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Smartphones werden immer länger genutzt: Wechsel erst nach 40 Monaten

9. Mai 2022 Veröffentlicht von Jana Greyling

„Das Beste ist das Neueste. Auf den ersten Blick stimmt das. Und manchmal braucht man das Neueste auch ganz dringend, als Allererster,“ schrieb die FAZ 2014. Heute behalten die Verbraucher:innen ein Smartphone bis zu 40 Monate bevor sie sich ein neues kaufen. Was ändert sich gerade am Verbraucherverhalten und warum? Unser Blogbeitrag schaut sich die Fakten näher an. 

Der schnelle Wechsel von einem Handy zum nächsten ist laut einer Studie zufolge bei vielen Verbrauchern passé. Laut einer Studie des weltweit führenden Kreditversicherers Euler Hermes in Zusammenarbeit mit der Allianz Research werden die Austauschzyklen bei Smartphones immer länger.  „Europäer tauschen ihre Geräte aktuell durchschnittlich nach rund 40 Monaten, das ist etwa ein Viertel länger als noch 2016,“ erläutert der Deutschlandchef des Kreditversicherungsunternehmens, Milo Bogaerts. In den USA tauschten Verbraucher ihre Smartphones zwar aktuell schon nach rund 24 Monaten – aber auch dort habe sich die Nutzungsdauer der Geräte seit 2016 um 30 Prozent verlängert.

Auch in Deutschland kann man diese Entwicklung anhand der Zahlen sehen. 2019 gab bei einer repräsentativen Bitkom-Umfrage jeder zweite Nutzer an, sich immer das neueste Smartphone-Modell zu kaufen. Sechs von zehn Smartphone-Besitzern besaßen ein Gerät, das maximal ein Jahr alt ist. Und nur jeder Achte hatte sein Smartphone länger als zwei Jahre. „Die Faszination für neueste Technik, zusätzliche Features und mehr Leistung ist groß. Viele Nutzer machen jede Modellrunde mit“, hieß es damals in der Pressemeldung des Verbandes.

Als die Bitkom 2021, mitten in der Corona-Pandemie, erneut eine Umfrage zum gleichen Thema startete, deutete sich ein verändertes Nutzungsverhalten bereits an. Nur noch 6 von 10 (38 Prozent) der Befragten gaben an, sie möchten immer das neueste Modell haben. Wichtigste Kriterien bei einer Neuanschaffung waren für sie die Verarbeitungsqualität,  die Akkulaufzeit und der Preis. Die Mehrheit der Nutzer legte Wert auf ein möglichst aktuelles Gerät: 63 Prozent hatten sich in den vergangenen zwölf Monaten ein neues Smartphone zugelegt.

Gleichzeitig betonten fast alle Nutzer, dass sie zukünftig auch auf Nachhaltigkeitsaspekte beim Smartphone-Kauf achten werden. Für 92 Prozent hatte dieses Thema Gewicht. „Das Bewusstsein für Nachhaltigkeit ist stark ausgeprägt bei Verbrauchern. Hersteller und Netzbetreiber müssen darauf reagieren, indem sie ihr Engagement beim Thema Nachhaltigkeit transparent kommunizieren, Umwelteigenschaften und Produktionsprozesse erklären und Verwertungsmöglichkeiten aufzeigen“, kommentierte damals Bitkom-Präsidiumsmitglied Markus Haas diese Entwicklung. Und auch die aktuelle Euler Hermes Studie unterstreicht diese Entwicklung. „Verbraucher sind in den letzten Jahren nachhaltiger geworden und halten inzwischen wesentlich länger an ihren Smartphones fest”, lautet die Erkenntnis der Studienmacher.

Im Schnitt hat ein Smartphone in Deutschland eine Lebensdauer von nur zweieinhalb Jahren. Und das, obwohl die meisten Leute ihr Handy gerne viel länger verwenden würden, wie die Stiftung Warentest erhob. Grund für die geringe Halbwertszeit vieler Handys: sie lassen sich schlecht reparieren, wie netzpolitik.org es formuliert. Modelle großer Hersteller wie Apple, Samsung und Google schneiden hier schlecht ab.

