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Trend-Serie Smart Care: Teil 3 – Senioren und Technik

19. Oktober 2018 Veröffentlicht von Raphael Doerr

In unserer neuen Blogserie informieren wir Sie über wichtige Themen rund um Smart Care, um Sie bei der Wahl der passenden Lösung bestmöglich zu beraten und zu unterstützen. In diesem dritten Beitrag (Teil 1 und Teil 2 hier) beleuchten wir das Thema „Senioren und die Technik“, am Beispiel von modernen Senioren-Assistenzsystemen etwas genauer und zeigen, worauf vor allem Familienangehörige achten sollten und wie Gigaset smart care unterstützend helfen kann.

Komplexe Smart-Home-Anwendungen mit vernetzten Geräten scheinen ältere Menschen auf den ersten Blick oftmals zu überfordern, berichtet die Wirtschaftswoche1. Komplexe Sensorsysteme für Haus und Wohnung, die durch Bewegungsmelder automatisch das Licht an- beziehungsweise ausstellen, daran erinnern, wenn der Kühlschrank zu lange offen bleibt oder die Heizung automatisch abstellen, sobald man das Haus verlässt, sind schon für manch jüngeren Nutzer zu viel und überfordern ältere Kunden sehr schnell.

Dies betrifft auch die sogenannte Mobilitäts-Überwachung. Dabei werden Sensoren in der Wohnung angebracht, die jeden Schritt im Haus genau aufzeichnen. Somit können Bewegungsprofile erstellt werden. Weichen diese vom gewohnten Verhalten ab, kann ein Notruf abgesendet werden. Die Technologie wird von der Zielgruppe meist nicht verstanden. „Ältere Menschen stehen der neuen Technologie dann skeptisch gegenüber, vor allem wenn es um die Überwachung ihrer Person geht“, betont Volckmar Runte von der Deutschen Gesellschaft für Gerontotechnik2. Und nennt auch den Grund hierfür, die ältere Generation bekommt so sehr schnell den Eindruck man wolle sie ihrer Selbständigkeit durch Kontrolle von außen berauben, so seine Argumentation.

Assistenz-Systeme können auch begeistern

Ganz andere Erfahrungen haben die Forscher der Hochschule Kempten gemacht. In einer Modellwohnung der Kemptener Seniorenwohnanlage haben sie unterschiedliche technische Assistenzsysteme für Senioren eingebaut, um sie auf ihre Praxistauglichkeit zu testen. Darunter eine Küche mit höhenverstellbaren und selbstöffnenden Schrankelementen, ein Bad mit Dusch-WC, das die Vitalwerte der Bewohner misst oder ein Fußboden mit Sturzsensor.

Die Welt beschreibt, wie die Technik der Zukunft in diesem Versuchsaufbau aussieht: „Die Toilette misst den Blutzucker, der Fußboden beleuchtet den Weg zum Bad. In einem einzigartigen Projekt entwickeln Studenten der Hochschule Kempten technische Systeme, die älteren Menschen den Alltag erleichtern. Die Oberschränke in der Küche lassen sich herunterfahren und der Schlafzimmerschrank hat eine Art Paternosterfunktion, die die Kleider rotieren lässt.“3 Wer jetzt meint, das alles würde Senioren überfordern, irrt. Die smarte Hilfe kommt an. „Senioren, die bereits hier waren, sind begeistert.“4

Technik einfach sicher und unterstützend

Grundsätzlich ist die ältere Generation in Wirklichkeit meist offen für technische Neuerungen, wenn man diese in angemessener Form mit Ihnen bespricht und den Nutzen für sie herausstellt. Das lässt sich auch an der wachsenden Anzahl der Internet- und Smartphone-Nutzer im höheren Alter messen. Tatsächlich ist laut IT-Verband BITKOM der Anteil der Smartphone-Besitzer in der Altersklasse der 50- bis 64-Jährigen im vergangenen Jahr von 26 auf 39 Prozent gestiegen, Tendenz weiter steigend.5

„Die Gesellschaft wird nicht nur immer älter, sondern auch immer individueller und bunter. Die Menschen wollen immer mehr ihren eigenen Lebensentwürfen nachkommen und diese auch leben. Dazu kann Technik eine Unterstützung bieten. Vor allem wenn man alleine ist, ist das alles ganz wichtig,“6 formuliert es Bernhard Schneider, Geschäftsführer der Evangelischen Heimstiftung.

