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Smarte Lösungen für mehr Sicherheit und Komfort im Smart Home für Senioren

26. Juli 2022 Veröffentlicht von Jana Greyling

Deutschland hat aktuell die zweitälteste Bevölkerung der Welt, demnach sind 21% (das sind ungefähr 17,5 Millionen) über 65 Jahre alt. Rund 6,2 Millionen der über 65-jährigen sind alleinstehend, davon rund 5,8 Millionen alleinlebend, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Aufgrund der alternden Gesellschaft ist die Zahl der Seniorenhaushalte insgesamt deutlich gestiegen.

Ältere Menschen ab 65 Jahren leben in Deutschland überwiegend entweder in einer Partner­schaft oder – dies gilt insbesondere für Hoch­betagte ab 85 Jahren – alleine, d.h. ohne weitere Personen im Haushalt. Andere Formen des Zusammen­lebens, beispiels­weise mit ihren Kindern oder mit anderen Verwandten oder Freunden, kommen dagegen sehr selten vor: 2020 traf dies lediglich auf 4 % der älteren Menschen zu.

Wunsch und Wirklichkeit

Die meisten älteren Menschen wünschen sich ein möglichst langes, unabhängiges und selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden. Und so ist es nicht verwunderlich, wenn die überwiegende Mehrheit der älteren Menschen im eigenen Hausstand bleibt, auch im hohen Alter. Im vergangenen Jahr lebten nur etwa 4 % der über 65-Jährigen in einer Pflegeeinrichtung, einem Altersheim oder einer ähnlichen Gemeinschaftsunterkunft. Auch bei den Hochbetagten der Altersgruppe 85plus lebte weniger als ein Fünftel (18 %) in einer solchen Einrichtung.

Kein Geld, kein Platz

Doch wo Senior:innen im Alter leben, hängt oftmals von ihrem Gesundheitszustand und ihren finanziellen Möglichkeiten ab. Wer sich über Jahre oder Jahrzehnte ein Zuhause eingerichtet hat, plant nicht ausgerechnet im Alter noch einmal umzuziehen. Oftmals haben Senioren noch einen alten Mietvertrag, der läuft dann seit 40 Jahren und ist im Vergleich zu den Kosten für einen Platz in einem Seniorenheime, weitaus günstiger. Laut einer Statistik der Deutschen Rentenversicherung erhielten männliche Rentner 2021 durchschnittlich 1.179 Euro, wenn sie in einem der alten Bundesländer lebten. In den neuen Bundesländern lag die Durchschnittsrente hingegen bei 1.249 Euro im Monat. Mehr als jeder fünfte Mensch über 80 Jahren (22,4 Prozent) in Deutschland ist von Armut betroffen. Das hat die vom Bundesseniorenministerium geförderte Studie “Hohes Alter in Deutschland” (D80+) ergeben. Bei den hochbetagten Frauen liegt der Anteil sogar noch um mehr als neun Prozentpunkte höher als bei den Männern. Die Kosten für Seniorenresidenzen und -einrichtungen können sich nur die wenigsten leisten. Ein weiterer Faktor spielt eine große Rolle bei dem Wunsch der Generation 65 plus selbstbestimmt in den eigen vier Wänden leben zu können: 2040 werden mehr als 20 Prozent der Deutschen 67 Jahre oder älter sein. Den damit einhergehenden Betreuungsbedarf in Pflegeheimen abzudecken ist unmöglich. Daher fördert der Staat die Betreuung, Pflege und Unterbringung.

Der lange Weg ins Smart Home

Doch nicht jede Wohnung eignet sich für ein unbeschwertes seniorengerechtes Wohnen. Nur 1,5 Prozent der Wohnungen in Deutschland sind altersgerecht. Bis 2035 werden einer von der KfW in Auftrag gegebenen Studie des Instituts für Wohnen und Umwelt (IWU) zufolge sogar rund zwei Millionen altersgerechte Wohnungen fehlen. „Die Evaluationsstudie der KfW hat ergeben, dass von den 37 Millionen Wohnungen und Einfamilienhäusern in Deutschland nur 560.000 barrierefrei gestaltet sind. Das ergibt einen Anteil von 1,5 Prozent. Ein erschreckend geringer Anteil, wenn man bedenkt, dass 90 Prozent der in der Studie „Pflege 2020“ befragten Bürger angaben, so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden bleiben zu wollen.

„Smart-Home-Systeme können dafür sorgen, dass Seniorinnen und Senioren länger selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden leben können, sodass sie erst später oder im Idealfall sogar gar nicht in Pflegeeinrichtungen umziehen müssen. Der vielfach als sehr belastend empfundene Wegzug aus der vertrauten Umgebung wird so verhindert. Gewinnen die eigenen vier Wände doch gerade im Alter noch einmal eine zusätzliche Bedeutung, weshalb es für viele ältere Menschen erstrebenswert ist, so lange wie möglich in der vertrauten Umgebung wohnen bleiben zu können. Auch dann, wenn erste gesundheitliche Probleme auftreten und die Hilfsbedürftigkeit zunimmt,“ schreibt Bitkom in der Studie „Digitale Lösungen für das Wohnen im Alter. Selbstbestimmt, gesund und sicher.

Man muss zudem unterscheiden zwischen Senior:innen, die selbständig und aktiv sind und sich bewusst für eine Smart Home-Lösung entscheiden, weil sie Sicherheit, Service  und Komfort zu Hause haben möchten und bereits über eine gewisse Technikkompetenz verfügen, also ein Smartphone oder ein Tablett haben. Ein digitales Zuhause ist für diese Gruppe kein Schreckgespenst und wird extrem positiv aufgenommen.

