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Was Sie schon immer über Smart Home wissen wollten – Teil 1

1. September 2021 Veröffentlicht von Jana Greyling

1999, bevor das Internet der Dinge (IoT) ein Modewort war und wir noch Disketten verwendeten, gab es einen Film von Walt Disney der hieß „Smart House“. Die Wahrscheinlichkeit ist gering, dass Sie ihn damals gesehen haben, aber wenn doch, dann wissen Sie bereits alles über das „Smart Home“. Falls nicht, lesen Sie gerne weiter.

„Smart House“ ist die Geschichte eines intelligenten, computergestützten Zuhauses, das speziell entwickelt wurde, um das Leben zu vereinfachen. Und dieses Haus gewinnt das High School-Wissenschaftsgenie Ben Cooper mit seiner Familie. Das Haus wird von einer  eingebauten Alexa-Siri-ähnlichen Künstlichen Intelligenz, die PAT heißt (Persönliche Angewandte Technologie) gesteuert. Da PAT im Film nahezu alles kann, regelt sie auch alles, was es im Haus gibt. PAT kann sich richtig unterhalten, anstatt nur auf voreingestellte Phrasen oder Aufforderungen zu reagieren. Die KI sucht für die Kinder die passende Kleidung auf Grundlage von „Biorhythmusanalysen“ aus, regelt die Temperatur im Haus, das Licht, stellt automatisch die Alarmfunktionen ein. Da es damals noch keine Apple Watch gab, analysiert die KI das Blut und die DNA der Familie oder überwacht die Ernährung der Kinder, indem sie ihren Atem abtastet. PAT war damals zu futuristisch, jedenfalls hat sich die KI in dieser Form nicht ganz durchgesetzt. Die Idee vom „Smart House“ aber schon, denn 20 Jahre später wurde aus der Filmvorlage „Smart House“ das „Smart Home“. Heute sind smarte Beleuchtungen, smarte Thermostate, smarte Schlösser und smarte Roboterstaubsauger fast schon so alltäglich, dass niemand mehr große Augen macht, wenn er darüber liest oder in Werbefilmen sieht, wie sie funktionieren. Ein Zuhause, das mitdenkt. Intelligent vernetzte Geräte, die Ihre vier Wände sicherer machen und den Alltag einfacher, das ist Smart Home.

„Smart Home“ ist für viele Menschen bereits Realität geworden und jeden Monat kommen immer mehr neue Produkte auf den Markt, die das Leben zu Hause angenehmer, sicherer, effizienter oder ganz einfach schöner machen, weil sie die Wohn- und Lebensqualität verbessern. Der Begriff „Smart Home“ wird gerne mit „intelligentem Haus“ übersetzt. Intelligent ist ein Haus immer dann, wenn z.B. verschiedene Geräte miteinander vernetzt sind, Informationen austauschen und regelmäßige Abläufe automatisch gesteuert und überwacht werden. Daher wird Smart Home auch gerne durch die Begriffe „vernetztes Wohnen“, „intelligentes Wohnen“, „Hausautomation“ oder „Smart Living“ ersetzt.

Damit aus einem Haus oder einer Wohnung auch ein „Smart Home“ wird, sollte man einiges darüber wissen. Daher stellen wir in diesem Blogbeitrag Lösungen und Produkte vor, um den Entscheidungsprozess zu erleichtern. Fallstricke bei einer Smart Home-Lösung können gerade für Einsteiger in ganz verschiedenen Bereichen bestehen. Dazu gehören unter anderem Fehlentscheidungen beim Kauf, nicht miteinander kompatible Produkte oder ganz einfach fehlende technische Voraussetzungen. Der Einsatz von Smart Home-Lösungen ist heute kein Hexenwerk mehr, solange man strukturiert plant und weiß, was man am Ende des Tages damit erreichen will.