Eine solche Unterstützung bietet auch Gigaset smart care. Die Technik ist einfach, die Bedienung komfortabel, die Installation unkompliziert, zumal die Lösung auf dem bewährten und seit Jahren etablierten Smart Home Sicherheitssystem des Unternehmens aufbaut.

Gigaset_Smart_Care_Bett

Quelle: WirtschaftsWoche

Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Smart Home, der Name sagt bereits, worum es bei diesem Ansatz geht: um das zu Hause, die Wohnung oder das eigene Haus. Smart Home Lösungen machen das zu Hause schlauer, sicherer und haben, wie im Falle der Gigaset Smart Home Lösung eine zentrale Funktion, sie überwachen sensible Bereiche in der Wohnung oder im Haus und informieren die Bewohner, die Familie oder Nachbarn, wenn etwas nicht stimmt.

Bei diesem Konzept dreht sich alles um das Thema „Sicherheit“. Bewegungsmelder und intelligente Sensoren sind die Grundpfeiler dieses Sicherheitskonzeptes, sie überwachen Türen und Fenster, kommunizieren miteinander und geben Alarm, meist über ein lautes Signal oder dezent und leise im Hintergrund über das Smartphone, wenn der „normale Zustand“ gestört ist, der Sensor etwas „Ungewöhnliches oder Abweichendes“ registriert. Dazu gehören auch Rauch- oder Wassermelder.

Das erhöht die Sicherheit und gibt dem Smart Home Anwender ein gutes und sicheres Gefühl, selbst wenn er nicht zu Hause ist, der Sensor registriert und beobachtet alles, und schlägt Alarm. Smart Home Lösungen werden in der Regel vom Wohnungseigentümer oder Hausbesitzer selbst gekauft. Er entscheidet, was er benötigt und worauf er Wert legt.

Schlaue Melder und smarte Assistenten

Smart Care Lösungen funktionieren nach einem ähnlichen Prinzip, mit einer Ausnahme: Nicht das „Home“, die Wohnung oder das Haus steht bei diesem Konzept im Mittelpunkt, sondern der Mensch und hier vor allem ältere, allein lebende Menschen. Das unterscheidet den Aufgabenbereichen des Assistenzsystems, nicht seine Funktionsweise.

Bei Gigaset smart care beobachten, registrieren und überwachen ebenfalls Bewegungsmelder und Sensoren, die Bewegungsabläufe oder Verhaltensmuster von Senioren, wenn sie alleine in der Wohnung leben. Das passiert nicht über Kameras, sondern mit Hilfe der Melder und Sensoren, sie sind die „intelligenten Assistenten“. Sie werden im Schlafzimmer, im Flur oder im Bad angebracht, an Fenstern oder am Kühlschrank. So können sie allen wichtigen und sensiblen Bereiche überwachen. Deswegen bezeichnen wir die Gigaset smart care Lösung als intelligentes Senioren-Assistenzsystem. Auch sie kommunizieren miteinander. Registrieren sie etwas Ungewöhnliches, oder wird „normale Bewegungs- oder Tagesablauf“ unterbrochen, so informieren die smarten „Melder“ die Familie, Angehörige oder Nachbarn automatisch. Das passiert über das Smartphone und mit Hilfe einer entsprechenden App, der smart care App.

Ist für alles in Ordnung, kommt der Hinweis – alles im grünen Bereich. Ist der sonst geregelte Tagesablauf unterbrochen, wenn z.B. die Fenster, die sonst der der Senior regelmäßig aufmacht, um frische Luft hereinzulassen, über einen längeren Zeitraum nicht geöffnet werden oder der Kühlschrank zu bleibt, obwohl Mittagessen ist oder das Abendbrot ansteht, bekommt das Familienmitglied den Hinweis, dass eine Unregelmäßigkeit, im sonst normalen Tagesablauf vorliegt. So weiß der Familienangehörige sofort Bescheid und kann anrufen und nachfragen, ob denn alles in Ordnung ist. Geht der Senior aber nicht an das Telefon oder der Bewegungsmelder an der Tür hat registriert, dass sie z.B. offen ist, kann der Angehörige dem Nachbarn telefonisch Bescheid geben, ob er mal nachschauen kann oder er fährt vorbei und sieht selbst nach.

