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Lifestyle meets Mobility: So steuert das smart car das smart home

15. Oktober 2021 Veröffentlicht von Jana Greyling

Können Sie sich noch an K.I.T.T. erinnern? Das sprechende smart car mit dem David Hasselhoff in der Kultserie „Night Rider“ vor nahezu 40 Jahren auf Verbrecherjagd ging? K.I.T.T. war kein normales Auto, denn dank seiner eingebauten Künstlichen Intelligenz, konnte das Auto denken, sprechen und sogar selbstständig fahren. Hasselhoff alias Michael Knight musste nur „Hol mich hier raus, Kumpel” in seine Armbanduhr flüstern, schon kam K.I.T.T. mit rotem Lauflicht vor der Motorhaube angebrettert und startete seine Rettungsmission. Das Super-Auto konnte selbstverständlich auch über Hindernisse springen oder über´s Wasser fahren, um Ecken schauen, Geräusche, Tiere oder Personen nachahmen, Telefongespräche abhören und noch vieles mehr.

Aber eine Sache gab es damals noch nicht: das Smart Home. Und so konnte Michael Knight auch nie die Frage stellen, die fast 40 Jahre später in einem Werbespot von BMW erstmals ausgesprochen wurde: „Alexa, kannst du die Zeit anhalten?“ Wir wissen nicht welche Antwort K.I.T.T. damals eingefallen wäre, im BMW-Spot antwortet die Stimme von Alexa: „Lass uns einfach den Moment genießen.“ Die Szene zeigt wohin die Reise geht: Sicherheit und Komfort, Lifestyle und e-Mobility wachsen immer stärker zusammen. Die smart e-Cars sind für das smarte e-Home bestens vorbereitet und ausgerüstet und vice versa.

Auf der IAA in München haben die Hersteller gezeigt, wie sie sich die Zukunft vorstellen. Der vollelektrischen BMW iX3 mit Amazon Alexa steht für dieses Bild, für modernste Technologien, einer emissionsfreien Mobilität und vernetzten Zukunft, die die Lebensqualität erhöht. Dazu gehören natürlich auch intelligente Fahrerassistenzsysteme, die per Sprachbefehl bedient werden können. Und für maximalen Komfort und beste Unterhaltung stehen die zahlreichen Funktionen von Amazon Alexa zur Verfügung, u.a. um kompatible Smart Home-Geräte von unterwegs aus zu steuern.

Smarte Steuerung via App

Um heute mit dem Auto zu kommunizieren, benötigt man keine Armbanduhr mehr. Inzwischen stellen alle Autobauer die Möglichkeit bereit, per App und Smartphone auf den Pkw zuzugreifen, wie der Stern schreibt. „Damit können Fahrer etwa vor dem Einsteigen die Innentemperatur des Fahrzeugs regulieren, sich über den aktuellen Ladestand der Batterie oder des Tanks informieren und den Motor und die Lieblingsmusik aus der Ferne starten. Allerdings gibt es von Hersteller zu Hersteller Unterschiede in Sachen Funktionsumfang. Dazu gehört auch die Option, seine Smart-Home-Steuerung, also Amazons Alexa oder Google Home, in den Pkw zu integrieren. Ein Early Adopter dieser Idee war Ford, das in den USA schon seit 2016 die Alexa-Funktion in seinen Fahrzeugen anbietet.”

So ist das erste Audi-Modell mit vollintegrierter Alexa, der Audi E-Tron, Audis neues, rein elektrisch betriebenes SUV, bereits seit Frühjahr 2019 auf dem Markt. Audi integriert Alexa direkt in sein Infotainmentsystem MMI und Alexa ist serienmäßig Bestandteil von Audi Connect. Der Audi-Fahrer kann sich damit über Nachrichten, das Wetter und aktuelle Spielstände von Sportveranstaltungen informieren, Lebensmittelbestellungen aufgeben oder Dinge auf seine Aufgabenliste setzen. Alexa streamt Musik und Hörbücher über Amazon Music und Audible. Mit der Smart-Home-Steuerung können Sie aus dem Auto heraus Türen im Haus verriegeln oder die Beleuchtung regeln.

Die meisten Autohersteller und Zulieferer haben das Potenzial dieser Vernetzung längst erkannt – schließlich werden auch unsere Fahrzeuge immer mehr zu Smartphones auf vier Rädern. Wo vernetzte Autos und automatisiertes Fahren in greifbare Nähe rücken, ist es mit der Vernetzung von Smart Home und Smart Car nicht mehr weit. In einer Umfrage in Deutschland gaben 60 Prozent der Befragten an, dass sie schon einmal ein Gerät mit Hilfe einer Sprachsteuerung bedient haben. Die Hauptanwendungsbereiche von digitalen Sprachassistenten sind u.a. das Suchen von Informationen, das Abspielen von Musik und der Wetterbericht.

