FAQ
Quelle: iStock.com/Evgenia Tsvirko

Smartphone im Supermarkt: Die besten Lebensmittelscanner Apps

2. November 2021 Veröffentlicht von Jana Greyling

Handy, Handy in der Hand, woher stammt das Fleisch in meiner Hand? Nenn´ mir Herkunft und Ursprungsland? Immer mehr Menschen informieren sich beim Einkaufen im Supermarkt über das Smartphone welche Lebensmittel gesund, nachhaltig oder tierwohlgerecht sind.

Fast jeder zweite Supermarkt-Kunde informiert sich per Handy über Herkunft und Herstellung, bevor ein Produkt im Einkaufswagen landet. Laut einer neuen Umfrage des Digitalverbands Bitkom steht eine möglichst gesunde Ernährung an der Spitze des Rankings. Sie ist neun von zehn Personen bei der Kaufentscheidung wichtig. Auch Infos rund um Tierwohl (85 Prozent), Nachhaltigkeit (83 Prozent) und regionale Herstellung (83 Prozent) liegt der Mehrheit am Herzen. Das Smartphone wird dabei immer stärker als Informationszentrale benutzt. Entsprechende Lebensmittel- und Produkt-Apps unterstützen den Kunden dabei in seinem Entscheidungsprozess.

Inhaltsstoffe, Herkunft und Herstellung: Das Informationsbedürfnis von Verbraucherinnen und Verbrauchern beim Lebensmittelkauf wird immer größer. Welche Inhaltsstoffe wirklich in Produkten stecken, spielt für 73 Prozent bei der Kaufentscheidung im Supermarkt eine wichtige Rolle. Für die Hälfte (48 Prozent) der Kundinnen und Kunden ist Transparenz bei Herkunft und Herstellung ein relevantes Kriterium, bevor ein Produkt im Einkaufswagen landet. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung unter 1.007 Menschen in Deutschland ab 16 Jahren im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

Um das wachsende Informationsbedürfnis zu stillen, spielen digitale Technologien eine zusehends größere Rolle. „Die Menschen wollen informiert durch die Regale gehen und bewusst ihre Produkte auswählen. Das Smartphone als ständiger Begleiter kann einen einfachen und schnellen Zugang zu Informationen verschaffen“, erklärt Andreas Schweikert, Bereichsleiter für Landwirtschaft beim Bitkom.

Vielen genügt dabei der Nutri-Score alleine nicht mehr. Bereits jede vierte Person (24 Prozent) nutzt laut Bitkom-Umfrage Barcode-Scanner auf Mobilgeräten, um sich Details zur Produktion oder Herkunft ihrer Produkte direkt im Supermarkt anzeigen zu lassen. Im Jahr 2019 machte erst jede fünfte Person (20 Prozent) von dieser Möglichkeit Gebrauch. Zudem informieren sich 22 Prozent (2019: 19 Prozent) mittels QR-Code über ihre Einkäufe. Künftig dürfte der Anteil der Informationssuchenden weiter steigen, legt die Bitkom-Befragung nahe: 4 von 10 Personen (41 Prozent) können sich die Nutzung eines Barcode-Scanners, 35 Prozent eines QR-Codes vorstellen.

Gerade das Interesse am Thema Tierwohl steigt und entsprechend fordern „Verbraucherinnen und Verbraucher zunehmend Einblicke in die Haltungs- und Produktionsbedingungen. Digitale Technologien ermöglichen, den Weg bis in die Supermarktregale zu verfolgen,“ unterstreicht Bitkom-Experte Schweikart. Den Verbrauchern genügt es nicht mehr, nur die vorgeschriebenen Angaben zu Zutaten oder dem Mindesthaltbarkeitsdatum zu bekommen. Viele Bürger erwarten weiterführende Informationen: wie Angaben zur Tierhaltung oder Angaben zu umweltverträglichen und fairen Produktionsbedingungen.

Fair Trade und Umweltschutz

Klima- und Umweltschutz bewegen die Befragten in vielen Bereichen. Häufiger als noch im Vorjahr sind den Befragten Angaben darüber, ob ein Produkt umweltverträglich erzeugt wurde und dies über alle Altersgruppen hinweg (2020: 76%, 2021: 84%). Auch der Wunsch an die Landwirtschaft, umweltschonende Produktionsmethoden anzuwenden, ist im Vergleich zum Vorjahr etwas gestiegen (von 52% auf 57%). 54 Prozent wollen, dass Emissionen verringert werden. Undurchsichtige Lieferketten und fehlende Informationen machen es den Verbraucherinnen und Verbrauchern schwer, Produkte zu konsumieren, für die kein tropischer Regenwald abgeholzt wurde oder Kinderarbeit in Kauf genommen wird. Gleichzeitig entscheiden sich immer mehr Konsumentinnen und Konsumenten auch für Bio- und Fairtrade-Produkte, um die negativen Folgen der Lebensmittelproduktion nicht zu unterstützen. Ferner versucht auch die Politik lenkend über Subventionen oder Lieferkettengesetze auf die Produktion einzuwirken.