Die Gigaset smart care App 

Der Senior, bei dem die smart care Lösung in der Wohnung installiert ist, bekommt von der Kommunikation zwischen dem intelligenten Assistenzsystem und den Angehörigen selbst nichts mit, wird in seinem normalen Tagesablauf nicht gestört. Den Familienangehörigen, die sich um den älteren Menschen kümmern und wissen wollen, ob alles „wie immer“ und damit „ok“ ist, gibt die smart care Lösung Gewissheit und Sicherheit, auch wenn sie nicht selbst in der Wohnung sind.

Gigaset_Smart_Care_App_Screens

Senioren-Assistenzsysteme werden in der Regel von Angehörigen gekauft

Senioren-Assistenzsystemen sind somit auch immer Beobachtungssysteme. Diese arbeiten meist nach dem gleichen Prinzip. „Beobachtungssysteme sollen dem Familienangehörigen (Betreuer) in der Distanz Aufschluss über die Aktivitäten einer Person geben oder ihn alarmieren, wenn ungewöhnliche Bewegungsmuster auftreten. Solche Systeme dienen daher als Unterstützung in der Betreuung von Menschen, die zwar noch selbstständig alleine leben, aber dennoch ein gewisses Risiko besteht.

Manche Beobachtungssysteme dienen dazu, einen Einblick zu gewinnen, wann und wo sich eine Person im Laufe des Tages aufhält oder welche Geräte des Hauses sie bedient. Sie übermitteln die erfasste Aktivität zum Beispiel an ein internetbasiertes Portal. Dort werden die Räume der Wohnung aufgelistet und durch die Uhrzeiten ergänzt, zu denen die Person sich dort aufgehalten hat. Diese Daten können gesammelt und ausgewertet werden, so dass Veränderungen über einen längeren Zeitraum besser sichtbar werden.

Zum Beispiel kann das Familienmitglied (Betreuer) sehen, dass die Person plötzlich länger schläft oder sich insgesamt weniger innerhalb der Wohnung bewegt. Andere Beobachtungssysteme dienen nicht der Anzeige, sondern sie alarmieren, wenn ein vorab eingestelltes Aktivitätsprofil nicht eingehalten wird. Registriert etwa ein Bewegungsmelder im Badezimmer morgens bis zu einem bestimmten Zeitpunkt keine Bewegung, dann wird eine entsprechende Warnung an den Angehörigen oder einen Betreuer eines ambulanten Pflegedienstes verschickt.7

Senioren-Assistenzsysteme unterstützen Senioren und Familienangehörige weil sie dort eingesetzt werden können, wo Schwächen, wie eingeschränkte Mobilität, schlechte Sicht, schlechte Erreichbarkeit oder Vergesslichkeit bestehen.

Die Funktionsweise im Überblick

Gigaset smart care passt im Zuhause allein lebender Familienangehöriger darauf auf, ob es zu Unregelmäßigkeiten im Tagesablauf kommt und informiert zuverlässig über die smart care App oder im Alarmfall per Telefonanruf. Verschiedene Sensoren an Fenstern, Türen und in Räumen der Senioren-Wohnung merken, ob jemand zuhause ist, ob Türen geöffnet und geschlossen oder Fenster gekippt werden.

Auch Ruhepausen wie der kleine Mittagsschlaf oder die morgendliche Aufstehzeit können erfasst werden. Es erkennt, wenn sich Personen anders als gewohnt verhalten – ganz gleich ob sich der Schlafrhythmus ändert, Mahlzeiten ausgelassen werden oder das Bad seltener als sonst aufgesucht wird. Durch die Auswertung der komplexen Sensordaten kann Gigaset smart care auch daran erinnern, zu lüften, zu essen oder zu trinken.

Senioren sind ganz für sich in ihrer vertrauten Umgebung, fühlen sich aber nicht alleine gelassen. Und Angehörige oder Betreuer wissen jederzeit, ob alles in Ordnung ist oder etwas nicht stimmt. So können sie umgehend eine Entscheidung treffen, was zu tun ist. Mit der Gigaset smart care App für Smartphones werden alle täglichen Gewohnheiten individuell konfiguriert.