So schnell ändern sich die Zeiten

Vor zehn Jahren war es nur ein Wunschtraum, einen Befehl zu sagen und zu erwarten, dass irgendwelche Geräte in der Wohnung darauf reagieren. Zwar konnte man durch Händeklatschen das Licht an oder aus schalten, das war´s aber auch schon. Heute schätzen die Experten sagt bereits jeder vierte Erwachsene in Amerika ganz selbstverständlich Sätze wie: „Ok Google, stelle den Timer auf 15 Minuten“, „Alexa, schalte das Licht im Wohnzimmer ein“ oder „Hey Siri, ich bin im Home Office“ und Alexa, Google und Siri wissen automatisch was damit gemeint ist und setzen den Wunsch prompt um. Auch in Deutschland steuert jeder Zweite sein Smart Home per Sprachbefehl, wie die Bitkom-Studie „Smart Home 2020“ zeigt.

Moderne Smart Home-Anwendungen lassen sich heute entweder per Sprachbefehl steuern oder bequem via App per Smartphone und Tablet bedienen und überwachen.

Komfort, Sicherheit und Lebensqualität

„Für die Nutzer bedeutet das Smart Home mehr Komfort, Lebensqualität und Sicherheit und gerade für Senioren ein längeres selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden,“ heißt es im Vorwort zur Studie  „Smart Home 2020“ der Bitkom.

Mit den ersten drei Nennungen: Mehr Komfort, mehr Sicherheit und Energieeffizienter leben, wird sich dieser Blogbeitrag näher beschäftigen.

Mehr Sicherheit

Nicht zuletzt kann ein Smart Home die Sicherheit oder zumindest das subjektive Sicherheitsgefühl im eigenen Zuhause erhöhen. Vernetzte Überwachungskameras, Videotürklingeln und Sensoren schlagen nicht nur per Sirene Alarm, sondern pushen Warnhinweise unmittelbar aufs eigene Smartphone oder an Notfallkontakte. Sofern mit smartem Licht und smarten Türschlössern verknüpft, kann die Sicherheitstechnik im Notfall den Weg erleuchten und Helfer schneller zum Einsatzort führen.

Laut einer im Juli diesen Jahres vom Marktforschungsinstitut YouGov im Auftrag der gfu Consumer & Home Electronics durchgeführten Umfrage in Deutschland und Großbritannien, wollen 30 Prozent der Deutschen und 36 Prozent der Briten künftig in smarte Kameras zur Überwachung ihres Hauses investieren. Smarte Sensoren wie beispielsweise Bewegungs- oder Rauchmelder und Sensoren, die geöffnete Fenster oder Türen signalisieren, stehen ebenfalls hoch im Kurs. In Deutschland sind sie in 12 Prozent der Haushalte aktuell im Einsatz, zukünftige Nutzung können sich 36 Prozent der Befragten vorstellen. In Großbritannien liegt die aktuelle Besitzrate mit 11 Prozent der Haushalte zwar etwas niedriger, allerdings sind hier 45 Prozent offen für eine Anschaffung in Zukunft.

Smarte Schlösser sind aktuell noch eine Ausnahmeerscheinung. Nur 2 Prozent der in Großbritannien Befragten haben eine smarte Schließlösung für ihr Haus oder ihre Wohnung im Einsatz, 27 Prozent können sich eine zukünftige Nutzung vorstellen. Vergleichbar sind die Zahlen für Deutschland. Aktuellen Einsatz smarter Schließlösungen geben hier 3 Prozent an, eine zukünftige Nutzung kann sich jeder vierte Befragte (25 Prozent) vorstellen.

Smarte Sicherheit im L, M oder S-Format

Ob großes Haus oder kleine Stadtwohnung: Jede Wohnsituation braucht ein individuelles Maß an Sicherheit. Das hat auch Gigaset erkannt und daher sein Smart Home Alarm System in drei verschiedenen Größen entwickelt: Large für große Wohnungen und Häuser, M wie Medium für Einfamilienhäuser und S wie Small für kleinere Wohnungen. Alle drei Lösungen verfügen über eine Basisstation, eine Alarmsirene, einen Türsensor und einen Bewegungssensor.

