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Die top Tipps und Trends für den Kleiderverkauf via App und Smartphone

2. März 2021 Veröffentlicht von Jana Greyling

Die Deutschen shoppen gerne mobil über das Smartphone. Das Smartphone nimmt in nahezu allen Altersgruppen als Shopping-Portal an Bedeutung zu. Am häufigsten werden dabei Bekleidung und Schuhe (63 Prozent) eingekauft, wie eine Studienauswertung zeigte. Doch wie steht es mit dem Verkauf von Bekleidung, Bücher oder CDs über das Smartphone? Unser Blogbeitrag beschäftigt sich mit diesem Thema. Verkaufen via App und Smartphone. Welche Apps werden bevorzugt benutzt und warum, wo gibt es wirklich noch „Bares für Rares“ und warum sind gute Bilder für den Verkauf so wichtig? Um hier nicht vom Hölzchen aufs Stöckchen zu kommen, begrenzen wir das Thema auf den Verkauf von Kleidungsstücken via App und Smartphone.

Der obligatorische Frühjahrsputz macht auch vor dem Kleiderschrank nicht Halt und viele wundern sich beim Aussortieren, Aufräumen und Ausmisten, was sich da so alles im Laufe der Jahre angesammelt hat. Hier empfiehlt es sich vorab bereits eine Vorauswahl für den Verkauf zu treffen. Eine Unterteilung in Marken/ Designer, Vintage, No-Name Produkte, Funny/Exotic und Out könnte hierbei helfen.

Markennamen gehen immer gut weg, doch die edlen Designer und Modestücke sollten nicht älter als 5 Jahre sein, sonst kaufen manche Edel-Second-hand-Plattformen diese nicht auf. Wenn die guten Stücke bereits älter sind, aber noch gut in Schuss, dann sollte diese unter Vintage gesammelt und sortiert werden, denn auch hier gibt es eine große Käufer-Community. No-Name und Funny sind typische Klamotten für den Flohmarkt, hier kann man nichts falsch machen und man ist froh, wenn die T-Shirts, Capes und Schuhe für ein paar Euro mehr über die virtuelle Ladentheke wandern. Out ist out und wer die Stücke nicht der Kleidersammlung schenken will, kann sein Glück über die sogenannten Flohmarkt-Apps probieren. Und man sollte vorher entscheiden zu welchem Preis man verkaufen will. Versteigern, einen Festpreis bestimmen oder das  Preisangebot der bekannten Ankaufsplattformen akzeptieren. Auf alle Fälle, auch hier gilt: sich vorher schlau machen, Vergleichsprodukte checken aber sich nicht irre machen lassen, wenn eine ähnliche Jacke oder Hose bereits online günstiger angeboten wird.

Stark im Trend: Second Hand und Re-Commerce

Zwei Trends beeinflussen den Verkauf von Kleidung besonders. Zum einen springen jetzt auch verstärkt große Modeketten auf den Trend und zum anderen ist Re-Commerce eines der Top-Themen für viele Verbraucher, wenn es um Nachhaltigkeit und Klimaschutz geht.

So war der Handel mit gebrauchter Kleidung 2020 eines der Top-Trendthemen des deutschen E-Commerce. Mit ZalandoAbout You, und H&M sind innerhalb weniger Monate drei milliardenschwere Modehändler in den Wachstumsmarkt eingestiegen. Kunden können hier gebrauchte Kleider kaufen oder verkaufen. Und  Markenhersteller wie Gucci oder Levi’s starteten mit eigenen Preloved-Fashion-Konzepten.

Tausche „Getragen“ gegen Gutschein

Das US-amerikanische Denimlabel Levi’s verkauft seine Klassiker jetzt auch im eigenen digitalen Secondhandshop. Mit Levi’s SecondHand will das Unternehmen seinen Kunden nicht nur historische, oftmals rare Kleidungsstücke zugänglich machen, sondern auch durch die Vermeidung unnötiger Abfälle einen Beitrag zum Umweltschutz leisten. Ab sofort können Verbraucher in den USA getragene Jeans und Denim-Jacken von Levi’s in ausgewählten Stores der Marke in den USA gegen Einkaufsgutscheine eintauschen. Die Produkte werden dann vom Unternehmen professionell gereinigt, sortiert und katalogisiert. Danach stehen sie im eigenen Onlineshop des Projekts zum Verkauf. Wann das Konzept in Deutschland zur Verfügung steht, ist noch offen. Auch bei Zalando bekommt man für die verkaufte Ware einen Gutschein. In der App Zircle können getragene Bekleidungsstücke direkt an Zalando verkaufen. Sie erhalten einen Gutschein, das Online-Unternehmen vermarktet die Kleidung weiter. Zusätzlich gibt es aber auch die Möglichkeit: Direkt an die Community zu verkaufen.

