsumklima. Auch wir bei Gigaset haben darunter gelitten. Doch unsere Industrie selbst hat auch viele eigene Fehler gemacht. Wir können nicht allein äußere Einflüsse verantwortlich machen. Wer das nicht erkennt, begeht bereits den nächsten Fehler. Unsere Industrie muss erkennen, dass sie in ihren fetten Jahren vergessen hat, die Kunden mit herausragenden Produkten zu begeistern. Im Vergleich zu den Smartphoneherstellern hat unser Sektor an Innovationskraft eingebüßt. Hier müssen wir DECT-Produzenten schlicht besser werden. Was Gigaset angeht: Ich weiß, dass wir das schaffen können!

Schließlich gibt es hervorragende Perspektiven: Der Erfolg des Gigaset Touch-Screen Telefons SL910 zeigt es uns. Das SL 910 hat nicht nur zahlreiche Preise gewonnen, sondern sich zu einem Verkaufsschlager in ganz Europa entwickelt. Und dies nicht obwohl, sondern gerade weil es ein hochpreisiges Premiumprodukt ist. Die gute Nachricht ist also: die Kunden interessieren sich weiterhin für Schnurlostelefone. Entscheidend ist aber: Sie müssen den veränderten Erwartungen an Bedienkomfort, Design und Qualität entsprechen. Daher entwickeln wir derzeit dieses und andere Geräte weiter und planen, diese künftig mit dem Android Betriebssystem auszustatten. Dies soll nicht nur schnellere und kostengünstigere Entwicklungszyklen ermöglichen. Android soll auch die Bedienung an den Standard anpassen, den die Kunden inzwischen von Smartphones gewöhnt sind.

Doch das ist noch nicht alles. Mit der einfach zu installierenden, leistungsstarken DECT-Technologie, die dank ULE lange Batterielaufzeiten sicher stellt, bieten sich enorme Möglichkeiten, den Megatrend „intelligentes Zuhause“ für den Massenmarkt zu öffnen. Lisa Arrowsmith, Associate Director bei der Analysefirma IHS, prognostizierte auf der Konferenz, dass die Anzahl von verkauften Smart Home Nodes von 18,4 Millionen Einheiten in 2012 auf mehr als 90 in Millionen in 2017 anwachsen werde. Insgesamt ging sie davon aus, dass zwischen 2011 und 2017 mehr als 300 Millionen solcher Produkte verkauft sein werden. Auch aus dieser Perspektive macht die von uns angekündigte Umstellung von Teilen des klassischen Portfolios auf Android Sinn. Die starke und hochwertige Marke Gigaset hilft uns dabei, beim Kunden als glaubwürdiger und leistungsstarker Partner aufzutreten.

Mein Fazit zur DECT & CAT-iq World Conference lautet daher: Schluss mit dem Katzenjammer! Es gibt eine Vielzahl von großartigen neuen Möglichkeiten und Wachstumschancen für die DECT-Industrie. Man muss sie nur erkennen und in die Tat umzusetzen. Wir bei Gigaset haben schon damit angefangen!
Meinen eigenen Vortrag auf der DECT & CAT-iq World Conference finden Sie übrigens hier.

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