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Was Sie schon immer über Smart Home wissen wollten – Teil 2

9. September 2021 Veröffentlicht von Jana Greyling

„Für die Nutzer bedeutet das Smart Home mehr Komfort, Lebensqualität und Sicherheit“ heißt es im Vorwort zur Studie  „Smart Home 2020“ der Bitkom. Komfort und Lebensqualität spielen im Smart Home eine wichtige Rolle. Doch was bedeutet der Begriff Komfort im Smart Home eigentlich und welche Voraussetzungen müssen dafür erfüllt sein? Im zweiten Teil des Blogbeitrages „Was Sie schon immer über Smart Home wissen wollten“ versuchen wir, darauf die richtigen Antworten zu finden. Wenn heute der Begriff Komfort verwendet wird, dann meist in Verbindung mit dem Begriff Smart Home. Denn:

  • ein intelligentes Zuhause bietet noch mehr Komfort und Effizienz
  • Smart Home sorgt für deutlich mehr Komfort in den eigenen vier Wänden
  • Smart-Home-Technik bringt Komfort und Sicherheit plus Energieeinsparungen
  • vernetzte Hauselemente bieten ein Plus an Komfort.

Wenn das Bewusstsein für Bequemlichkeit wächst

Laut Duden liegt die Bedeutung des Begriffes Komfort dabei: „auf technisch ausgereiften Einrichtungen beruhende Bequemlichkeiten, Annehmlichkeiten; einen bestimmten Luxus bietende Ausstattung.“ Synonyme die im Kontext zu Komfort gerne verwendet werden sind: Annehmlichkeit, Behaglichkeit, Bequemlichkeit.

Jeder Mensch entwickelt im Laufe seines Lebens sein eigenes Komfortsystem und hat bestimmte Vorstellungen davon, was Komfort ist und was nicht. Würden wir unsere Eltern fragen, was für sie Wohnkomfort bedeutet, würde die Antwort sicherlich anders ausfallen als unsere eigene oder die unserer Kinder. Je mehr Komfortbedürfnisse bereits erfüllt sind, desto höhere Bedürfnisse werden entwickelt. Die bereits erfüllten Bedürfnisse werden dabei als selbstverständlich angesehen und als solche gar nicht mehr wahrgenommen. Um den Komfort und damit die Bequemlichkeit im Smart Home zu steigern, werden intelligente, vernetzte Geräte benötigt, die sich via App auf dem Smartphone oder via Sprachbefehl steuern lassen. „Eines der wohl beliebtesten smarten Geräte ist Alexa. Mit einem einfachen Sprachbefehl ermöglicht Alexa Skills in den Bereichen Connected Cars, Essen und Trinken, Reisen und Transport, Musik und Audio sowie Smart Home. Dadurch wird nicht nur ein Fuß in der Tür für die Bequemlichkeit der Endbenutzer gesetzt, sondern es hilft auch dem Einzelnen mehr Autonomie zu haben und auf verschiedene funktionale Bedürfnisse zu reagieren.

Im Smart Home wird mehr gesprochen

Es wird wieder mehr gesprochen. Nicht unbedingt miteinander, aber zunehmend mit unbelebten Objekten. Vor allem die um die Jahrtausendwende geborene Generation hat sich Dank Apples Siri, Amazons Alexa oder dem Google Assistant daran gewöhnt, Dinge mit der Stimme zu erledigen. Viel der großen Autohersteller haben das erkannt und bringen verstärkt immer bessere Sprachsteuerungen ins Auto. Für eine reibungslose Sprachsteuerung wird dabei das eigenen Infotainment- und Telematik-Systeme mit den Sprachassistenten der Tech-Riesen vernetzt. Audi hat Alexa in den elektrischen E-Tron geholt, bei BMW ist Alexa schon lange nutzbar und sorgt dort „für maximalen Komfort und beste Unterhaltung.“ Dabei stehen viele der praktischen Funktionen von Amazon Alexa jetzt auch im Fahrzeug zur Verfügung. So kann das Smart Home direkt vom BMW aus gesteuert werden, wie das Beispiel auf der Webseite des Autoherstellers zeigt. Mehr Komfort geht kaum.

Das Beispiel von BMW zeigt auch, dass das Auto immer stärker in die Smart Home- und Smart Living-Konzepte der Unternehmen eingebunden wird und eine zunehmend wichtige Rolle spielt, um bestimmte Abläufe auch von unterwegs zu steuern.

