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Telefonbetrug

Die häufigsten Betrugsmaschen am Telefon und wie Sie sich schützen

30. Januar 2020 Veröffentlicht von Raphael Doerr

Telefonbetrug – eine der fiesesten Trickbetrugs-Maschen trifft vor allem ältere Menschen, indem die Gutgläubigkeit und das soziale Bewusstsein dieses Personenkreises schamlos ausgenutzt wird. Wir informieren über die gängigsten Betrugsmaschen am Telefon und geben Ratschläge zum Selbstschutz.

Mach einer von uns mag es kaum glauben, aber Telefonbetrug verursacht weltweit einen jährlichen Schaden von rund 28 Mrd. Euro, so eine Studie von Securitas zu diesem Thema. Dabei sind die Tricks der Betrüger so vielfältig wie man es sich kaum vorstellen kann. Ein Anruf vom Staatsanwalt? Eine Gewinnmitteilung am Telefon? Mit immer neuen Tricks versuchen Betrüger an das Geld von ahnungslosen Menschen heranzukommen.

Die häufigsten Betrugsmaschen am Telefon

Angebliche Gewinne
Anrufer geben sich als Notare oder Gewinnbeauftragte aus, die den Angerufenen große Gewinne in Aussicht stellen. Oft sollen aber Betroffene zunächst Geld überweisen, meist auf ein Konto im Ausland, um so den Gewinn abzurufen.

Lassen Sie sich angebliche Gewinne daher immer schriftlich bestätigen. Geben Sie sensible Daten wie etwa Ihre Adresse in keinem Fall ungeprüft am Telefon heraus. Beenden Sie im Zweifel das Telefonat und überweisen Sie auf keinen Fall Geld.

Betrügerischer Kundendienst
Mitarbeiter großer, bekannter Computerfirmen rufen Sie an. Das Angebot: Den heimischen Computer per Fernwartung von Viren und Trojanern zu befreien. Für einen solchen unseriösen Kundendiensteinsatz werden nicht nur mehrere hundert Euro fällig. Das Fernwartungssystem ermöglicht den Betrügern auch vollen Zugriff auf Ihr sensible, privaten  Daten.

Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und handeln Sie nicht vorschnell. Seien Sie skeptisch bei unbekannten Anrufern. Beenden Sie im Zweifel das Telefonat. Wenden Sie sich selbst an den offiziellen Kundendienst Ihres Produktes.

Falsche Verträge
Bei einem seriös klingenden Telefonanruf gibt der Anrufer vor, eine wichtige Nachricht zu überbringen. Der eigentliche Schock folgt erst viel später. Die Angerufenen haben angeblich teure Verträge abgeschlossen oder sollen mehrere tausend Euro überweisen, ohne dafür jemals eine Gegenleistung zu erhalten. Das Problem: Die Lügengeschichten werden vollkommen glaubwürdig vorgetragen. Jeder kann zum Opfer werden.

Gegen angeblich abgeschlossene oder untergeschobene Verträge können Sie sich mit einem Musterbrief der Verbraucherzentrale wehren.

Enkeltrick und falscher Beamter

Die Trickbetrüger rufen ältere Menschen unter dem Vorwand an, Verwandte (meistens Enkel oder Neffen) oder gute Bekannte zu sein: „Rate mal wer am Telefon ist?“ Dann täuschen sie einen finanziellen Engpass vor und bitten um hohe Bargeldbeträge, weil sie das Geld aufgrund einer Notlage sofort benötigen. Durch mehrere Telefonanrufe in kurzer Zeit erhöhen die Täter den psychischen Druck auf die Senioren, verbunden mit Appellen wie: „Hilf mir bitte!“ Die Betrüger bitten um absolute Verschwiegenheit gegenüber Familie und Freunden. Weil sie angeblich nicht selbst kommen können, vereinbaren sie mit den älteren Menschen ein Kennwort, das ein Freund oder Bekannter nennen wird, wenn er als Bote das Geld abholt. In zahlreichen Fällen haben die älteren Opfer nach solchen Gesprächen hohe Geldbeträge von ihrem Konto abgehoben, um dem vermeintlichen Enkel zu helfen.

Tipps der Polizei gegen Enkeltrick

  • Seien Sie vorsichtig, wenn Sie jemand telefonisch um Geld bittet.
  • Legen Sie einfach den Telefonhörer auf, sobald ihr Gesprächspartner, häufig ein angeblicher Enkel, Geld von Ihnen fordert.
  • Vergewissern Sie sich, ob der Anrufer wirklich ein Verwandter ist. Rufen Sie ihn zurück.
  • Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen.
  • Informieren Sie sofort die Polizei, wenn Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt: Notrufnummer 110!
  • Wenden Sie sich auf jeden Fall an die Polizei, wenn Sie Opfer geworden sind und erstatten eine Anzeige.
    Bei Fragen helfen die im Opferschutz besonders geschulten Beamtinnen und Beamte Ihrer örtlichen Polizei gerne.

Die Betrüger geben sich als Polizisten aus, um ihre Geschichte glaubwürdig erscheinen zu lassen. Sie rufen häufig bei älteren Menschen an und manipulieren ihre Opfer in stundenlangen Telefonaten. Sie versuchen mit überzeugenden Geschichten das Vertrauen der Opfer zu gewinnen. Angeblich stehe ein Einbruch in die Wohnung oder das Haus unmittelbar bevor oder die Polizei habe Schwarzgeld auf ihren Konten gefunden. In allen Fällen fordern die Täter die Opfer massiv auf, Wertgegenstände und Bargeld zum eigenen Schutz an einen „Kollegen“ zu übergeben. Um die Ermittlungen nicht zu gefährden, solle das Opfer mit niemandem über den Vorfall reden. Mit geschickter Gesprächsführung bringen die Täter die Opfer dazu, ihr gesamtes Barvermögen und mitunter sogar den Inhalt von Bankschließfächern nach Hause zu holen, um es anschließend an einen vermeintlichen Polizeibeamten zu übergeben.

Tipps der Polizei gegen falsche Polizeibeamte

  • Lassen Sie sich den Namen nennen, legen Sie auf, rufen Sie Ihre örtliche Polizeibehörde über die Rufnummer 110 an und schildern Sie den Sachverhalt.
  • Geben Sie unbekannten Personen keine Auskünfte über Ihre Vermögensverhältnisse oder andere sensible Daten.
  • Öffnen Sie unbekannten Personen nicht die Tür.
  • Ziehen Sie eine Vertrauensperson hinzu.
  • Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen, angebliche Mitarbeiter von Polizei, Staatsanwaltschaften, Gerichten oder Geldinstituten.
  • Wenn Sie Opfer eines solchen Anrufes geworden sind, wenden Sie sich in jedem Fall an die Polizei und erstatten Sie eine Anzeige.

Technische Schutzmaßnahmen

Wer gar nicht erst in die Situation kommen will, einer betrügerischen Masche zu Opfer zu fallen, findet Abhilfe durch das neue Gigaset CL690A SCB. Alle Informationen dazu finden Sie hier.

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