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Digital Detox: Handy aus und raus in die Welt Woman smartphone Foto erstellt von wayhomestudio - de.freepik.com

Digital Detox: Willkommen zurück im Real Life.

11. Oktober 2022 Veröffentlicht von Raphael Doerr

Zwei gegenläufige Trends bestimmen die aktuelle Diskussion, wie digital unser Leben in Zukunft sein soll. Einerseits gibt es die Technikgläubigen. Sie sehen die Zukunft im Metaverse, einer virtuellen Welt. Diese kann mit technischen Mitteln – VR-Brillen und -Anzügen – „betreten“ werden. Arbeiten, Lernen und auch privates Leben sollen zukünftig hauptsächlich in diesem virtuellen Raum stattfinden. Andererseits gibt es die Technikkritischen. Sie plädieren für einen maßvollen und gezielten Umgang mit digitalen Medien. Dabei ist ein wichtiger Faktor der Digital Detox – zu Deutsch die digitale Entgiftung. Kurz gesagt: den teilweisen oder vollständigen Verzicht auf digitale Medien.

Starren wir zu viel auf Displays?

Ursprünglich entstand Digital Detox als Gegenbewegung zur Online- und Smartphone-Sucht. Die DAK Gesundheit geht davon aus, dass in Deutschland 100.000 Kinder und Jugendliche abhängig von Social Media wie Facebook oder Instagram sind. Und das sind nur die bis 17-Jährigen. Auch viele Erwachsene hängen täglich viele Stunden vor Rechner, Tablet und Smartphone. Die durchschnittliche Bildschirmzeit beträgt in Deutschland inzwischen 10 Stunden. Grund genug, sich Taktiken für den Digital Detox genauer anzuschauen.

Digital Detox: Mal wieder zur Taschenlampe greifen

Unsere Smartphones sind ständige Begleiter. Kein Wunder, sind die kleinen Geräte doch wahre Alleskönner. Sie ersetzen Taschenlampen, Kameras, Werkzeugkästen oder Wanderkarten. Wer also weniger Zeit am Smartphone verbringen möchte, kann diese Dinge einfach wieder analog nutzen. Eigentlich hat es ja auch Charme, einen echten Meterstab oder einen mechanischen Wecker zu verwenden.

Digital Detox: Im Hier und Jetzt sein

Früher ein Ding der Unmöglichkeit, heute ganz normal: der schnelle Griff zum Handy während eines Treffens mit Familie oder Freunden. Aber wenn man ehrlich zu sich selbst ist, ist dieses Verhalten ziemlich unhöflich. Und es holt einen aus dem Moment, den man doch eigentlich mit seinem Gegenüber verbringen möchte. Deshalb gilt dieser wichtige Tipp für einen zurückhaltenden digitalen Medienkonsum: Immer mal wieder abchecken, ob man mit dem Griff zum Smartphone gegen Höflichkeitsregeln verstößt oder Menschen ignoriert.

Zudem sollte man regelmäßig überprüfen, ob man wegen der digitalen Medien unachtsam wird. Zum Beispiel: Man hat sich seit Tagen auf eine kleine Auszeit am Badeweiher gefreut. Dann schafft man es endlich ans kühle Nass – starrt aber durchgehend aufs Smartphone-Display, anstatt den Ausblick auf die sommerliche Idylle zu genießen. Wer sich solche Situationen bewusst macht und das Device zur Seite legt, betreibt schon Digital Detox.

Digital Detox: Sich vom Antwortzwang befreien

Die modernen Kommunikationsmittel haben die Art, wie wir Menschen miteinander in Kontakt sind, verändert. Waren Briefe im 19. Jahrhundert oft noch wochenlang unterwegs, hätten wir heute gerne die Antworten innerhalb kürzester Zeit. 57 Prozent der Befragten sagten in einer Studie der LMU München, dass sie von Freunden und Verwandten eine Antwort innerhalb von Minuten erwarten. Aber ist das wirklich notwendig? Eigentlich reicht es oft, innerhalb von Stunden oder sogar Tagen zu antworten.

Digital Detox: Apps unterstützen

Woran erkennt man, dass wir wirklich im digitalen Zeitalter leben? Es gibt digitale Apps, die uns helfen, weniger Apps zu verwenden. Zugegeben: Das klingt paradox, funktioniert aber ganz gut.  Die App Menthal und ähnliche Anwendungen dokumentieren, wie oft und wie lange wir zum Smartphone greifen. Die tägliche Bilanz ist für die meisten Nutzer erhellend. Und allein die Erkenntnis, dass man mehrere Stunden am Tag am Smartphone verbringt, kann eine Veränderung bewirken.

Smartphonefreie Zeiten und Räume definieren

Sicherlich die schwerste Übung in Sachen Digital Detox ist es, unser geliebtes Handy einfach mal auszuschalten oder wegzulegen. Experten empfehlen, handyfreie Orte und Zeiten klar zu definieren. Zum Beispiel kann man festlegen, dass der Griff zum Smartphone im Schlafzimmer oder am Esstisch grundsätzlich tabu ist. Oder dass in Familien die Zeit zwischen Nachhausekommen und Ende des Abendessens ohne digitale Medien verbracht wird. Gerade mit Kindern im Teenager-Alter kann das ein lohnendes Experiment sein – das wieder mehr gemeinsame Zeit verschafft.

So „klappt’s“ mit dem Digital Detox

Warum machen es moderne Smartphones es uns so schwer auf sie zu verzichten? Weil sie so vielfältig sind – und so viel können. Demzufolge wäre es vielleicht in Sachen Digital Detox von Vorteil, technisch etwas abzurüsten. Dafür hat Gigaset das GL7 im Angebot, das den Designklassiker Klapphandy wieder aufleben lässt. Das neue Mobiltelefon im handlichen Format 117x58x24mm erweitert die Vorzüge eines Klapphandys um neue Upgrades. Allerdings ist der Funktionsumfang im Vergleich zu unseren anderen, aktuellen Smartphones reduziert – bei ebenso guter Erreichbarkeit. Und das fand die Zeitschrift Werben & Verkaufen so gut, dass sie das GL7 als Hilfsmittel zum Digital Detox empfohlen hat. Wir können uns da nur anschließen, zumal es ja nicht für immer sein muss.

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