Komfort-Faktoren: Vernetzt und smart verbunden

Die Gründe warum bei Umfragen zum Smart Home Komfort meist ganz vorne rangiert, liegen laut dem Marktforschungsinstitut Verivox u.a. in der Vernetzung der Geräte. „Der große Vorteil und Komfort-Faktor ist, dass die Produkte untereinander vernetzt sind und sich mit Informationen versorgen, sodass sie Entscheidungen automatisch treffen oder aber sehr bequem zentral gesteuert werden können. Noch vor wenigen Jahren war die Steuerung der Heizung aus der Ferne noch Stoff für Science-Fiction-Filme. Mittlerweile sind die Geräte in der Zukunft angekommen. Verbreitung sowie Anwendungsmöglichkeiten werden rasant zunehmen, sodass Smart Home mehr Komfort in zahlreiche Haushalte bringen wird.“

Der Elektronikhändler Euronics hat das vernetzte Zuhause im Rahmen einer Studie genauer beleuchtet. Die Befragung zeigt: Gerade das Thema der gesteigerten Wohnqualität ist vielen Verbrauchern besonders wichtig. Für rund ein Drittel der Befragten (31,3%), ist eine erhöhte Wohnqualität der entscheidende Faktor, gefolgt von dem Wunsch nach einer gesteigerten Energieeffizienz (25%).

Wenn es um den Status von digitaler Vernetzung in den eigenen vier Wänden geht, spricht sich die Mehrheit der 10.000 Befragten im Alter von 18 bis 65 Jahren für mehr Wohnqualität durch Smart-Home-Techniken aus. Gemeinsam mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey kommt die Euronics-Befragung zum Schluss: Sicherheit hat für die Deutschen die höchste Priorität. Demgegenüber sind Unterhaltungsfunktionen eindeutig vom nachgelagerten Interesse.

Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt auch das Hamburger Marktforschungsunternehmens Splendid Research. In einer Umfrage zur Entwicklung von Smart Home in Deutschland, nannten die Befragten Teilnehmer „Komfort“ als Anschaffungsgrund Nummer eins (61 Prozent), gefolgt von Sicherheit sowie Energieeffizienz mit jeweils 41 Prozent.

Mehr Komfort durch smarte Hausautomation

Das Herzstück vieler Smart Home-Lösung ist die sogenannte Hausautomation. Darunter versteht man alles, was mit Überwachungs-, Steuer-, Regel- und Optimierungseinrichtungen zu tun hat. Das betrifft dann Heizung, Alarmanlage, Beleuchtung oder Belüftung. Vernetzte Haustechnik ermöglicht es, Licht und Heizung zentral zu steuern oder zeit- und bedarfsgerecht Rollos und Jalousien abhängig von der Tageszeit und dem Lichteinfall zu betätigen. Smart wird das Ganze aber erst, wenn die Produkte nicht nur miteinander verbunden sind sondern auch Informationen untereinander austauschen. Nehmen wir z.B. das Heizen und Lüften, zwei grundlegende Bereiche im Smart Home und zentraler Bestandteil des intelligenten Wohnens.

Smarte Thermostate steuern die Heizung

Seit Jahrzehnten wird das Konzept des Komforts vielfach mit einer angemessenen Temperatur im Haus während der Heizsaison in Verbindung gebracht. Aber heute haben die Dinge sich sehr verändert: man will in den Häusern das ganze Jahr über ein ideales Klima haben, man will die relative Luftfeuchtigkeit kontrollieren und, im Vergleich zur Vergangenheit, wird auch der Raumluftqualität Aufmerksamkeit geschenkt. Die Vorteile smarter Lösungen in Bezug auf den Energieverbrauch, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit sind dabei beträchtlich. Intelligente Automatisierungs- und Steuerungssysteme für den Wohnbereich ermöglichen die Regulierung von Klima und Luftqualität und erhöhen ganz nebenbei auch die Wohnqualität. Statt von Heizkörper zu Heizkörper zu springen und diese manuell zu regeln, kann man im Smart Home die Wunschtemperatur selbst bestimmen. Vorausgesetzt man hat programmierbare Thermostate. Dann kann die Wohlfühltemperatur via App auf dem Smartphone, Sprachbefehl, vollautomatisch dank Sensoren und durch individuelle Zeitprogramme/Timer oder durch das Abrufen sogenannter „Szenen“, wo vorher festgelegt wurde, was wann zu passieren hat, selbst einstellen.