 

Als zentrale Steuerungszentrale der Sicherheitslösung dient die Gigaset elements app, über die z.B. die Sensoren an Fenster und Türen überprüft und gesteuert werden oder die Indoor-Kamera. Insgesamt bietet die App vier Alarm-Modi. „Außer Haus“ (wenn niemand zu Hause ist), „Zuhause“ und „Individuell“ (zur Überwachung einer einzelnen Etage etwa) und „Nacht“. Wird ein Alarm ausgelöst, werden Sie sofort per Push-Nachricht oder E-Mail informiert. Außerdem geht zum Beispiel im Haus die Sirene und alle Lichter an. Alle Ereignisse wie Bewegungen oder Alarme, die von Sensoren registriert werden, finden Sie in der Ereignisliste Ihrer App. Einfacher und praktischer geht es kaum.

Smarte Rauchmelder

Rauchmelder sind seit dem 1. Januar 2021 in fast ganz Deutschland Pflicht. Die kleinen Geräte können im Ernstfall Leben retten. Alle Schlaf- und Kinderzimmer einer Wohnung sowie alle Flure, die als Flucht- und Rettungswege dienen, müssen mit Rauchmeldern ausgestattet werden. Bei Einfamilienhäusern mit offenem Treppenhaus muss auch dort auf jedem Stockwerk ein Melder angebracht werden. In Berlin und Brandenburg gilt die Rauchmelderpflicht zudem für alle Aufenthaltsräume, also auch das Wohnzimmer. Kurzschlüsse und Kabelbrände sind laut einer Studie die häufigsten Brandursachen in Privathaushalten. Smarte Rauchmelder erkennen rechtzeitig diese Gefahren und alarmieren optisch, akustisch und per App. Wie das funktioniert zeigt das Brand-Szenario des neuen Rauchmelders von Gigaset, dem Smoke Sensor 2.0 ONE X. Der Smoke Sensor 2.0 ONE X von Gigaset ist in der Lage, eine Rauchentwicklung zu erkennen und meldet direkt in der App, welcher Raum betroffen ist.

Wenn sich im Haus oder der Wohnung Rauch entwickelt, schickt der smarte Rauchmelder über die Gigaset elements App eine Warnung auf das Smartphone. Darüber hinaus baut er automatisch eine Verbindung zu anderen Geräten im Sicherheitssystem von Gigaset  auf und aktiviert diese. Sind zudem Alarmsirenen[2] installiert, wird es laut, mit rund 85 Dezibel gehen die Sirenen los und warnen die Bewohner. Gleichzeitig werden alle Geräte aktiviert, die an einer Gigaset Schaltsteckdose angeschlossen sind, das können z.B. Lampen sein. Ein entscheidender Vorteil, wenn im Notfall Fluchtwege in Ihrem Zuhause automatisch beleuchtet werden. Auch mit dem beliebten Beleuchtungssystem von Philips Hue verbindet sich der Smoke Sensor problemlos.

Smarte Kameras für Innen und Außen

Das wünscht man niemandem: Man kommt nach Hause und die Türen oder Fenster stehen offen, das Wohnungsinnere ist verwüstet. Einbrüche sind furchtbar, nicht nur aus materieller Sicht. Auch deshalb investieren immer mehr Privathaushalte in Sicherheit. Aber lohnt sich die Anschaffung von Kameras? Ein Blick auf die Statistiken kann helfen:

  1. Alle drei Minuten steigen in Deutschland Diebe in Häuser oder Wohnungen ein.
  2. 2019 wurden in Deutschland 87.145 Haus- und Wohnungseinbrüche gemeldet. Die Zahlen sind rückläufig, das liegt auch an den erhöhten Sicherheitsmaßnahmen.
  3. Nur 17,4 Prozent der polizeilich gemeldeten Fälle konnten aufgeklärt worden. Mit Videoaufzeichnungen können Täter deutlich besser überführt werden.
  4. Im Durchschnitt verursacht ein Einbruch Schäden in Höhe von 2.850 Euro.
  5. Fast die Hälfte aller Einbruchsversuche werden erfolglos abgebrochen.  Vor allem bei gut abgesicherten Objekten ziehen Diebe oft wieder ab.

