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Die Cyberfibel – Schritt für Schritt sicher durch den digitalen Alltag

7. Dezember 2020 Veröffentlicht von Jana Greyling

Wer unsicher ist, bewegt sich nicht frei und unbeschwert. Das trifft auf unseren Alltag ebenso zu, wie in der digitalen Welt. Vor allem Senior*innen fühlen sich online unsicher. Die Mehrheit der älteren Menschen in Deutschland ist unsicher im Umgang mit dem Internet und der digitalen Welt, berichtet die Zeit. Das ergab eine repräsentative Befragung des Marktforschungsunternehmens Kantar unter rund 1.000 Menschen im Auftrag der Bertelsmann Stiftung. Laut der Studie Digitale Kompetenzen im Alter sind unter den 60- bis 69-Jährigen nur 41 Prozent sicher oder sehr sicher im Umgang mit dem Internet . Dabei werden Internet und digitale Technologien laut der Studie für immer mehr Alltagsbereiche wichtig. Und die Innovationsgeschwindigkeit nimmt weiter zu. Laut der Studie „Fähigkeiten für die digitale Welt“ des Stifterverbandes für die Deutsche Wirtschaft und des infas Instituts Anfang des Jahres sagen mehr als zwei Drittel der Deutschen, dass sie sich im Umgang mit digitalen Technologien unsicher fühlen.

Wie die Saarbrücker Zeitung berichtet, sind Menschen im mittleren Alter (45- bis 54-Jährige) in Bezug auf digitale Grundfähigkeiten besonders lernbereit. Die Jüngeren sehen hier keinen so großen Bedarf, da sie sich als sicherer einschätzen. Für Personen über 65 Jahre sind fortgeschrittene Digitalkompetenzen eher selten ein Thema. 15 Prozent gaben an, hier lernoffen zu sein. Zwar gibt es zahlreiche Angebote und Initiativen gerade ältere Menschen fit für den Umgang die digitalen Medien zu machen, doch nur wenige nutzen dies. Doch gerade das Wissen, wie man sich sicher und frei im digitalen Alltag bewegt, ist enorm wichtig, damit das Smart Home, das vernetzte Zuhause,  auch im Alter den Alltag erleichtert.

„Die Leute müssen fit sein, wissen, wie die digitale Welt funktioniert und wie sie sich und ihre Daten im Internet schützen können,“ fordert auch die Medienpädagogin Sabine Jörk, Leiterin des “Digital-Kompass vor Ort” einem Projekt das Senioren in Bayern hilft sich mit Internet und mit dem Smartphone zurecht zu finden.

Doch was sollten wir wissen, damit wir uns sicher und angstfrei in der digitalen Welt bewegen und zurechtfinden können? Aufklärung und Information gibt jetzt die Cyberfibel. Jeder kann hier kostenfrei sich das notwendige digitale Rüstzeug aneignen und sein Wissen auf Vordermann bringen.

Cyberfibel 2

Inhaltsverzeichnis: Digitale Kompetenzen – keine Angst vor Risiken in der digitalen Welt

Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat, das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz zur IT-Sicherheit von Verbraucherinnen und Verbrauchern sowie das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und Deutschland sicher im Netz e.V. (DsiN) haben aktuell die Cyberfibel vorgestellt.

Auch wenn sich das umfangreiche Nachschlagewerk primär an Wissensvermittler und Bildungseinrichtungen richtet, ist es auch für ganz normale Nutzer äußerst informativ und aufschlussreich. Das Wichtigste dabei: Alle Informationen sind überprüft und sicher, hier wird niemand auf´s falsche Gleis geführt. Um was es dabei geht, beschreibt Dr. Michael Littger, Geschäftsführer „Deutschland sicher im Netz e.V.“ und Mitherausgeber im Vorwort der Publikation.