Gigaset bietet für die intelligente Heizungssteuerung das Gigaset thermostat an, um z.B. Energie und Heizkosten zu senken. Zwar können sie nicht Zaubern, auch sie sind von der Temperaturkurve der Zentralheizung abhängig, doch dafür können sie mit anderen Sensoren kommunizieren und Daten austauschen, um die Energieverschwendung in den Griff zu bekommen. In Kombination mit smarten Fenstersensoren, wie dem Gigaset window, verhindern sie zudem, dass man versehentlich zum Fenster raus heizt. Öffnet man nämlich die Fenster zum Stoßlüften, regelt das Thermostat den Heizkörper runter. Sobald die Fenster wieder geschlossen sind, passt sich die Temperatur automatisch dem vorher festgelegten Wert an. Das verhindert, dass die Heizung dauerhaft in Betrieb ist, wirkt sich auch kostensparend auf die Heizkostenrechnung aus und reduziert unnötige Emissionen.

Im Haushalt entfallen rund 70 Prozent des Energieverbrauchs auf die Heizung – richtig Heizen ist der beste Weg, Heizkosten zu sparen und CO2-Emissionen zu reduzieren.

Mehr Komfort durch ein optimales Raumklima

Die meisten Menschen fühlen sich bei einer Temperatur von 19 bis 22°C wohl, ideal ist dabei eine relative Luftfeuchtigkeit von 35 bis 60%. Denn die Lufttemperatur ist nicht allein für das angenehme Raumklima entscheidend.  Die Temperatur der umgebenden Wände spielt auch mit hinein. Und je kälter die Wände, desto höher muss die Lufttemperatur sein. Gerade in großen Räumen mit mehreren Heizkörpern ist es manchmal schwierig die gewünschte Raumtemperatur einzustellen. Smart-Home-Lösungen wie der Gigaset Climate Sensor behalten deswegen auch die Luftfeuchtigkeit im Blick. Sinkt diese unter 30 Prozent, entsteht zwar kein Schimmel, aber die trockene Luft kann die Schleimhäute reizen. Ist sie zum Beispiel im Winter regelmäßig höher als 50 Prozent, steigt die Schimmelgefahr. Dafür muss sich die Wand weder feucht anfühlen, noch Kondenswasser sichtbar sein. Insbesondere in Altbauwohnungen wird eine zu hohe Luftfeuchtigkeit oftmals zum Problem und schnell kann es bei zu hoher Feuchtigkeit zu Schimmelbildung kommen. Dies vermeidet der Gigaset Climate Sensor, indem er permanent die relative Luftfeuchtigkeit im Raum misst und eine Lüftungsempfehlungen über die App direkt auf das Smartphone des Benutzers schickt.

Der Klimasensor misst die exakte Zimmertemperatur dabei an einem zentralen Ort im Raum, abseits der Heizung – so lässt sich das Raumklima sehr genau bestimmen und gezielt steuern.

Die Vorteile des Klimasensors im Zusammenspiel mit dem Gigaset thermostat sind:

  • er informiert zuverlässig über Temperatur und relative Luftfeuchtigkeit
  • er sorgt für optimale Wohnbedingungen und ein angenehmes Wohlfühlklima
  • er beugt kostenintensive Schäden im Haushalt (z.B. durch Schimmel) vor

In den nächsten Jahren werden sich die Smart Home-Systeme rasant weiterentwickeln. Irgendwann wird es selbstverständlich sein, dass die smarten Systeme schon anhand der GPS-Daten unserer Smartphones erkennen, wenn wir uns unserem Zuhause nähern. Und dann schon einmal Licht und Heizung anschalten und die Alarmanlagen deaktivieren. Es ist natürlich eine Frage der individuellen Vorlieben, wie smart das eigene Zuhause sein soll. Schon heute kann man sich von seinem Kühlschrank erinnern lassen, dass Milch fehlt oder von seiner Spülmaschine die Auskunft erhalten, dass die Taps schon wieder alle sind. Für den einen sind das nützliche Informationen und für den anderen nur technische Spielerei. Wer auf Wohnqualität und Bequemlichkeit Wert legt und die vielen Annehmlichkeiten smarter Produkte und Lösungen kennen gelernt hat, wird sich über kurz oder lang für eine Smart Home Lösung entscheiden, die seine Vorstellung und sein Verständnis von Komfort erfüllt.

4 Kommentare

  • Renate Maier 09.09.2021

    Werte Redakteure des Gigaset Blogs,
    meinen Dank an Sie. Ich lese Ihre Artikel sehr gerne. Sie erklären alles immer so schön! Danke Ihnen.

    • Raphael Doerr 09.09.2021

      Sehr geehrte Frau Maier,

      danke für Ihr Lob – wir freuen uns sehr!

      VG, ^RD

  • French 09.09.2021

    Top Artikel!

    • Hallo,

      vielen Dank für das positive Feedback. Wir geben uns stets Mühe relevante und informative Beiträge zu verfassen und freuen uns natürlich sehr, dass dieser Text für dich interessant war.

      VG

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