ReCommerce

Der Begriff ReCommerce leitet sich vom Begriff des E-Commerce (englischer Begriff für den „eletronischen Handel“) und dem Wort Re (englischer Begriff für „wieder“ oder „erneut“) ab. ReCommerce steht also für den wieder bzw. weiteren Handel von Produkten im Internet. In der Praxis bedeutet das folgendes: Ankaufportale kaufen gebrauchte oder neuwertige Produkte und verkaufen sie anschließend wieder weiter. In Deutschland gibt es inzwischen rund 50 solcher Portale und auch entsprechende Apps werden immer häufiger genutzt, vor allem um Elektronikartikel zu verkaufen (wie z.B. reBuy – Kaufen & Verkaufen).

Das Berliner Re-Commerce-Unternehmens Momox dürfte in Deutschland wohl das bekannteste dieser Art sein (momox – Bücher, DVDs, CDs, Spiele). Waren es in der Vergangenheit primär Medien und Bücher (medimops.de) so haben die Berliner bereits seit einigen Jahren auch Second-Hand-Mode im Angebot, die über Momox angekauft und über Momox Fashion verkauft wird.

Das Interesse an ReCommerce hat mit dem Ausbruch der COVID-19-Pandemie 2020 zugenommen. Onlineshops, die sich auf Second-Hand-Mode konzentrieren, könnten zwischen 2019 und 2021 ein Wachstum von schätzungsweise 69 Prozent  hinlegen. Analysten gehen davon aus, dass sich der ReCommerce-Trend 2021 fortsetzen wird. Einige der führenden internationalen Marken sind hier: Depop , ThredUp ,The Real Real und Thrift + .

Mit dem Smartphone Kleidung verkaufen

Laut einer Studie von Greenpeace werden in Deutschland pro Jahr im Durchschnitt 60 neue Kleidungsstücke gekauft. 40 Prozent der Kleidung im Schrank wird allerdings nicht getragen. Beim großen Aufräumen im Kleiderschrank kommt die Wahrheit ans Licht. Jacken, T-Shirts, Taschen oder Hosen, die nicht mehr passen oder über die Jahre aus der Mode gekommen sind, türmen sich zu Hauf. Was macht man damit, um wenigstens noch ein paar Euro zu bekommen? Man verkauft sie, klar, aber wo bekommt man noch Bares für Rares? Flohmärkte scheiden aufgrund des Lockdowns aus, die lokalen Second Hand Geschäfte haben zu. Alternativ gibt es als Ersatz jede Menge Apps, ideal für den Klamottenverkauf per Smartphone.

Online Flohmarkt Apps, Kleinanzeigen Apps und andere Verkaufs-Apps für das Smartphone sind voll angesagt, weil sie einfach zu bedienen sind. Die notwendigen Produktfotos mit dem Smartphone sind schnell geschossen und das Barcodes-Sannen ist auch kein Problem mehr. Wir haben uns im Netz und in den Medien mal umgesehen, welche Apps gerade angesagt sind und warum das Smartphone dabei immer wichtiger wird.

Vorbereitung ist alles

Was benötigt man also für den richtigen Verkauf, um nicht enttäuscht zu werden oder allzu viel Zeit zu verlieren. Klar ein Smartphone, mit einer guten Handy-Kamera. Man muss kein Profi sein, um mit der Handy-Kamera auch gute Produktfotos zu machen. Generell gilt: Wenn man Kleidung online verkaufen möchte, sind aussagekräftige Produktfotos und detaillierte Beschreibungen extrem wichtig. So wissen die Käufer*innen, auf was sie sich bei einem Kauf einlassen. Eventuelle Mängel müssen entsprechend im Text oder in den Fotos festgehalten werden. Detaillierte Hinweise, was Zustand, Farbe, Größe, Schnitt oder Besonderheiten angeht, dürfen dabei nicht fehlen. Wichtige Hinweise, was alles gesagt bzw. beschrieben werden sollte, kann man sich bei jedem Modeanbieter auf deren Webseite holen. Small, Medium oder X-Large alleine genügen oftmals nicht. Ein Blick in die Größentabelle macht es leichter. Bei vielen Modeanbietern gibt es deshalb auch zusätzliche Infos über das Model, das die Kleidung trägt. Wie die Größe, Gewicht und welche Kleidungsgröße das Model/Verkäufer trägt.