Zu den bevorzugten Lösungen, die von der Zielgruppe 65 plus genutzt werden, gehören  neben dem Dauerbrenner Lampen & Leuchten, vor allem intelligente Sicherheitskameras zur  Video-Überwachung des Hauses, des Gartens  oder der Wohnung. Sicherheit wird bei dieser Generation generell groß geschrieben und so nutzen smarte Alarmanlagen bereits 21 Prozent der Befragten. Die Integration von Smart Home Security ist eine relativ einfache Möglichkeit, ältere Erwachsene zu unterstützen, die unabhängig leben möchten. Abgesehen davon, dass ältere Erwachsene vor Einbrüchen und kriminellen Aktivitäten gewarnt werden, kann sich Smart Home Security als nützlich erweisen, indem sie warnt, dass eine Tür oder ein Fenster offen gelassen wurde, dass der Keller ein Leck hat oder dass etwas auf dem Herd vergessen wurde. Es ist sowohl in Bezug auf die Einrichtung als auch auf den täglichen Gebrauch eine einfache Ergänzung, aber eine wichtige, da ältere Erwachsene und ihre erwachsenen Kinder beruhigt sein können, da sie wissen, dass sie im Notfall von Sicherheitsexperten betreut werden.

Energiekosten und smarte Thermostate

Die Energiekosten steigen kontinuierlich und damit wird nicht nur der Strom teurer auch das Heizen reißt bei vielen Verbrauchern:innen ein großes Loch in den Geldbeutel. Der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine und das daraus resultierenden Gas- und Ölembargo der EU, verunsichert die Menschen und so steigt auch die Nachfrage nach smarten Thermostaten. Mit Hilfe von programmierbaren Thermostaten lassen sich für verschiedene Tageszeiten unterschiedliche Temperaturen einstellen. Die smarte Temperatursteuerung spart erheblich Heizenergie. So kann die Temperatur in der Wohnung nachts und tagsüber während der Arbeitszeit deutlich gesenkt werden, und dennoch ist die Wohnung beim Aufstehen oder am Feierabend gemütlich warm. Individuelle Heizprofile sorgen für viel Komfort und niedrige Heizkosten. Die Kosten für smarte Thermostate beginnen bei 20 bis 30 Euro und reichen bis circa 150 Euro.

Gerade in großen Räumen mit mehreren Heizkörpern ist es manchmal schwierig die gewünschte Raumtemperatur einzustellen. Mit dem Gigaset Climate Sensor geht das recht einfach und man hat  jederzeit die volle Kontrolle: Der Klimasensor misst die exakte Zimmertemperatur an einem zentralen Ort im Raum – so lässt sich das Raumklima sehr genau bestimmen und gezielt steuern. Insbesondere in Altbauwohnungen wird eine zu hohe Luftfeuchtigkeit oftmals zum Problem. Mit dem Climate Sensor kann das  Heiz- und Lüftungsverhalten jederzeit einfach und bequem angepasst werden, um Schäden z.B. durch Schimmelbildung zu vermeiden. Der Sensor misst permanent die relative Luftfeuchtigkeit im Raum und schickt Lüftungsempfehlungen über die App direkt auf Ihr Smartphone. In Verbindung mit dem intelligenten Gigaset Thermostat gelingt die Heizungssteuerung sogar komplett smart und per App.

Gerade für ältere Menschen sind Smart Home-Lösungen unverzichtbar, wenn es um Sicherheit, Komfort und Prävention geht. Eine sensorgestützte Orientierungsbeleuchtung kann Stürze verhindern, beispielsweise beim nächtlichen Toilettengang. Wassersensoren geben Alarm und machen darauf aufmerksam, dass die Waschmaschine defekt ist und das Wasser aus- oder die Badewanne überläuft. Wasserschäden gehören immerhin zu den häufigsten Schadensfällen in Haus und Wohnung: Alle 25 Sekunden kommt es in Deutschland zu einem Wasserrohrbruch. Die fachgerechte Beseitigung der Wasserschäden kostet durchschnittlich rund 2.000 Euro.

Rauchmelder

Elektrische Geräte im Haushalt können leicht Feuer fangen. Dazu gehören alte Kühlschränke, überbelastete Mehrfachsteckdosen oder schlecht reparierte technische Geräte. Wohnungsbrände entstehen oft durch Unachtsamkeit und Leichtsinn. Zu rund 200.000 Bränden rücken die Feuerwehren jährlich zu Brandschäden aus. Elektrizität war mit 32% 2021 die mit Abstand häufigste Brandursache in Deutschland. Kurzschlüsse und Kabelbrände sind laut einer Studie die häufigsten Brandursachen in Privathaushalten. Der smarte Rauchwarnmelder von Gigaset warnt Sie bei defekter Elektrizität, wenn Kaffeemaschinen und Toaster überhitzen oder Steckdosen Funken schlagen. Auch bei Kerzen und Kaminen ist die Brandgefahr groß, auch hier schlägt im Notfall der smarte Rauchmelder Alarm. Der Gigaset Smoke Sensor alarmiert Sie in Ihrem Zuhause zuverlässig bei auftretendem Brandrauch. Übrigens auch dann, wenn man selbst nicht zu Hause oder im betreffenden Raum ist. Die Gigaset elements App informiert Sie über Rauchentwicklung und welcher Raum betroffen ist. Das hilft auch bei kleinen Unachtsamkeiten, wenn etwa das Bügeleisen nicht ausgesteckt wurde oder ein Küchentuch zu nah an der Herdplatte liegt.

Digitale Lösungen für das Wohnen im Alter sind ausgereift und ermöglichen ein länger selbstbestimmtes Leben. Auch der aktuelle ↗Altersbericht der Bundesregierung sieht im smarten Wohnen für Ältere Potenzial, länger in der eigenen Wohnung bleiben zu können.

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