Die Gigaset smart camera 2.0 sieht in Ihrem Zuhause nach dem Rechten, im Flur oder Wohnzimmer, im Kinderzimmer oder der Küche. Diese Innenkamera ist ebenso unauffällig wie flexibel, sie lässt sich einzeln einsetzen oder als Ergänzung in einem Gigaset alarm system. Dem Bewegungsmelder entgeht nichts, weder das eigene Haustier oder ein Eindringling.

  • Die Kamera liefert Bilder in HD-Qualität und passt sich automatisch den Lichtverhältnissen im Zimmer an. Und dank Infrarot-Technik hat sie auch nachts den perfekten Durchblick.
  • Die Verbindung erfolgt drahtlos über WLAN oder Bluetooth.  Die Echtzeit-Videoübertragung erfolgt automatisch auf das Smartphone, sobald die Kamera etwas registriert
  • Sie lässt sich einzeln einsetzen oder als Ergänzung in einem Gigaset Alarm System. Wenn an Türen, Fenstern oder im Raum Gigaset Smart Home Sensoren angebracht sind, tritt die Kamera in eine aktive Verbindung

Die Gigaset outdoor camera lässt sich entweder über WLAN (WPA2 und TKIP) oder über ein Netzwerkkabel (Ethernet LAN) mit dem Internet verbinden. Erkennt die Kamera Bewegungen auf dem Grundstück, zeichnet sie sofort ein 30-sekündiges Video auf, zusätzlich wird der Anwender mithilfe der Gigaset elements App unmittelbar per Push-Nachricht auf seinem Smartphone informiert. Aufgrund der Echtzeit-Videoübertragung kann man sofort prüfen, was auf dem Grundstück vor sich geht und entsprechend  handeln. Denn meistens ist es nicht ein unerwünschter Eindringling, der den Alarm auslöst, sondern die Katze des Nachbarn, die über die Terrasse läuft, spielende Kinder oder ein ball, der vom Wind bewegt wird und über den Rasen kullert.

Smarte Türklingel

Mit der Gigaset Smart Doorbell können Besucher an der Haustür empfangen werden, auch wenn man nicht zuhause ist. Über die App sieht man nämlich wer vor der Tür steht und man kann sogar mit dem Besuch sprechen. Durch eine Einbindung eines smarten Türschlosses von Nuki, wie etwa dem Nuki Smart Lock 2.0 lässt sich die Haustür mit dem Smartphone sogar öffnen.

Ein deutliches Plus für mehr Sicherheit zu Hause oder im eigenen Haus gibt es heute bereits ohne großen Aufwand und teure Einbauten. Ein Smartphone oder Tablet-PC reicht schon, um Lampen, Rauchmelder, Überwachungskameras und viele andere Dinge zu steuern.

Im zweiten Teil des Blogbeitrages „Was Sie schon immer über Smart Home wissen wollten“ legen wir den Fokus auf die Punkte Komfort und Lebensqualität.

2 Kommentare

  • Schwaigand M. 09.09.2021

    Danke für die Aufbereitung! Freue mich auf Teil 2!!!

    • Hallo,

      vielen Dank für das positive Feedback. Wir geben uns stets Mühe relevante und informative Beiträge zu verfassen und freuen uns natürlich sehr, dass dieser Text für dich interessant war.

      VG

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