Studie von SPLENDID Research zum Thema Sprachassistenten

„Weit vorn liegt der Google Assistant (23 Prozent), gefolgt von Amazons Alexa (18 Prozent) und Apples Siri (15 Prozent). Sind damit auch smarte Haushaltsgeräte oder Lampen verbunden, lassen sich diese auch vom Auto aus steuern – Google und Apple bieten bereits eine nahtlose Verbindung via Android Auto und Apple CarPlay an. Das ist die günstigste und massentauglichste Möglichkeit, um das Smart Home ins Auto zu integrieren: Kompatible Apps werden auf dem Infotainment-Bildschirm abgebildet. Bei Volkswagen oder BMW ist es zum Beispiel möglich, die Magenta Smart Home App der Telekom herunterzuladen und damit die Smart-Home-Funktionen direkt über das Display im Auto anzusteuern, ohne das Handy während der Fahrt in die Hand nehmen zu müssen. Sogar der Zugriff auf Standbilder installierter Überwachungskameras ist möglich. Samsung hat ebenfalls eine App im Angebot, die sowohl mit den entsprechenden Haushaltsgeräten als auch mit der Smartphoneintegration im Auto kompatibel ist.“

Hey, Mercedes: Smart Home trifft auf Smart Car

Auf der IAA in München zeigten Bosch, dass unser oft stressiger Alltag es bedingt: Eigentlich schon im Auto unterwegs ins Büro, zur Schule oder Kita kreisen die Gedanken noch um das Zuhause und ob dort alles in Ordnung ist. Ist das Licht aus? Sind Fenster und Türen geschlossen? Ist die Heizung runtergedreht? Gut, dass es ab sofort ganz einfach ist, diese Dinge direkt zu überprüfen und zwar per Sprachbefehl und einem „Hey, Mercedes“. Schon sind die wichtigsten Funktionen des Bosch Smart Homes im Mercedes-Benz verfügbar und direkt aus dem Auto heraus steuerbar. Die Hände bleiben dabei am Lenkrad und die Aufmerksamkeit des Fahrers bleibt ganz auf der Straße und beim Straßenverkehr – für optimale Sicherheit auch unterwegs. Die Aufmerksamkeit der Fahrer bleibt dabei immer ganz auf der Straße und beim Verkehr, denn die Statusabfrage und Steuerung funktionieren einfach und kontaktlos mit dem MBUX Sprachassistenten. Ein „Hey Mercedes, ist Zuhause alles in Ordnung?“ genügt, um ein Status-Update direkt ins Auto zu bekommen: „Die Rollläden im Schlafzimmer sind noch offen und das Licht im Badezimmer ist noch an“. Daraufhin lassen sich konkrete Befehle an das smarte Heim übermitteln: “Hey Mercedes, fahre bitte die Rollläden im Schlafzimmer ganz herunter“ oder „Hey Mercedes, schalte das Licht im Badezimmer aus”.

Das Smart Home und die E-Mobility

Die Vernetzung bedeutet nicht nur, den aktuellen Status der Spülmaschine abrufen zu können. Smart Home und Smart Car können gemeinsam noch viel mehr: Bei BMW beispielsweise ist es möglich, dass Besitzer ihr Auto über Amazon Echo von zu Hause aus per Sprache steuern. Auf diese Weise lässt sich das Fahrzeugzustand überprüfen oder auch die Standheizung vom Sofa aus aktivieren, wenn es im Winter kalt ist.

E-Mobility und Smart Home sind zwei Themen, die gegenwärtig viele Verbraucher beschäftigen und auch in Zukunft tun werden. Wer bereits ein Elektroauto besitzt und sein Zuhause mit Smart Home Komponenten ausgestattet hat – oder konkret über eine Anschaffung nachdenkt – stellt sich vielleicht die Frage, wie man Ladestationen für das E-Auto in das Smart Home integrieren kann.

Das vernetzte Auto wird auch zukünftig, wie das Smart Home auch, immer stärker Teil des digitalen Lifestyles der Menschen werden. Wir machen heute Essen, E-Books und Videos buchen sie per digitalen Assistenten mobil und über verschiedene Plattformen. Weshalb sollten diese draußen bleiben, wenn der Fahrer eingestiegen ist?

Die Zukunft hat bereits begonnen

Sprachassistenten wie “Siri”, der “Google Assistant” und “Alexa” sind heute in fast jedem Smartphone zu finden. Sie sollen den Nutzern dabei helfen, kleinere Aufgaben ohne große Anstrengung zu erledigen. Auch im Auto unterstützen sie die Fahrer zunehmend. Doch sie sind nur der Einstieg in eine viel größere Welt. Das Stichwort heißt “Smart Living” – die Vollvernetzung des Zuhauses und der Welt drumherum und dazu gehört auch das Auto. Die Autos der Zukunft werden softwaregesteuerte, mit dem Smartphone verbundene, satellitengestützte, cloud-kompatible Maschinen sein, die in der Lage sind, Daten zu analysieren und daraus zu lernen und mit Fahrern und anderen Autos zu kommunizieren.

Grafik: Continental. Das vernetzte Auto – mit 5G hat es auch Zugriff auf das smart home.

Einige der heute produzierten Autos sind mit über 50 Konnektivitätsfunktionen ausgestattet. Diese Konnektivität ermöglicht es den Fahrzeugen, den Fahrer über den Straßen- und Verkehrszustand zu informieren und damit das Risiko von Verkehrsunfällen zu verringern. „Sie bietet außerdem einen intuitiveren Zugang zu Infotainment-Systemen oder die Freiheit, ein Fahrzeug von außerhalb des Autos zu steuern. Letztlich wird sie die Sicherheit, den Komfort und die Bequemlichkeit des Fahrens drastisch verbessern, nicht nur für Fahrer, sondern auch für Fußgänger,“ heißt es auf der Webseite von Continental.

Ohne Frage, die Autos der Zukunft mögen zwar keine K.I.T.T.´s sein, aber sie sind nah dran und die Kommunikation mit den vernetzten Geräten im Smart Home ist sicherlich dabei noch eine der leichtesten Übungen.

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