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Smart Lock – Wenn der Paketbote nicht mehr klingeln muss

24. Januar 2019 Veröffentlicht von Raphael Doerr

Smarte Türschlösser könnten die tägliche Arbeit für viele Paketboten vereinfachen. Eine YouGov Umfrage unter 1.682 Personen ab 18 Jahren zeigt nun, dass sich immerhin jeder fünfte Deutsche (21 Prozent) vorstellen kann, In-Home-Lieferungen zu nutzen.

Eine Paketzustellung ist nicht nur im letzten Schritt am teuersten, weil viele Paketzusteller oft mehrmals zu einer Adresse fahren müssen, um ihr Paket abliefern zu können. Auch für die Besteller läuft die Lieferung oft nicht optimal, weil sie zu Paketstationen fahren müssen, bei ihren Nachbarn klingeln oder im Laden um die Ecke nach ihrem Paket fragen müssen. Mit der sogenannten In-Home-Lieferung könnte sich das jedoch ändern. Notwendig dafür ist sowohl ein intelligentes Türschloss als auch ein Türöffner – und schon könnt ihr auch in eurer Abwesenheit die Tür für den Paketboten öffnen. Über optionale Videoübertragung könnt ihr dem Paketboten sogar sagen, wo genau er das Paket hinstellen soll. Klingt wie Zukunftsmusik? Ist es für viele Deutsche auch – noch.

Die Bereitschaft ist da

Das internationale Marktforschungs- und Beratungsinstitut YouGov hat nun in einer Analyse untersucht, wie hoch die Bereitschaft unter den Deutschen ist, In-Home-Lieferungen zu nutzen. In einem standardisierten Online-Interview haben 1.682 Personen über 18 Jahren die Frage „Stellen Sie sich vor, Sie könnten Ihr Zuhause mit einem intelligenten Türschloss und einem intelligenten Türöffner ausstatten und so auch in Ihrer Abwesenheit für den Paketboten die Türe öffnen. Dabei könnten Sie aus der Ferne per Videoübertragung mit dem Paketzusteller interagieren. Könnten Sie sich vorstellen, sich auf diese Art Pakete liefern zu lassen?“ beantwortet.

„Die Auswertung der Analyse zeigt, dass sich bereits jeder fünfte Deutsche vorstellen kann, sich auf diese Art Pakete liefern zu lassen. Für Gigaset als Hersteller von Smart Home Technik ist diese Entwicklung spannend, weil sie zeigt, dass im Bereich der smarten Zustellmethoden viel Potenzial liegt“, sagt Dirk Kelbch, Senior Vice President Smart Home bei Gigaset. Allerdings ist die Skepsis vor allem bei Frauen noch recht hoch – während sich immerhin 26 Prozent der Männer smarte Türschlösser vorstellen können, sind es gerade einmal 18 Prozent der Frauen. „Wir glauben, dass dies vor allem auch darin begründet liegt, dass es einfach noch nicht viele positive Anwendungsfälle gibt, die die Vorteile klar aufzeigen. Auf dem Markt ist noch zu wenig Technik. Und die Deutschen sind sehr sicherheitsbewusst. Das zeigen unsere Erfahrungen im Bereich Smart Home sehr klar“, so Kelbch.

Ein genauerer Blick in die Ergebnisse zeigt, dass knapp jeder Dritte (31 Prozent) Befragte mit einem Haushaltsnettoeinkommen von mehr als 3.000 Euro monatlich sich vorstellen kann, smarte Türschlösser zu nutzen. Ein Blick in die Altersgruppen zeigt eine größere Offenheit für das Thema bei Menschen zwischen 25 und 54 Jahren – hier sind ein Viertel der Befragten interessiert.

Dirk Kelbch will den Markt auf jeden Fall im Blick behalten: „Denkbar wäre in einem ersten Schritt die Nutzung für unseren eigenen Vertrieb, aber natürlich auch mit anderen Kooperationspartnern, wie zum Beispiel Nuki oder mit Blick auf Premium Services. Wir können so einen echten Mehrwert bieten, wenn es um die Verbesserung der gesamten Kundenerfahrung beim Kauf eines Produktes geht – zu der eben auch die Zustellung gehört. Ist so ein smartes Türschloss Teil einer umfassenden Smart Home Ausstattung, kann auch die Sicherheit des eigenen Zuhauses sehr gut überwacht werden.“

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