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Kommunikation Quelle: Andrew Neel auf Unsplash

Quo vadis, Kommunikation?

7. Januar 2021 Veröffentlicht von Jana Greyling

Dieser Beitrag zur Kommunikation wurde am 12. Mai von Raphael Dörr auf LinkedIn veröffentlicht. Der Beitrag kann unter diesem Link angesehen, geliked und geteilt werden.

Die Corona-Krise hat in kürzester Zeit sämtliche Branchen vor enorme Herausforderungen gestellt. Von brachliegender Arbeit, strengen Schutz- und Hygiene-Auflagen am Arbeitsplatz oder dem Umzug ins Home Office – verschont wurde kaum jemand. War das Home Office bis vor kurzem noch der heiß begehrte Ruheort zum konzentrierten Arbeiten – keine Ablenkung durch Kollegen, falls vorhanden der Partner im Büro und die Kinder in der Schule – ist es mittlerweile für Millionen Menschen anstrengender Alltag und tägliche Doppelbelastung geworden und das bereits lange vor der Corona-Krise, wie eine Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung belegt. Dass diese Doppelbelastung aus aktuellem Anlass noch größer ist, kann man sich leicht ausmalen. Auswirkungen hat das nicht nur auf unser direktes Lebensumfeld, sondern auch auf unsere Kommunikation.

Erste Hürden gemeistert

Denken wir positiv und gehen davon aus, dass sich nach einiger Zeit im Home Office die ersten Wogen des Chaos und der Ablenkung gelegt haben: Der Arbeitsbereich ist eingerichtet, die Kinder perspektivisch wieder in der Schule oder zumindest beschäftigt, die Doppelbelastung aus Kinderbetreuung und Arbeit reduziert sich – man hat sich organisiert. Trotz all dieser Verbesserungen und einer zeitgleich stattfindenden Rückkehr an den angestammten Arbeitsplatz, für viele Arbeitnehmer wird Home Office aller Wahrscheinlichkeit nach etwas sein, das sie noch längere Zeit begleiten wird – und für viele ist es nach wie vor eine beliebte Option.

Effektiv arbeiten von zu Hause aus

Nicht jedes Unternehmen steht dem Thema Home Office bedingungslos offen gegenüber. Oft besteht die Angst, dass Mitarbeiter von zu Hause aus weniger oder ineffektiver arbeiten, die Mittagspause gerne mal etwas länger ausfällt oder man schlecht zu erreichen ist.

Photo by Dillon Shook on Unsplash

Tatsache ist, dass uns Corona dazu gezwungen hat im Home Office genauso effektiv zu arbeiten, wie im Büro. In den letzten Monaten war es eben nicht der eine Freitag in der Woche, den man genutzt hat, um in Ruhe Liegengebliebenes vom Sofa aus abzuarbeiten, nein: Das Home Office wurde zu einer dauerhaften Situation, mit der wir leben mussten und zum Teil auch weiterhin leben müssen. So unangenehm das für mache auch sein mag, hat es uns doch gezeigt, dass von zu Hause aus effektiv und gut vernetzt gearbeitet werden kann – solange die richtige Technik im Haus verfügbar ist.

So war die Pandemie bereits während der letzten Wochen ein massiver Beschleuniger für die Digitalisierung und es ist zu erwarten, dass der Sprung nach vorn auch in den nächsten Monaten und Jahren massiv sein wird. Spätestens seit Ausbruch der Pandemie haben sich virtuelle Kommunikationslösungen wie Circuit, Skype oder Microsoft Teams in vielen Unternehmen etabliert. Wirklich effektiv werden diese aber erst mit der passenden Infrastruktur, beginnend mit einer starken Internetverbindung und dem passenden, arbeitstauglichen Endgerät.

Alternative zu abgehackten Sätzen? Festnetz!

Wer sich nicht einfach mit schwankenden Internetverbindungen durch erhöhte Netzauslastung abfinden will, für den gibt es glücklicherweise auch noch eine Alternative: das altbekannte Festnetz. Verzögerungen, abgehackte Sätze und ungewollte Echos können damit vermeiden werden – gerade bei wichtigen geschäftlichen Telefonaten ist das Gold wert. Dass immer mehr Anwender in Deutschland mittlerweile genau darauf vertrauen zeigen auch Zahlen zur Netzauslastung von Vodafone: Gegenüber einem normalen Monat stieg der Telefonverkehr über DSL und Glasfaser um satte 80 Prozent an. Ein ergonomisch gestaltetes Endgerät mit direkter Schnittstelle für einfache Konnektivität verheißt damit nicht nur Komfort, sondern auch sichere und stabile Kommunikation bei glasklarer Sprachqualität und damit eine sinnvolle Investition in den neuen Zweitarbeitsplatz.

Veränderte Geschäftsreisen-Frequenz

Auswirkungen hat die aktuelle Phase nicht nur auf die Wahl unseres Arbeitsplatzes, sondern besonders auch auf Geschäftstermine. Telefon- und Videokonferenzen müssen aktuell genauso gut wie ein persönliches Meeting funktionieren, denn das Reisen an sich und somit auch Geschäftsreisen werden in den kommenden Wochen und Monaten nicht in gewohnter Weise wahrnehmbar sein. Wie es mit den Dienstreisen nach der Krise weitergehen wird, fragen sich auch Airline-Manager. Gerald Wissel vom Luftfahrtberatungsunternehmen Airborne Consulting ist davon überzeugt, dass die Unternehmen nur sehr langsam die Dienstreisen wieder hochfahren werden, zumal es auch von der Bereitschaft der Mitarbeiter abhängt, ob wieder geschäftlich gereist werden wird. Auf der einen Seite mag das belastend und verunsichernd sein. Auf der anderen Seite kann man diese Zeit nutzen, sich Gedanken darüber zu machen, wie viel Geld und Ressourcen dadurch für ein Unternehmen eingespart werden können. War es für den ein oder anderen vor Kurzem noch ganz normal, drei Mal pro Woche in einen Flieger oder Zug zu steigen und für ein Meeting von Frankfurt nach München zu reisen, tritt die Videokonferenz nun an diese Stelle. Und sind wir einmal ehrlich: Der gute Vorsatz, effektiv aus dem Zug zu arbeiten, bricht meistens genauso schnell weg wie die Internetverbindung dort. Im Büro oder Home Office ist der Weg zum Laptop in das virtuelle Meeting dagegen ein Katzensprung, für An- und Abreise geht keine Zeit verloren.

Auswirkungen veränderter Kommunikation

Ob es in Zukunft noch Business Travel wie bisher geben wird? Wir dürfen gespannt sein. Falls nein, dann schonen wir neben der Umwelt auch die Reisebudgets zahlreicher Unternehmen. Im Umkehrschluss werden allerdings Business-Hotels, Gastronomie und auch Verkehrsinfrastruktur den Rückgang zu spüren bekommen. Kommunikation im Business-Kontext wird sich jedenfalls wohl auch über die aktuelle Lage hinaus langfristig ändern. Durch gute Technologie ermöglichtes Home Office und virtuelle Kollaboration statt Geschäftsreisen haben das Potenzial, unser Arbeitsleben stark zu vereinfachen. Spannend bleibt dabei besonders eine Frage: Wird sich mit den geänderten Kommunikations- und Arbeitsmöglichkeiten auch die Kultur in unseren Unternehmen verändern? Und wenn ja – in welche Richtung?

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