Wo kommt das her? Was ist da drin? Verbraucherinnen und Verbraucher wollen grundlegende Informationen über ihre Lebensmittel, sie wünschen sich mehr Transparenz und einen einfacheren Zugang zu Produktinformationen. Aus mehreren Studien gehen vier zentrale Erwartungen hervor, die Konsumenten an Lebensmittel haben:

  • Produktinformationen über Nährwerte und Inhaltsstoffe:  Der Wunsch danach, möglichst viel über Inhaltsstoffe und Nährwerte von Lebensmitteln herauszufinden nimmt zu. Bereits 2020 hat eine Befragung von Bitkom gezeigt, dass sich ein Großteil der deutschen Verbraucher genaue Informationen darüber wünscht, welche Inhaltsstoffe in Lebensmitteln enthalten sind und wie diese produziert werden. 75 % wollen beim Einkauf von Lebensmitteln ganz genau wissen, was in den Produkten steckt. 51 % achten auf bestimmte Siegel oder Labels.
  • Außerdem belegt die DLG-Studie “My Food – Personalisierung und Ernährung”, dass 33 % der Befragten bestimmte Zutaten in Lebensmitteln in ihrer Ernährung vermeiden wollen. Fehlende personalisierte Ernährungsempfehlungen und nicht verfügbare Hilfsmittel für die Ernährungsplanung im Alltag nennen sie als Gründe dafür, dass sie dies dennoch nicht tun. Auch Lebensmittelunverträglichkeiten sind keine Seltenheit mehr; so wird es für Verbraucherinnen und Verbraucher immer schwieriger, im Supermarkt den Durchblick zu behalten, in welchem Produkt welche Inhaltsstoffe und potenziellen Allergene enthalten sind.
  • Produktinformationen über Nachhaltigkeit und Fairness: Laut einer Umfrage von forsa im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) ist es bspw. für 90 % der Befragten „sehr“ bzw. „eher schwer erkennbar“, ob Lebensmittelproduzenten einen fairen Preis für ihre Arbeit und ihre Ware bekommen haben. Dasselbe gilt für die Einhaltung hoher Umweltschutzstandards (für 87 % der Befragten nicht nachvollziehbar).

Barcode-Scanner-Apps, QR-Codes und Produkt-Apps

Hier stellen wir ein paar der interessantesten Apps kurz vor. Da wir diese nicht selbst testen konnten, beziehen wir uns bei der Besprechung, auf die aktuelle Berichterstattung in den Medien.

Die Verbraucher-App

„Yuka ist eine kostenlose Mobile App für iOS und Android und soll den Verbrauchern durch das Scannen des Produktstrichcodes helfen Produkte hinsichtlich ihrer Inhaltsstoffe und Auswirkungen auf ihre Gesundheit einfacher einordnen zu können. Mit Hilfe einer Ampelbewertung kann sich der Verbraucher Stunden mühseliger Selbstrecherchen sparen.“ Die unabhängige Verbraucher-App Yuka hilft Shoppern, die Etiketten von Lebensmitteln und Kosmetikprodukten zu entschlüsseln, um deren Auswirkungen auf die Gesundheit zu bewerten. Yuka hat mittlerweile mehr als 20 Millionen Nutzer weltweit. Verbraucher scannen in der Yuka-App Produkte des täglichen Bedarfs mithilfe des Scandit Barcode Scanner SDK. Die Yuka-Datenbank umfasst mittlerweile insgesamt mehr als 1,5 Millionen Lebensmittel- und mehr als 500.000 Kosmetik-Produkte. Darüber hinaus kommen täglich 800 neue Produkte in die Datenbank hinzu. Yuka verwendet einen einfachen Farbcode, der die Auswirkungen eines Produktes auf die Gesundheit anzeigt: ausgezeichnet, gut, mittelmäßig oder schlecht.

Download: Android

Die Nachhaltigkeits-App

Nicht nur um die eigene Gesundheit sondern auch um die der anderen sollte man besorgt sein. Die App „Beat the Microbead“ zeigt auf, welche Produkte Mikroplastik enthalten, so die Welt nach und nach verschmutzen und schließlich auch für uns Menschen gefährlich werden. Unterteilt werden die Produkte in vier Kategorien, im Ampelsystem von rot bis grün, sprich mit sehr viel bis sehr wenig Mikroplastik oder die beste Kategorie «zero», die Produkten entspricht, welche ohne Mikroplastik auskommen.