Gigaset_Smart_Care_Kühlschrank

Wird regelmäßig gegessen? Auch das kann Gigaset smart care beaufsichtigen.

In der übersichtlichen Anwendung lässt sich auch festlegen, wer bei Abweichungen von den festgelegten Routinen benachrichtigt wird – beispielsweise wenn das Haus zu einer ungewöhnlichen Zeit verlassen wird. Das gibt Angehörigen die Sicherheit, dass es den allein lebenden Familienmitgliedern gut geht. Aber auch Pflegedienste können eingebunden werden und so noch individueller betreuen. Mit smart care haben Senioren jederzeit die Gewissheit, dass schnell und direkt eine Vertrauensperson benachrichtigt wird, falls es nötig ist.

Die Technik – einfach und sicher

Das Paket Gigaset smart care besteht aus fünf Universalsensoren für Fenster und Türen, zwei Bewegungsmeldern und einem Funktaster, der als Alarmknopf dient. Die Komponenten kommunizieren schnurlos mit der Basisstation. Die Gigaset-Cloud wertet die Daten aus, stellt sie in einen Kontext und gleicht sie mit zuvor eingestellten Parametern ab.

Gibt es Abweichungen – zum Beispiel wenn das Haus zu einer ungewöhnlichen Zeit verlassen wird – informiert die Gigaset smart care App umgehend per Push-Nachricht. Gigaset smart care kommt ohne jegliche Kabel aus – die Universalsensoren sind batteriebetrieben und werden einfach auf Fenster und Türen aufgeklebt. Sensoren, Bewegungsmelder und Alarmknopf kommunizieren schnurlos mit der Basisstation, die sich über die Gigaset Cloud ständig mit der smart care App austauscht. Nutzer der App erhalten bei Unregelmäßigkeiten eine Push-Nachricht – unabhängig von ihrem Aufenthaltsort.

Das Paket Gigaset smart care plus beinhaltet zusätzlich ein seniorengerechtes DECT-Telefon – das stellt im Notfall eine Verbindung mit einer von bis zu vier hinterlegten Telefonnummern her und schaltet bei Annahme des Anrufs automatisch auf Freisprechen/Freihören. Auf diese Weise kann die hilfsbedürftige Person auch zum Beispiel nach einem Sturz kommunizieren. Gigaset smart care steht auf der technischen Basis des bewährten Gigaset Smart Home Systems. Alle Bestandteile werden unter strengen Qualitätskontrollen in Deutschland hergestellt und sind besonders einfach zu installieren. Datensicherheit steht an erster Stelle: Das Cloud Hosting erfolgt ausschließlich auf deutschen Servern.

Das Gütesiegel des Deutschen Seniorenlotsen

Gigaset_Smart_Care_DSL_ZertifikatIn den Bereichen Gesundheit und Pflege gibt es so viele Produkte, Angebote und Dienstleistungen, dass es manchmal nicht leicht ist, sich zurechtzufinden. Wie gut sind die Produkte wirklich? Kann ich der Dienstleistung vertrauen? Um Sie bei der Suche nach geeigneten altersgerechten Angeboten zu unterstützen, wurde ein spezieller Internet-Wegweiser ins Leben gerufen: das Gütesiegel des Deutschen Seniorenlotsen.

Das Gütesiegel des Deutschen Seniorenlotsen ist eine Verbraucherempfehlung. Es hilft bei der Orientierung und Auswahl seniorengerechter Produkte, Lösungen oder Dienstleistungen im Internet – und zeigt Ihnen auf einen Blick, dass das jeweilige Unternehmen hohe Qualitätsanforderungen erfüllt.Um das Gütesiegel zu erhalten, muss ein Unternehmen zuerst zertifiziert werden. Denn ausgezeichnet werden ausschließlich Unternehmen, die Produkte oder Dienstleistungen mit einem deutlichen Mehrwert für den Verbraucher anbieten.

Die Gigaset smart care Lösung ist mit dem Gütesiegel des Deutschen Seniorenlotsen zertifiziert.

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