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Sprachsteuerung

Sprachgesteuertes Leben im Smart Home

15. Januar 2019 Veröffentlicht von Raphael Doerr

Das amerikanische Research Unternehmen „Business Insider Intelligence“ geht davon aus, dass die Smart-Home-Geräte in den USA bis 2023 die Milliardengrenze überschreiten werden. Und auch Deutschland wird zunehmend smarter. Das zeigen Daten des Statista Digital Market Outlooks. Demnach ist aktuell in 6,1 Millionen Haushalten mindestens eine Smart Home-Anwendung im Einsatz. Bis 2023 soll ihre Zahl auf 13,5 Millionen steigen. Am verbreitetsten sind Geräte aus der Kategorie „Vernetzung und Steuerung“ und hierzu zählen vor allem smarte Lautsprecher1.

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Der Markt wächst rasch an und die Hersteller reagieren mit unzähligen neuen Produkten darauf. Wer erfahren will was die Zukunft im Bereich von Smart Home und Unterhaltungselektronik bringt und welche Trends das Jahr 2019 prägen werden, der informierte sich auf der CES (Consumer Electronic Show) in Las Vegas. Auf der größten Tech-Show, zu Beginn dieses Jahres dominierten u.a. auch die Themen rund um intelligente Lautsprecher, Komfort und Wohlbefinden. Die neuen amerikanische Wortschöpfungen auf der Webseite der CES lauteten dann auch vollmundig: „New Habit: Smart Speakers & A Voice-Activated Life“ oder „Smart Home Applications to Improve Well-Being“.

In verschiedenen Blogbeiträgen werden wir auf die beiden neuen Themenbereiche eingehen. In diesem Beitrag liegt der Schwerpunkt auf dem Bereich „New Habit: Smart Speakers & A Voice-Activated Life“.

Sprachgesteuertes Leben

2019 wird das Jahr, in dem Amazon Alexa und Google Assistant in privaten und öffentlichen Einrichtungen ihre volle Präsenz zeigen werden. Egal ob im Smart Home, im Auto, in Hotels oder im Business, dank der digitalen Assistenzgeräte wird das „smart living“ der Zukunft sprachgesteuert sein und alle smarten Geräte lassen sich durch Sprache aktivieren.

Laut einer aktuellen Analyse des Beratungsunternehmens Deloitte sollen sich bereits rund 250 Millionen smarte Lautsprecher im Einsatz befinden. So überrascht es nicht, das sie smarten Speaker mit integrierten persönlichen Assistenten wie Alexa, Siri oder Google auch in 2019 einen regelrechten Boom erleben werden und einen geschätzten Gesamtwert von rund sieben Milliarden US-Dollar erreichen sollen.

Mehr als 50 Millionen Amerikaner besitzen bereits ein sprachaktiviertes Gerät und der deutsche IT-Branchenverband Bitkom schätzt, dass bereits jeder Achte auch in Deutschland einen digitalen Sprachassistenten nutzt, Tendenz steigend.

„In den nächsten Jahren werden wir immer mehr Geräte wie selbstverständlich mit unserer Stimme bedienen“, meint Christopher Meinecke von Bitkom2. Laut Amazon waren Ende 2018 bereits Millionen von intelligenten Geräten an Alexa angeschlossen. Darüber hinaus sind mehr als 28.000 Smart-Home-Geräte von 4.500 verschiedenen Marken bereits mit Alexa kompatibel – eine Steigerung von 600% gegenüber 20173.

Im Bett mit Alexa

Ein interessantes Beispiel ist die Sprachsteuerung in einem der privatesten Räume jeder Wohnung –  dem Schlafzimmer. Berührungsängste werden hier bald der Vergangenheit angehören, denn der schwedische Luxusbettenmacher DUX verkündigte auf der CES seine Partnerschaft mit Amazons Alexa, um ein völlig neues Schlaferlebnis zu kreieren, ein Luxusbett mit integrierter Alexa. Das smarte Audiomodul (wie unten gezeigt) wird direkt in den Rahmen integriert und der Schlafkunde kann dann wie gewohnt, mit Alexa kommunizieren und verbundene Geräte wie Lampen und intelligente Jalousien steuern. Die Betten sind in den Größen Queen, King und California King erhältlich. Der Preis für das King-Modell liegt bei stolzen 4.950 Dollar, aber wer mit Alexa ins Bett will, bei dem spielt der Preis eine eher untergeordnete Rolle.

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Im Mai 2019 sind dann die ultimativen DUX-Betten mit eingebauter Alexa verfügbar. Und so stellt sich der Bettenhersteller die Zukunft des smarten Schlafzimmers vor.

Nun ist DUX mehr als nur ein Bett. Denn beim schwedischen Luxus-Label dreht sich alles um das persönliche Wohlbefinden. So sollen DUX Betten das Erreichen der Tiefschlafphasen erleichtern, in denen sich Körper und Immunsystem erholen und regenerieren können. Dafür sorgt das „DUX High Performance Sleep System“ und so macht es durchaus Sinn, Wohlbefinden und gesunden Schlaf mit Alexa zu vereinen, um „smart Comfort“ mit „smart Wellbeing“ idealerweise zu verbinden.

Das DUX-Bett wird zur zentralen Steuereinheit und dank Alexa können auch alle intelligenten Geräte im Schlafzimmer per Sprache gesteuert werden.

DUX-Betten sind weltweit in vielen renommierten Hotels zu finden4. Vor diesem Hintergrund erscheint die Meldung von Amazon, aufgrund der Partnerschaft mit den Marriott Hotels nun auch Echo-Geräte in über 4.000 Hotelzimmern aufzustellen, in einem ganz anderen Kontext. Das Leben der Hotelgäste soll dank Alexa noch smarter und damit komfortabler werden.

„Alexa, ich will ins Spa“ 

Mit „Alexa for Hospitality“5 wird der smarte Amazon-Lautsprecher auch im Hotelzimmer Einzug halten. Marriott will den „elektronischen Mitarbeiter“ recht bald einsetzen. Den Zimmerservice rufen, einen Tisch für den Business Lunch bestellen oder einfach die Lieblingsmusik abspielen, Alexa soll nun auch im Hotel als Multitalent fungieren und der klassischen Infomappe vermutlich endgültig den Garaus machen.

Alexa for Hospitality nennt Amazon den neuen Service, an dem Marriott bereits großes Interesse zeigt. Neben den üblichen Hotelinfos können die Gäste über Alexa nicht nur Licht, Klimaanlage und den Fernseher steuern, sondern sich direkt mit dem persönlichen Profil bei Amazon Music, Spotify oder Audible anmelden6.

„Alexa for Hospitality“ überträgt die Anfragen der Gäste nach Hospitality-Services unverzüglich an das richtige Team und ermöglicht so einen reaktionsschnellen Service. Wenn es Alexa gelingt, ihre Aufgabe als zukünftige Hotel-Butlerin zu erfüllen, dann ist es nur eine Frage der Zeit bis andere Hotelketten diesen Service ebenfalls integrieren und weitere Einrichtungen folgen werden.

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