Nutzungsdauer und das Recht auf Reparatur

Seit März 2021 gilt in der EU bereits eine neue Ökodesign-Richtlinie mit dem Prinzip “reparieren statt wegschmeißen”. Hersteller von Waschmaschinen, Spülmaschinen, Kühlschränken und anderen großen Haushaltsgeräten müssen dafür sorgen, dass Ersatzteile sieben bis zehn Jahre lang verfügbar sind.

Wie die Tagesschau Anfang des Jahres berichtete wollen SPD, Grüne und FDP das „Recht auf Reparatur“ auch für kleinere Geräte wie Handys und Laptops auf EU-Ebene durchsetzen. Außerdem soll die Gewährleistungsfrist verlängert werden, in der Verbraucher ihr defektes Gerät einschicken und kostenlos reparieren lassen können. Wegen wachsender Müllberge und knapper natürlicher Ressourcen fordern Verbraucher- und Umweltschützer endlich nachhaltiger gebaute Handys und andere Geräte. Vier von fünf Menschen in Europa hätten gerne Geräte, die besser reparierbar seien, als das bislang der Fall ist. Einen Gesetzesvorschlag für ein Recht auf Reparatur hatte die EU-Kommission bereits 2021 angekündigt, doch er lässt vorerst auf sich warten. Dieser Vorschlag soll beinhalten, dass die Hersteller für mehrere Jahre Ersatzteile für ihre Smartphones vorhalten müssen. Wie viel sich durch nachhaltigere Geräte bewegen ließe, hatten Nichtregierungsorganisationen (NGOs) in einem offenen Brief an die EU-Kommission vorgerechnet: Würde man die durchschnittliche Lebensdauer von Handys auf zehn Jahre erhöhen, so würde dies jährlich 6,2 Millionen Tonnen CO2 sparen. Das würde den Klima-Fußabdruck der Geräte um 42 Prozent verringern.

Am nachhaltigsten geht der Nutzer mit seinem Smartphone um, je länger er es nutzt, schreibt die deutsche Umwelthilfe. Schließlich senkt er mit einem langen Lebenszyklus des Smartphones dessen klimatischen Fußabdruck beträchtlich.

Nachhaltigkeit Made in Germany

Im Kampf gegen den Klimawandel ist der Begriff Nachhaltigkeit in aller Munde. Viele Menschen versuchen ihren Beitrag im Kampf gegen den Klimawandel zu leisten, indem sie ihr Leben nachhaltiger gestalten. Dabei achten sie auch vermehrt darauf Unternehmen zu unterstützen, die ebenfalls viel Wert auf Nachhaltigkeit legen. Den Weg in Richtung Nachhaltigkeit und Transparenz in der Produktion, geht Gigaset bereits seit einiger Zeit sehr erfolgreich. Die Botschaft des Unternehmens für seine Smartphones heißt: „Made in Germany“ und das bedeutet, dass alle Produkte im Werk in Bocholt hergestellt werden. So reduziert Gigaset die Abgasemission für die Produktion und den Transport seiner Smartphones und entlastet die Umwelt nachhaltig. Gigaset nimmt Nachhaltigkeit nämlich sehr ernst: Als Unternehmen sehen sie sich in der Verantwortung, die Umwelt zu schützen, die Ressourcen zu schonen und den Planeten lebenswerter zu machen.

In der Studie „Exzellente Nachhaltigkeit 2021“ der FAZ in Zusammenarbeit mit dem Institut für Management- und Wirtschaftsforschung (IMWF) wurde die Nachhaltigkeitsreputation von rund 21.000 deutschen Unternehmen untersucht. Im Rahmen dieser Studie wurde Gigaset als Sieger in der Kategorie „Elektroindustrie-Unternehmen“ mit dem Zertifikat „Exzellente Nachhaltigkeit“ ausgezeichnet. Den vollständigen Artikel dazu gibt es hier.

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