Die Barcode Scanner-App

Die Barcode-Scanner App Barcoo ist ein überzeugendes Hilfsmittel für eine bewusstere und gesündere Ernährung. Wohl selten zuvor war es so einfach in Sekundenschnelle herauszufinden, welche Lebensmittel gesund sind und von welchen man besser die Finger lässt – und das direkt im Supermarkt. Denn laut Eigenangabe ist Barcoo die erste Produktscanner App, die in Deutschland über eine Lebensmittelampel verfügt. Anhand dieser sieht man auf einen Blick in welcher Menge die wichtigsten gesundheitsrelevanten Nährwerte im entsprechenden Produkt enthalten sind und wie diese aus Gesundheitsaspekten zu bewerten sind. Ist ein verarbeitetes Lebensmittel zum Beispiel bis oben hin mit Zucker vollgepumpt, erkennt man dies sofort an der roten Kennzeichnung. Das bedeutet, dass man dieses Produkt – wenn überhaupt – nur in Maßen genießen sollte. Neben der Lebensmittelampel stellt die App wichtige Informationen über die Nachhaltigkeitsaspekte der einzelnen Marken und Produkte zur Verfügung. Wer Wert auf einen nachhaltigen, ethisch korrekten und fairen Konsum legt, findet hier also ein ideales Tool. Darüber hinaus versorgt die App ihre Nutzer mit weiteren interessanten Informationen zu den Inhaltsstoffen eines gescannten Produkts aber auch darüber, ob es sich zum Beispiel um eine Mogelpackung handelt.

Download für Android

Die CodeCheck-App

Mit der App Codecheck findet man heraus, welche (schädlichen) Inhaltsstoffe in Kosmetikprodukten, Lebens- und Reinigungsmitteln sowie sonstigen Konsumgütern stecken. „Der Shoppingberater für den bewussten Lebensstil“, wie die App auf der Webseite beworben wird, hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Konsumenten aufzuklären. Mit einem Barscanner ausgestattet kann der Nutzer mit dem Handy jedes beliebige Produkt, darunter Lebensmittel und Kosmetika, einscannen und bekommt eine Liste der Inhaltsstoffe angezeigt. Diese sind versehen mit dem jeweiligen Risiko für den Menschen und die Umwelt. CodeCheck kann einem außerdem beim Einkauf der Lebensmitteln anzeigen, ob das Produkt vegan, vegetarisch, laktose- und glutenfrei ist und ob es viel Salz, Fett und Zucker enthält. Somit ist die App nicht nur für gesundheits- und umweltbewusste Menschen geeignet, sondern auch für diejenigen mit Unverträglichkeiten.

Download: Android & iOS

Klima-Score für Lebensmittel

Zusammen mit dem Eaternity-Institut hat Codecheck im November 2020 das neue Feature Klima-Score entwickelt. Damit kann man sich in der App den CO2-Fußabdruck von Lebensmitteln aus dem Supermarkt anzeigen lassen. So kann man jederzeit nachverfolgen, welchen Einfluss die eigene Ernährung auf das Klima hat und wo man diese Auswirkungen reduzieren kann. Der Klima-Score wie viele CO2-Äquivalente ein Lebensmittel im Vergleich mit allen anderen gelisteten Lebensmitteln verursacht. Dabei werden die Noten sehr gut, gut oder kritisch vergeben und auch der jeweilige Nährwert wird berücksichtigt, damit die Lebensmittel vergleichbarer werden.

Mehr Apps findet man auch hier: https://utopia.de/ratgeber/die-besten-gruenen-oeko-apps/

Das Smartphone für den Einkauf im Supermarkt

Damit beim Lebensmittelcheck mit dem Smartphone im Supermarkt nicht plötzlich der Akku leer ist, empfiehlt es sich ein leistungsstarkes Handy zu benutzen, wie das Gigaset GS4. Der ausdauernde Akku sorgt für bis zu 25 Stunden Sprechzeit im 3G/4G Netzwerk. Das reicht aus um alle Lebensmittel einem eingehenden Check zu unterziehen. Das Kamerasystem des Gigaset GS4 besteht aus einer 16 MP Kamera für gestochen scharfe Produktbilder bei jeder Beleuchtung. Vorteilhaft ist neben der 5 MP Weitwinkel-Kamera, auch die 2 MP Makro-Kamera, die auch die kleinsten Dinge groß darstellen kann.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.