„So geht es um soziale Netzwerke, Ihr digitales Zuhause, Einkaufen und Bankgeschäfte im Internet sowie Fragen der vernetzten Mobilität. Die Cyberfibel gibt konkrete Anleitungen, wie Sie das Internet im Alltag sicherer nutzen können – und Ihr Wissen weitergeben: Sie kann damit als Handbuch und Wegbegleiter im Umgang mit Kindern und jungen Menschen ebenso genutzt werden, wie zur Vermittlung von digitalen Kompetenzen für Familien, Senioren sowie im schulischen und ehrenamtlichen Umfeld.“

Die Cyberfibel informiert, klärt auf und liefert auf viele Fragen, die unseren digitalen Alltag betreffen konkrete Erklärungen, Hintergründe, Übungen, Handlungsempfehlungen und weiterführende Links. Durch regelmäßige Erweiterungen werden auch künftige Entwicklungen und veränderte Sicherheitsanforderungen berücksichtigt. Das Gute daran ist, die Cyberfibel gibt es umsonst, als Download oder in einer Printversion.

„Die Cyberfibel ist ein wichtiges Instrument für die digitale Verbraucheraufklärung. Unser Ziel ist es, dass viele Menschen von den Inhalten profitieren, indem sie die darin enthaltenen Informationen für einen sicheren digitalen Umgang in Schule, Beruf und Privatleben nutzen,“ betont auch Verbraucherschutzstaatssekretär Prof. Dr. Christian Kastrop in der Pressemeldung und unterstreicht damit die Zielsetzung der Publikation.

Aufklärungsarbeit zur Cybersicherheit

Die Cyberfibel richtet sich an alle Menschen, die beruflich oder ehrenamtlich in der Verbraucherberatung oder -aufklärung tätig sind und in Vereinen, Stiftungen, Bildungseinrichtungen oder Verbänden dazu beitragen, andere Personen im sicheren Umgang mit der digitalen Welt zu unterstützen. Die Cyberfibel ist die Grundlage für die Wissensvermittlung – und damit auch für die eigene Wissensaneignung im Sinne eines begleitenden Nachschlagewerks.

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Inhaltsverzeichnis: Digitale Lebenswelten

Die Cyberfibel umfasst zwei Bereiche: Im ersten Teil zeigen die digitalen Lebenswelten alltägliche Anwendungsbereiche digitaler Technologien im privaten und beruflichen Alltag. Dabei geht es unter anderem darum, Verhaltensweisen im Internet zu reflektieren und darauf aufbauend Strategien zu entwickeln, wie Internetangebote sicher und sinnvoll individuell genutzt werden können. Im zweiten Teil, den digitalen Kompetenzen, thematisiert die Fibel Risiken in der Onlinewelt und gibt praktische Empfehlungen, wie Sie sich und Ihre Geräte vor möglichen Bedrohungen aus dem Netz schützen können. Alle Lebenswelten und Kompetenzen können dabei nacheinander als auch unabhängig voneinander betrachtet werden, da sie nicht aufeinander aufbauen.

Und natürlich wird auch der Bereich Passwörter abgedeckt und ausführlich besprochen. Die Cyberfibel rät hier zum Thema: Wie merke ich mir ein Passwort?

 

Merksatz: Komplexe Passwörter behalten Sie zum Beispiel durch einen Merksatz im Kopf: Nutzen Sie jeweils den Anfangsbuchstaben der Wörter eines frei gewählten Satzes. Wichtig ist dabei, dass sowohl Groß- als auch Kleinbuchstaben, Zahlen oder Sonderzeichen darin vorkommen. Dann wird zum Beispiel aus dem Satz „Ich kaufe meiner Tante jeden Montag 4 Brötchen!“ die Kombination „IkmTjM4B!“. Alternativ können Sie auch ganze Sätze als Passwort nutzen, indem Sie beispielweise den oben genannten Satz zusammensetzen: „IchkaufemeinerTantejedenMontag4Brötchen!“ Diese Passphrasen sind oftmals besser zu merken.

 

Hier können Sie die beiden Teile herunterladen: Digitale Lebenswelten, Digitale Kompetenzen

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