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WLAN, Bluetooth und DECT erklärt

13. Juli 2021 Veröffentlicht von Jana Greyling

Die Begriffe WLAN, DECT und Bluetooth sind den meisten Menschen bekannt und für viele im Alltag unverzichtbar. Doch so richtig verstehen wie WLAN, die Bluetooth-Verbindung oder das DECT-Telefon funktioniert, tun nur die wenigsten. Welche Technologien stecken dahinter und was kann daran schuld sein, wenn es nicht funktioniert? Wir klären auf!

Die wahrscheinlich wichtigste Technologie im Alltag vieler Menschen ist das WLAN. Über eine WLAN-Verbindung hat man die Möglichkeit, ohne eine lästige Kabelverbindung ins Internet zu gehen. WLAN ist dabei eine Abkürzung für „Wireless Local Area Network“. Im Grunde kann jeder, der eine Internetleitung, einen WLAN-Router sowie ein WLAN-fähiges Empfangsgerät hat, WLAN nutzen. Bevor das WLAN aber funktionieren kann, muss die besagte, physische Leitung von einem Anbieter freigeschaltet werden. An diese Leitung wird der Router angeschlossen. Dieser verwandelt das physische, durch das Kabel geleitete Internet in dieses unsichtbare und drahtlose Internet: das WLAN. Dann kann ein Smartphone, ein Tablet oder ein Laptop mit dem WLAN verbunden werden. Um sich mit dem WLAN verbinden zu können, muss das Empfangsgerät über eine integrierte WLAN-Empfangsmöglichkeit verfügen. Heutzutage ist dies bei den meisten Geräten der Fall. Nun fehlen nur noch die Zugangsdaten für das WLAN, die in der Regel auf dem Router zu finden sind. Und schon kann sich das Gerät in das WLAN einwählen und das Surfen im Internet kann los gehen.

Damit die WLAN-Verbindung im ganzen Haus auch stabil ist, sollte der Router sich nach Möglichkeit zentral befinden. Müssen die Funksignale durch mehrere Mauern dringen, kann die Empfangsqualität nachlassen oder die Verbindung abreißen. In dem Fall sind entweder Repeater oder Mesh-Systeme mit Access Point nützlich. Ein Repeater fängt das vorhandene WLAN-Signal ein und gibt es dann verstärkt wieder. Ein Mesh-System verfügt dafür über eine höhere Reichweite und erreicht Geschwindigkeiten ähnlich wie die des Hauptsignals.

Was ist ein Bluetooth?

Wer das Wort Bluetooth zum ersten Mal hört, würde vermutlich leicht irritiert reagieren. Dabei sollte man das Wort nicht buchstäblich verstehen (Blue=blau und tooth=Zahn). Es bezeichnet nämlich lediglich die kabellose Kommunikation zwischen technischen Geräten. Egal ob im Auto, im Wohnzimmer oder bei der Nutzung von Kopfhörern: Dank Bluetooth ist eine Kabelverbindung zwischen Smartphone und anderen Geräten obsolet geworden. Bluetooth ist also ein Funkstandard, über den Daten, Musik, Videos oder Bilder auf kurze Distanzen übertragen werden können. Kommt eine Bluetooth-Verbindung zwischen zwei Geräten zustande, bauen diese eine 2,4 GHz Funkverbindung auf. Dabei entsteht ein Wireless Personal Area Network, in welchem Daten übertragen werden können.

Soll zum Beispiel ein Smartphone mit einem kabellosen Bluetooth-Lautsprecher verbunden werden, der Musik vom Telefon abspielen soll, muss zunächst am Handy die Bluetooth-Funktion aktiviert werden. Außerdem sollte sichergestellt werden, dass sich auch der Speaker im Koppelungsmodus befindet. Sind die Geräte verbunden, können die Lieblingssongs ohne Unterbrechung und ganz bequem per Bluetooth auf dem Speaker abgespielt werden.

Wie funktioniert DECT?

Nach einem ähnlichen Konzept funktioniert auch die DECT-Telefonie. DECT ist die Abkürzung für Digital Enhanced Cordless Telecommunications (auf Deutsch “verbesserte digitale Schnurlos-Kommunikation”) und ist ein Funkstandard, welcher besonders häufig bei Festnetztelefonen eingesetzt wird. Ein DECT-System beinhaltet immer zwei Komponenten, welche ständig im Austausch sind. Zum einen ist dies eine Basisstation oder auch Fixed Part genannt und zum anderen mindestens ein Mobilteil bzw. Portable Part. Die Basisstation bildet die Brücke zwischen dem Telefon- und Internetanschluss und den Mobilteilen. Dies kann eine DECT-Basisstation mit oder ohne Anrufbeantworter oder auch ein DSL Router mit DECT Funktion sein. Das Mobilteil ist in der Regel das schnurlose Handtelefon, welches sich mit der Basisstation verbindet. Ein Mobilteil kann aber auch ein Headset, Mobiltelefon oder Smart Home Sensor sein.

Die Basisstation sendet ununterbrochen ein sogenanntes Beacon Signal. Dieses kann von einem in der Nähe befindlichen Mobilteil empfangen werden. Das Signal zeigt dem Mobilteil die nötigen Informationen an, um sich zu verbinden und über diese Basisstation Daten zu senden. Ist eine Synchronisierung zwischen Basisstation und Mobilteil erfolgt, kann schnurlos telefoniert werden. Bei der Übertragung der Daten vom Mobilteil zur Basisstation entsteht durchschnittlich eine Verzögerung von 10ms, was deutlich weniger ist als eine Übertragung im WLAN oder per Bluetooth.

Vorteile der DECT-Telefonie sind zum Beispiel die hohe Reichweite (Innenbereich bis zu 40m, Außenbereich bis zu 300m) und die hohe Abhörsicherheit. Außerdem ist diese Technologie sehr energiesparend und von besserer Tonqualität als vorhergehende Standards.

Es ist also egal, ob man im Internet surfen, Musik über Kopfhörer hören oder während eines Telefonats durch das ganze Haus laufen möchte – ohne Kabel geht heutzutage eigentlich alles.

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