Worauf es bei der Handy-Kamera im Smartphone ankommt

Die Handy-Kamera sollte knackige und brillante Bilder liefern,  so wie etwa das neue Gigaset GS4 dies kann. Vor allem die Weitwinkel- und Makro-Option liefern hier wertvolle Dienste. Das Kamerasystem des Gigaset GS4 besteht aus einer 16 MP Hauptkamera für gestochen scharfe Bilder zu jeder Tageszeit, der 5 MP Weitwinkel-Kamera, wenn Bekleidungsstücke im Real-Life-Modus festgehalten werden müssen, und der 2 MP Makro-Kamera, die auch kleine Dinge groß darstellen kann. Die  13 MP Frontkamera punktet bei hochauflösenden Selfies und der eingebaute LED-Blitz sorgt für die richtige Belichtung, auch bei Nacht. Damit die Fotos beim Hochladen nicht endlos lange brauchen, und die Nutzung der Sales-Apps auch reibungslos funktioniert ist ein schneller Prozessor im Smartphone entscheidend. Auch hier sorgt das GS4 mit dem schnellen 2,1 GHz Octa-Core Prozessor für die richtige Power. Der 4GB RAM Arbeitsspeicher ermöglicht einen schnellen Zugriff auf Daten und der zusätzliche 64GB interne Speicher genug Platz für alle Fotos, die für den Verkauf geschossen werden müssen.

ThredUp ist ein Online-Flohmarkt für Kleidung aus den USA. Über die Plattform können Smartphone-Nutzer*innen aussortierte, aber noch gut erhaltene Kleidung verkaufen oder kaufen. Der Secondhand-Shop ist kein Marktplatz, sondern kauft Kleidung aus zweiter Hand an und verkauft sie weiter. Für Verkäufer ist das Prozedere etwas bequemer als wir es hierzulande etwa von eBay Kleinanzeigen kennen. Verkäufer können sich sogenannte „Clean Out Kits“ nach Hause bestellen. In diesen vorbereiteten Versandtüten können sie Altkleider zu Upcycling Centern schicken, wo die Kleidung auf Schäden geprüft und deren Wiederverkaufswert ermittelt wird. Dann werden sie von ThredUp fotografiert und online gestellt, der Verkäufer muss nix machen und erhält unabhängig vom Verkauf einen Festpreis. Verkäufer müssen sich aber mit deutlich niedrigeren Erlösen zufrieden geben, als wenn sie ihre Kleidung selbst verkaufen. Teile, die nicht innerhalb von 60 bis 90 Tagen verkauft werden, werden gespendet.

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte

Bevor es losgeht noch ein paar Tipps zu den Produktbildern:

  1. Selber schießen und die Bilder nicht einfach aus dem Internet herunterladen. Alle Produktfotos sollten authentisch sein und das Kleidungsstück, die Schuhe oder Handtasche in dem aktuellen Zustand zeigen.
  2. Wenn in der Wohnung die Fotos geschossen werden, einen neutralen Hintergrund verwenden, der nicht vom Produkt ablenkt.
  3. Überlegen, welche Motive den potentiellen Käufer interessieren oder begeistern könnten, dass er sich schnell ein bestmögliches „Bild“ vom guten Stück machen kann. Die Anzahl der Bilder, die beim Sale via App hochgeladen werden, können variieren.
  4. Bei Kleidung ist besonders darauf zu achten, dass soweit dies geht, diese auch Aufnahmen im Real-Life-Modus geschossen werden. Also die Kleidungsstücke nicht nur auf´s Bett legen oder auf den Küchentisch, sondern jemanden bitten, das gute Stück auch mal anzuziehen. Man muss ja nicht gleich die Person erkennen die es trägt, aber den Schnitt der die Jacke oder Bluse mal von vorne oder hinten schon. Das klappt am besten mit der Weitwinkel-Funktion der Handy-Kamera.
  5. Detailansichten sind immer dann wichtig, wenn etwas besonders interessant und wichtig für den Kauf ist oder wenn es um Fehler, leichte Mängel oder Tragespuren geht. Hier bitte die Makro-Option der Handy-Kamera einsetzen.
  6. Viele Marktplätze und Verkaufsplattformen wie ebay oder Amazon Plattformen haben inzwischen spezielle Anforderungen an Produktbilder. Produkte lassen sich besser verkaufen, wenn die Produktbilder besser an das Onlineshop-Interface angepasst werden. Es schadet nicht, sich vorher hier schlau zu machen.

Die Second Hand Plattform Vinted stellt den Verkäufern wichtige Hinweise für perfekte Bilder zur Verfügung.

Den richtigen Tag für den Verkauf bestimmen

Wählen Sie einen passenden Zeitpunkt für den Verkauf aus. Es ist kein Geheimnis, dass die Kauflaune vor allem am Wochenende besonders hoch ist, da die Leute dann am meisten Zeit haben, nach Objekten der Begierde Ausschau zu halten. Außerdem haben die meisten erst am Wochenende die Möglichkeit, Gegenstände selbst abzuholen. Es kann daher hilfreich sein, ein Inserat Freitag einzustellen, um die Sichtbarkeit am Wochenende zu gewährleisten. Der beliebteste Wochentag für Käufe ist der Sonntag, heißt für Verkäufer, eingestellte Kleidungsstücke etwa über ebay, sollten nicht unter den Woche enden, sondern am Sonntag und auch nicht um 10.00 Uhr in der Früh, sondern zwischen 18 Uhr und 19 Uhr.

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